Derbysieg, Jubel der Loewen nach dem 4:1 Sieg gegen Bad Nauheim, Siegertanz von CJ Stretch (Frankfurt, 12)mit seinen Teamkollegen , Loewen Frankfurt - EC Bad Nauheim, DEL2, 35. Spieltag , Hessenderby, Saison 2016/2017
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Derbysieg, Jubel der Loewen nach dem 4:1 Sieg gegen Bad Nauheim, Siegertanz von CJ Stretch (Frankfurt, 12)mit seinen Teamkollegen , Loewen Frankfurt - EC Bad Nauheim, DEL2, 35. Spieltag , Hessenderby, Saison 2016/2017

Löwen Frankfurt

Derby-Fluch gebannt: Löwen besiegen Rote Teufel mit 4:1

  • vonMichael Löffler
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Zum ersten Mal seit einem Jahr durften die Löwen-Anhänger nach einem Vergleich gegen einen der beiden hessischen Rivalen in der zweithöchsten deutschen Eishockeyklasse jubeln. Der DEL2-Zweite besiegte vor 7000 Zuschauern in der ausverkauften Eishalle am Ratsweg die Roten Teufel Bad Nauheim 4:1 (3:0, 0:1, 1:0). „Das war eine großartige Unterstützung vom Publikum. Für uns war es ein wichtiger Sieg. Endlich ein Derby-Sieg. Meine Mannschaft hat sehr gut gespielt“, sagte Löwen-Coach Paul Gardner, der die Leistung von zwei Spielern hervorhob. „Torwart Brett Jaeger hat super gehalten. Und Lukas Laub hat bei seinem Comeback für viel Verkehr gesorgt.“

Zum ersten Mal seit einem Jahr durften die Löwen-Anhänger nach einem Vergleich gegen einen der beiden hessischen Rivalen in der zweithöchsten deutschen Eishockeyklasse jubeln. Der DEL2-Zweite besiegte vor 7000 Zuschauern in der ausverkauften Eishalle am Ratsweg die Roten Teufel Bad Nauheim 4:1 (3:0, 0:1, 1:0). „Das war eine großartige Unterstützung vom Publikum. Für uns war es ein wichtiger Sieg. Endlich ein Derby-Sieg. Meine Mannschaft hat sehr gut gespielt“, sagte Löwen-Coach Paul Gardner, der die Leistung von zwei Spielern hervorhob. „Torwart Brett Jaeger hat super gehalten. Und Lukas Laub hat bei seinem Comeback für viel Verkehr gesorgt.“

Die vollen Ränge in der ausverkauften Halle ließen die Bedeutung des emotionsgeladenen Derbys spüren. Die in starker Überzahl anfeuernden Löwen-Fans hofften auf den ersten Derbysieg seit einem Jahr, die rund 800 Bad Nauheimer Anhänger bauten wiederum auf das Gesetz der Serie. Es war alles für ein spannendes Match angerichtet.

19.32 Uhr, mit geringer Verspätung, ging es los. Beide Teams traten mit drei starken Formationen an. Bei den Löwen feierte der drei Monate lang verletzte Lukas Laub ein Comeback. Er spielte zwischen den Brüdern Breitkreuz. Christoph Gawlik  stürmte neben Pat Jarrett und Richie Mueller, nur die erste Reihe mit Matt Pistilli, CJ Stretch und Nils Liesegang blieb unverändert. Bad Nauheims Trainer Petri Kujala ließ als fünften Ausländer Torwart Rämö draußen, schickte zwischen die Pfosten Jan Guryca, um die Verteidiger Joel Johansson und Ales Kranjc sowie die Stürmer Nick Dineen und Charlie Sarault einsetzen zu können. Neuzugang Sarault stürmte mit Eugen Alanov und Radek Krestan, Dineen in der erprobten Reihe mit Dusan Frosch und Andreas Pauli. Den dritten Sturm bildeten Harry Lange, Dominik Meisinger und Diego Hofland. Der aus Bremerhaven gekommene neue Verteidiger Steve Slaton bildete ein Paar mit Daniel Ketter.

Nach nur zehn Sekunden hatte Eric Stephan das1:0 auf dem Schläger, doch sein Schuss verfehlte ganz knapp Gurycas Gehäuse. Die Gäste sorgten zum ersten Mal für Gefahr in der 4. Minute, als Dineen schön Frosch anspielte, der aber in Brett Jaeger seinen Meister fand. Kurze Zeit später musste der Frankfurter Joel Keussen wegen Beinstellens raus. Das Powerplay der Wetterauer war jedoch harmlos. Kaum vollzählig, schlugen die Löwen zu. Nach einer schönen Kombination traf Frankfurts Goldhelm Matt Pistilli (8.). In der Folgezeit waren die Löwen überlegen, doch die beste Chance hatte Nauheims neuer Kanadier Sarault, den Ausgleich verhinderte der blitzschnell ausgefahrene Schoner von Jaeger. Gegen Ende der ersten Periode erhöhten die Frankfurter das Tempo. Der Lohn war das 2:0, das in der 17. Minute Verteidiger Eric Stephan mit einem Schlenzer markierte. Und 100 Sekunden vor der Sirene,  Slaton saß in der Kühlbox, sorgte Richie Mueller mit einem haltbaren Direktschuss praktisch schon für die Entscheidung. Das Schussverhältnis von 15:6 verdeutlichte die Überlegenheit der Frankfurter.

Auch im zweiten Drittel beherrschten die Löwen das Geschehen. Das 4:0 hing buchstäblich in der Luft. Doch stattdessen fiel wie aus dem Nichts das 1:3 aus Nauheimer Sicht, das mit einer wunderschönen Einzelaktion Routinier Dusan Frosch markeierte (30.). Und dann kam endlich wieder das Gummihuhn aufs Eis. Nachdem eine Strafe gegen die Nauheimer angezeigt wurde, riss Christoph Gawlik den gegnerischen Torwart um. Allerdings weil er von einem Gegenspieler von hinten gestoßen wurde. Der Unwille der Fans war Schiedsrichter Robert Paule von da an sicher. Die zuvor resignierend wirkenden Wetterauer witterten nun Morgenluft. Im Powerplay hatten sie drei Super-Chancen, die alle vom glänzend reagierenden Jaeger entschärft wurden.

Auch im Schlussdrittel durfte sich der Frankfurter Schlussmann entscheidend auszeichnen. In der 49. Minute konnte der Keeper den durchgekommenen Diego Hofland nur unfair stoppen. Der Unparteiische zögerte keine Sekunde und entschied auf Penalty. Hofland machte seine Sache sehr gut, verzögerte geschickt den Schuss, doch Jaeger behielt die Nerven und blieb Sieger. Fünf Minuten vor der Sirene fiel dann die endgültige Entscheidung. Die Löwen, die sich ein wenig zurückgezogen hatten, eroberten durch Pat Jarrett an der roten Linie den Puck. Der Kapitän zeigte ein technischen Kabinettstückchen, entledigte sich aller Gegenspieler und netzte zum 4:1 ein.  

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