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Max Faber trifft zum 1:0 - und weiß, dass die Defensive die wichtigste Grundlage der aktuellen Frankfurter Erfolgsserie ist. Foto: Hübner

Eishockey

Diese Löwen beeindrucken auch den Besuch aus Bad Tölz

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Für Gästetrainer Gaudet ist Frankfurt in der DEL 2 derzeit die "heißeste Mannschaft der Liga". Gegen Bad Tölz feiern die Löwen den fünften Sieg in Serie.

Frankfurt-Kevin Gaudet geriet in dem kleinen Räumchen, in dem in der Eissporthalle am Ratsweg die Pressekonferenzen abgehalten werden, richtig ins Schwärmen. Nicht in eigener Sache, dafür hatte der Sonntag für den Coach der Tölzer Löwen schon zu schlecht begonnen. Bei einem Anruf am frühen Morgen erfuhr er, dass neben dem einen oder anderen Vermissten nun auch noch Tyler McNeely erkrankt war und nicht in den Bus steigen würde, einer seiner wichtigsten Stürmer. "Und so", erläuterte Gaudet, "ist es sehr schwer, hier zu gewinnen". Die Frankfurter Löwen schließlich, hob der Gast zu einer Lobesrede an, seien "im Moment das heißeste Team der Liga" und schloss nach einigen weiteren Elogen: "Wenn die fehlenden Spieler alle noch zurückkommen, muss Frankfurt ins Finale kommen. Sie sind schon jetzt sehr schwer zu schlagen."

Den Seinen jedenfalls sollte das am Sonntagnachmittag nicht gelingen. Vor stolzen 5098 Zuschauern gewannen die heimischen Löwen 4:1 (1:0, 2:1, 1:0) gegen ihre Namensvettern. Mit dem fünften Sieg in Serie festigten sie ihren Platz unter den besten Vier der DEL-2-Tabelle und verschafften sich einen beruhigenden Vorsprung auf den Besuch aus Bayern, der in den letzten Spielen der langen Hauptrunde noch kämpfen muss um den direkten Viertelfinal-Einzug.

Kein Wunder, dass Gaudets Kollege Matti Tiilikainen "sehr zufrieden" war. Und zwar "über 60 Minuten", wie der Frankfurter Headcoach betonte. Konstanz und Konzentration über eine ganze Partie hinweg waren in dieser wechselvollen Saison in der zweiten Klasse des deutschen Eishockeys lange ein Löwen-Problem. Inzwischen scheint man die Lektionen gelernt zu haben.

"Wir haben das phasenweise auch schon vorher gezeigt, aber jetzt haben wir den Schalter umgelegt", meinte Max Faber, wieder einer der besten Frankfurter. Der torgefährliche Verteidiger war es auch, der in der 18. Minute von der blauen Linie zum 1:0 traf, in Überzahl. Eddie Lewandowski legte das zweite Tor nach (25.), ehe nach dem Anschlusstreffer des früheren Frankfurters Marco Pfleger (40.) Max Eisenmenger für beruhigende Verhältnisse (52.) und Roope Ranta (60.) mit einem Weitschuss ins in letzten Ausgleichsbemühungen verwaiste Tölzer Tor für den Endstand sorgte (60.).

"Auch wenn die zwischendrin das 2:1 schießen und es kurz knapp wird, verlieren wir nie den Willen und wissen, dass wir noch ein Tor machen", befand Faber. Entscheidend ist für ihn wie für Tiilikainen: "Wir haben die Defensive auf die Reihe gekriegt", wie es der Coach ausdrückte, "das ist der Schüssel für den Erfolg". Das Löwen-Duell bestimmten seine Frankfurter so - trotz immer noch neun Ausfällen.

Martin Buchwieser immerhin sollte am Dienstag (19.30 Uhr) wieder dabei sein, wenn es am Ratsweg schon weitergeht, mit dem Nachholspiel gegen die Nachbarn vom EC Bad Nauheim. In dieser Verfassung indes pflegen die Löwen ihre Besucher auch mit gelichteten Reihen zu beeindrucken.

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