Der dritte und letzte Löwen-Streich des Freitagabends: Rylan Schwartz (rechts) trifft zum Endstand von 3:0 für die Frankfurter Gäste.
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Der dritte und letzte Löwen-Streich des Freitagabends: Rylan Schwartz (rechts) trifft zum Endstand von 3:0 für die Frankfurter Gäste.

Eishockey

Ein rundherum gelungener Löwen-Start

  • Markus Katzenbach
    VonMarkus Katzenbach
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Mit dem 3:0 bei den Freiburger Wölfen beginnt der nächste Frankfurter Anlauf zum Aufstieg vielversprechend. Die neuen Stürmer treffen, auf die Verteidigung ist Verlass - und am Sonntag geht es weiter, endlich wieder vor eigenen Fans.

Freiburg -Am Ende musste nicht einmal größer gezittert werden. Als die letzte Sirene des Freitagabends erklungen war, klopften sich die versammelten Frankfurter Löwen gegenseitig routiniert ab und ihrem neuen Goalie Jake Hildebrand anerkennend auf den Helm. Der durfte, von den Fans zum Spieler des Spiels erkoren, sich hinterher obendrein darüber freuen, dafür ein Fässchen Bier aus dem Haus des örtlichen Hauptsponsors aus dem Breisgau mit nach Hessen nehmen zu dürfen. Für die Frankfurter Gäste war es ein rundherum gelungener Auftakt in die neue DEL-2-Saison, mit einem schließlich recht deutlichen 3:0 (0:0, 1:0, 2:0) bei den Freiburger Wölfen, immerhin selbst zum erweiterten Spitzenkreis zählend - und damit auch ein gelungener Start für den nächsten Anlauf in die erste Klasse des deutschen Eishockeys.

"Es war von Anfang eine gute, konzentrierte Leistung und ein insgesamt hochverdienter Sieg gegen eine gute Freiburger Mannschaft", lobte Sportdirektor Franz-David Fritzmeier. Die dafür nötigen Tore erzielten Carson MacMillan (38. Minute), Yannick Wenzel (51.) und Rylan Schwartz (58.) - drei der insgesamt elf neuen Löwen, die am Sonntag (18.30 Uhr) im ersten Heimspiel der neuen Runde gegen den ESV Kaufbeuren ihre Pflichtspielpremiere in der Eissporthalle am Ratsweg erleben werden.

"Wir sind sehr glücklich über den Sieg, nach einer schwierigen Vorbereitung", bekannte der neue Chefcoach Bo Subr und betonte: "Das war eine sehr gute Teamleistung." Die Offensive des Aufstiegsanwärters war vorab hoch gepriesen worden und sollte auch ihre Qualitäten gewinnbringend einsetzen. Gleich vom ersten Bully an zeigte sich indes, dass auf die Verteidigung ebenfalls Verlass ist. Dass die Frankfurter zudem gleich zwei Mal Gelegenheit haben würden, ihre Unterzahlfähigkeiten unter Beweis zu stellen, war so nun aber gewiss nicht geplant gewesen. Darren Mieszkowksi (1.) und Max Faber (4.) mussten schon ganz früh auf die Strafbank, und die zuständigen Sondereinsatzkommandos hielten fürs Erste jede Gefahr fern von dem vom - übrigens selbst sehr sicheren - Hildebrand gehüteten Tor. Nur selbst ein Tor zu schießen, das klappte erst später. Der neue Kapitän Maximilian Faber scheiterte mit einem Penalty (14.) - vorher hatte Wenzel einem Freiburger fix den Puck geklaut und war dann nur noch durch ein Foul zu bremsen.

Es war den Frankfurtern kaum anzumerken, dass ihre Vorbereitung zwischenzeitlich von mehreren Coronafällen in der doch stärker umgebauten Mannschaft gestört worden war. Ihre Kombinationen liefen schon recht flüssig, besonders in der starken zweiten Sturmreihe mit den neuen Deutsch-Kanadiern Schwartz, Dylan Wruck und Ryon Moser. Zwischendrin wurde es kurz ein etwas zäherer Kampf, bisweilen fehlte das allerletzte Quäntchen Gefährlichkeit, auch in eigenen Überzahlzeiten, die sich bald einstellten. Doch dann wurde das reife, geduldige Auftreten belohnt, gegen Ende des zweiten Drittels: Im vierten Powerplay nutzte MacMillan, der nebenbei fast alle seiner Bullys gewann, einen klugen Querpass von Matt Carey - zwei weitere Neuzugänge, die das Löwen-Spiel prompt prägten.

"Es war lange ein enges Spiel", befand Subr. "Aber als wir in Führung gegangen sind, haben wir sie nicht mehr herankommen lassen." Das Ringen wurde noch einmal heftiger, auch Hildebrand im Löwen-Tor gefordert. Wenzel und Schwartz sorgten aber für klare Verhältnisse. Da verstummte der Freiburger Hexenkessel, erstmals nach eineinhalb Corona-Jahren wieder zu einem Pflichtspiel mit Zuschauern gefüllt, 1650 an der Zahl. "Es war toll, wieder vor Fans zu spielen", sagte Franz-David Fritzmeier. Am Sonntag am Ratsweg dann auch wieder daheim vor den eigenen, endlich - nach einem Löwen-Auftakt, der gleich Lust auf mehr gemacht hat.

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