Auch Eduard Lewandowski traf gegen Bayreuth früh und musste dann doch noch mit den anderen Löwen bangen. Foto: puckpix by steph/archiv
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Auch Eduard Lewandowski traf gegen Bayreuth früh und musste dann doch noch mit den anderen Löwen bangen.

Eishockey

Drei starke Löwen-Minuten, drei Punkte

Frankfurt macht es gegen Bayreuth noch einmal spannend, das wäre nicht unbedingt nötig gewesen. Am Ende aber gilt: "Es ist auch wichtig, solche Spiele zu gewinnen."

Frankfurt -Nach genau drei Minuten und 37 Sekunden war nicht mehr unbedingt damit zurechnen, dass dieser Samstagabend in der Eissporthalle am Frankfurter Ratsweg noch von Spannung leben würde. Aber was ist im Eishockey schon ein Drei-Tore-Vorsprung, so ein früher obendrein? An anderen DEL-2-Standorten ging es zur gleichen Zeit schließlich noch wilder zu, da verloren die Eispiraten aus Crimmitschau nach einer 5:2-Führung vor dem letzten Drittel mit 6:7 gegen Bietigheim - und die Dresdner Eislöwen trotz Zwischenständen von 5:0 und 6:1 in Freiburg gar 6:9.

Derartig krasse Wechselbäder mit einer abschließenden kalten Dusche erfuhren die Frankfurter Löwen nun nicht, sie verdienten sich ein glückliches Ende. "Wir haben Bayreuth wieder ins Spiel kommen lassen, das darf uns nicht passieren", wusste aber auch ihr Kapitän Adam Mitchell nach dem 4:3 (3:1, 1:2, 0:0) gegen die Bayreuth Tigers. Exakt eine Minute und 15 Sekunden hatten zwischen den Blitz-Toren von Darren Mieszkowski (3.), Mitchell (4.) und Eduard Lewandowski (4.) kurz nach dem ersten Bully gelegen. Danach aber kam nicht mehr viel, immerhin noch ein viertes Tor durch Christian Kretschmann (27.). Was auch dringend nötig war, um gegen den nimmermüde um einen Play-off-Platz kämpfenden Tabellenneunten alle Punkte zu behalten.

"Super erste drei Minuten und drei Punkte geholt", lautete die ganz kurze Zusammenfassung von Franz-David Fritzmeier, dem Frankfurter Headcoach und Sportdirektor, und etwas länger: "Wir haben gut angefangen, aber anstatt weiterzumachen, haben wir es schleifen lassen. Dann ist es ein langer Abend geworden", erkannte Fritzmeier und betonte: "Nichtsdestotrotz haben wir einen Weg gefunden, das Spiel zu gewinnen." Bei Kapitän Mitchell klang das ähnlich. "Vielleicht war es nicht unser bestes Spiel. Aber es ist auch wichtig, solche Spiele zu gewinnen", fügte er an. Was in der aktuellen Terminhatz auch nicht selbstverständlich ist.

Damit halten die Löwen Anschluss an die Spitze der Tabelle, die vor allem wegen ihres nach der Corona-Zwangspause weiter bestehenden Nachholbedarfs noch etwas verzerrt ist: Mit drei Punkte und zwei Partien weniger als der viertplatziert EC Bad Tölz, der an diesem Montag (19.30 Uhr) an den Ratsweg kommt.

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