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Ein Löwen-Tor ist diesmal genug

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Von: Markus Katzenbach

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Hartes Ringen um das entscheidende Tor: Hier gelingt es den Löwen nicht, dafür aber später.
Hartes Ringen um das entscheidende Tor: Hier gelingt es den Löwen nicht, dafür aber später. © © PuckpixbySteph

Ein 1:0 reicht auch: Mit dem knappen Erfolg in Schwenningen feiern die Frankfurter Aufsteiger ein Sechs-Punkte-Wochenende - und schieben sich auf einen erstaunlichen dritten Rang vor.

Schwenningen -Bislang war Davis Vandane vor allem als Sammler von Eiszeiten auffällig. Stolze 24:07 Minuten befand sich der vollbärtige Verteidiger in den nun neun Partien der noch jungen Saison durchschnittlich im Einsatz, mehr als jeder andere Frankfurter Löwe, in der neunten allerdings trug er sich erstmals auch in eine andere Statistik ein, gleich ganz entscheidend: Sein Schlagschuss in der 57. Minute bescherte den Aufsteigern in die erste Klasse des deutschen Eishockeys am frühen Sonntagabend den 1:0 (0:0, 0:0, 1:0)-Erfolg in einer selten torarmen Begegnung bei den Schwenninger Wild Wings - und nebenbei einen erstaunlichen dritten Rang in der eng zusammengerückten Tabelle, übertroffen nur von den Branchengrößen München und Mannheim.

„Wir haben gute, solide 60 Minuten gespielt. Es hätte in beide Richtungen gehen können, aber wir haben zusammengehalten und es geschafft, am Ende einen reinzukriegen“, fasste Matchwinner Vandane im TV-Interview mit Magenta-Sport das Geschehen knapp zusammen. Und das reichte diesmal auch. Vorher hatten die Frankfurter 30 Tore in acht Spielen geschossen, 3,75 im Schnitt, mit der zweitbesten Quote der DEL - bemerkenswert für einen Aufsteiger. In der stimmungsvollen Schwenninger Helios-Arena aber war ein Löwen-Treffer genug, auch wegen der starken Abwehrarbeit und des wieder einmal sehr überzeugenden Goalies Jake Hildebrand.

„Das ist immer etwas Spezielles für einen Torwart“, bekannte der Schlussmann, der 26 Schüsse parierte, zu seinem ersten Zu-Null-Spiel in der DEL, nicht ohne beim Shutout-Erfolgsrezept zu betonen: „Aber vor allem ist das eine Teamsache. Wir haben heute defensiv großartig gespielt, hart gearbeitet, um den Puck zu bekommen und schwer vor dem Tor gekämpft. Da haben mir die Jungs geholfen.“

Bei aller Bescheidenheit: Mehrmals musste Hildebrand schon höchstpersönlich eingreifen, um Gegentore zu verhindern. Schwenningen hatte genug Gelegenheiten für mehr als einen Treffer, die Löwen indes fast noch mehr. Bei 63:48 Schüssen endete diese Statistik zu ihren Gunsten, nur ins Tor wollte keiner, obwohl es nicht nur bei Dylan Wrucks Pfostentreffer (40.) knapp war. Bis Vandane Maß nahm.

Es war schon gegen Ende des dritten Drittels, nach zwei intensiven vorherigen Abschnitten etwas zerfahrener, als Carter Rowney und Brendan Ranford plötzlich im Doppelpass brillierten, Ranford einmal abzog und noch ein zweites Mal, ehe Dominik Bokk den abgeprallten Puck nach hinten zu Vandane schob und der den Rest erledigte, mit seinem ersten DEL-Tor, zu einem rundherum gelungen Löwen-Wochenende mit sechs Zählern - volle Punktzahl, nach dem 4:3 gegen die Düsseldorfer EG vom Freitag.

Vor ihrer Begegnung hatten Schwenninger wie Frankfurter beiderseits mit jeweils 13 Punkten aus acht Partien schon sehr zufrieden sein können. Bei den Löwen, für die es nach einem ausnahmsweise spielfreien Freitag erst am nächsten Sonntag (16.30 Uhr) in Iserlohn weitergeht, sind es nun noch drei mehr.

Das Geheimnis des Erfolges? „Wir haben eine gute Gruppe und Spaß daran, zusammen Hockey zu spielen. Das ist alles, was man verlangen kann“, meinte Davis Vandane schlicht - wie Hildebrand einer der 16 Frankfurter Zweitliga-Meister, die jetzt mit den passenden Verstärkungen die erste Klasse aufmischen.

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