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Eishockey

Löwen Frankfurt: Erfolg in der Extraschicht

Lange verunsicherte Eishockey-Löwen gewinnen im Penaltyschießen gegen die Lausitzer Füchse. Die Derby-Niederlage wirkt aber noch nach.

Frankfurt.Bevor die von Jimmy Hertel angeführte Ehrenrunde an den Banden der Eissporthalle am Ratsweg entlang gestartet werden konnte, war eine Extraschicht nötig gewesen, schon wieder: Zwei Tage nach dem in der Verlängerung verlorenen Derby beim EC Bad Nauheim mussten die Frankfurter Löwen auch gegen die Lausitzer Füchse länger auf dem Eis bleiben, das hatten sie sich auch wieder selbst zuzuschreiben. War die Niederlage in der Wetterau mehr als ärgerlich gewesen, weil man da einen Drei-Tore-Vorsprung verspielt hatte, gab es am Sonntag immerhin ein glückliches Ende: Gegen die Lausitzer Füchse siegte der Eishockey-Zweitligist mit 4:3 (0:1, 0:0, 2:1/1:0) nach Penaltyschießen, die Leistung indes ließ vor 3340 Zuschauern lange zu wünschen übrig.

"Es war von beiden Seiten kein gutes Spiel, obwohl beide gute Mannschaften haben", urteilte Sportdirektor Franz-David Fritzmeier. "Am Ende war es wichtig, dass wir zwei Punkte geholt haben. Wir wissen, dass wir uns steigern müssen, es ist aber auch noch früh in der Saison." Eine Löwen-Erkenntnis lieferte dieser vierte DEL-2-Spieltag obendrein: Sie haben neben Patrick Klein noch einen zweiten Torhüter, auf Verlass ist. "Er hat fantastisch gehalten", lobte Coach Marko Raita Neuzugang Hertel, der bei der ersten Bewährungschance mit zwei parierten Penaltys schließlich gar Held des Abends wurde.

Den Kollegen hingegen waren Nachwirkungen des schmerzhaften Wetterau-Besuchs schon anzumerken gewesen. Gewiss lag es auch an der Verunsicherung in Folge des Freitags, dass bei den Löwen lange wenig zusammenlief. Dieses zweite Heimspiel war zwar nicht ganz so katastrophal wie das Mitteldrittel des ersten Saison-Termins am Ratsweg eine Woche zuvor, bei der letztlich doch gewonnenen Begegnung mit den Heilbronner Falken, aber doch ein zerfahrenes Spiel.

Während der EC Bad Nauheim am Sonntag ein 4:2 (2:2, 1:0, 1:1) bei den Eispiraten Crimmitschau nachlegte, drohte den Frankfurtern so die nächste Niederlage. Als sie nach dem frühen 0:1 durch Ondrej Pozivil (10.) durch Robert Farmer zu Beginn des letzten Abschnitts (42.) ein zweites Tor kassierten, wirkte das aber wie ein Weckruf: 31 Sekunden später verkürzte ihr junger Stürmer Luis Schinko auf 1:2, und als sich Ex-Löwe Joel Keussen einen Stammplatz auf der Strafbank einrichtete, glich Roope Ranta aus (48.). Eduard Lewandowski traf dann auch (58.), doch in Unterzahl fiel 53 Sekunden vor Schluss noch das 3:3 durch Darcy Murphy - ehe die erfolgreichen Schützen Lewandowski und Schinko mit Torwart Hertels Hilfe die Angelegenheit mit Penaltys entschieden.

Von Markus Katzenbach

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