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Die nächste gelungene Löwen-Extraschicht

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Von: Markus Katzenbach

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Beim letzten Heimspiel gegen Bremerhaven hatten Carter Rowney (Mitte) und Co. schon das bessere Ende für sich. Nun konnten die Löwen auch beim Gegenbesuch feiern.
Beim letzten Heimspiel gegen Bremerhaven hatten Carter Rowney (Mitte) und Co. schon das bessere Ende für sich. Nun konnten die Löwen auch beim Gegenbesuch feiern. © © PuckpixbySteph

Die Frankfurter Aufsteiger gewinnen in Bremerhaven, selbst wenn sie dafür doch noch in die Verlängerung müssen. Plötzlich können die Löwen das aber auch.

Bremerhaven -Langsam gewöhnen sich die Frankfurter Löwen an Extraschichten. Hatte es zuvor sechs Anläufe gebraucht, um endlich einmal ein Spiel in der Overtime zu gewinnen, so folgte dem ersten Erfolg dieser Art genau eine Woche zuvor gegen die Eisbären Berlin am Sonntagabend nun gleich der zweite für den Aufsteiger in die erste Klasse des deutschen Eishockeys. Carter Rowney drehte einen kleinen Schlenker, zog humorlos ab - und die Löwen hatten am Sonntagabend mit 3:2 (1:1, 1:0, 0:1/1:0) nach Verlängerung bei den Fischtown Pinguins aus Bremerhaven gewonnen, am nördlichsten Standort der DEL. In der Tabelle zogen sie damit an Bremerhaven vorbei und auf einen beachtlichen sechsten Platz nach oben, weit weg von der Abstiegszone.

„Wir hätten gerne drei Punkte geholt, aber sie sind ein sehr gutes Team und wir sind sehr glücklich, hier gewonnen und zwei Punkte zu haben“, meinte Siegtorschütze Rowney vor der weiten Heimfahrt. Während Pinguins-Trainer Thomas Popiesch wusste: „Die Details musst du richtig machen.“ Was in diesem Fall nicht dem Team des ehemaligen Frankfurter Profis gelang, sondern eher den aktuellen Löwen. Popiesch konnte schon froh sein, dass seinen Pinguins überhaupt noch der Ausgleich gelungen war, er selbst hatte das gar nicht mitbekommen: Während er den verbliebenen Spielern auf der Bank das Rezept für die letzte Minute erklärte, gelang es Christian Wejse als einer von den Sechsen auf dem Eis, die ohne Torwart auf das 2:2 drängten, Löwen-Goalie Jake Hildebrand mit einem Schlagschuss zu überwinden, eineinhalb Minuten vor dem Ende - und Popiesch und Co. bekamen auf der Bank erst vom Jubel des Bremerhavener Publikums etwas mit, in ihre Taktikbesprechung vertieft.

Für die Löwen war das eine etwas bittere Pointe. Sie hatten bis dahin im dritten Drittel eigentlich gar keine Gefahr aufkommen lassen und es eher versäumt, eine ihrer guten Chancen für eine frühere Entscheidung zu nutzen. So vergab beispielsweise Dominik Bokk einen Penalty nach einem Foul an Rylan Schwartz. Sei es drum: Mit nun 42 Punkten aus 27 Spielen sind die Aufsteiger weiter auf einem erstaunlich guten Weg, nach diesem Erfolg unter Tabellennachbarn, dem gleich noch ein Duell dieser Art folgt: Am Donnerstag (19.30 Uhr) erwarten sie am Ratsweg die fünftplatzierten Grizzlys aus Wolfsburg, wo die Löwen die beiden bisherigen Duelle dieser Saison gewannen.

Gegen Bremerhaven hatten sie das erste Heimspiel knapp verloren, das zweite knapp für sich entschieden - wie nun auch den Besuch im Norden. Den Rückstand durch Skyler McKenzie (14.) glich Dylan Wruck nach prächtiger Kombination mit Rowney und Dominik Bokk nur acht Sekunden später aus. Schwartz brachte sie dann in Führung, in den Nachwehen eines Löwen-Powerplays. „Es ist immer schön zu treffen“, sagte der ehemalige Bremerhavener, der sich auch freute, gegen ein paar alte Kumpels zu spielen. Wie beim 6:3 am Freitag gegen Bietigheim teilte er sich mit Ryon Moser die Arbeit, zur Wiedereingliederung nach langer Verletzungspause. Der Löwen-Kader füllt sich wieder - und das Punktekonto auch.

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