Löwen Frankfurt

2:1 gegen Kassel: Neue Besen kehren besser

Dass bei diesem Sieg an der Bande Sportdirektor Fritzmeier stand, kam kurzfristig zustande. Am Freitag, unmittelbar nach dem 4:7 in Kassel, haben die Löwen auf die enttäuschenden Auftritte der letzten Wochen – nur ein Sieg bei sechs Niederlagen – reagiert und sich mit sofortiger Wirkung von ihrem Coach Paul Gardner getrennt. Ausschlaggebend waren neben den schwachen Auftritten auch einige in der Presse getätigten Aussagen des 62-jährigen Kanadiers („Wir können nur offensiv spielen“ oder „Ich glaube nicht, dass ich nächste Saison hier bin. Mit mir hat keiner gesprochen.“). Zu den Gründen erklärte Löwen-Geschäftsführer Stefan Krämer: „Paul ist ein guter Typ, aber zum Schluss wirkte er hilflos. Als ich ihm die Entscheidung am Samstagmorgen mitgeteilt hatte, wirkte er richtig erleichtert. Nachdem wir nun eine sehr herausfordernde Situation haben, möchten wir mit diesem Impuls alles versuchen, um die Serie umzubiegen.“

Dass bei diesem Sieg an der Bande Sportdirektor Fritzmeier stand, kam kurzfristig zustande. Am Freitag, unmittelbar nach dem 4:7 in Kassel, haben die Löwen auf die enttäuschenden Auftritte der letzten Wochen – nur ein Sieg bei sechs Niederlagen – reagiert und sich mit sofortiger Wirkung von ihrem Coach Paul Gardner getrennt. Ausschlaggebend waren neben den schwachen Auftritten auch einige in der Presse getätigten Aussagen des 62-jährigen Kanadiers („Wir können nur offensiv spielen“ oder „Ich glaube nicht, dass ich nächste Saison hier bin. Mit mir hat keiner gesprochen.“). Zu den Gründen erklärte Löwen-Geschäftsführer Stefan Krämer: „Paul ist ein guter Typ, aber zum Schluss wirkte er hilflos. Als ich ihm die Entscheidung am Samstagmorgen mitgeteilt hatte, wirkte er richtig erleichtert. Nachdem wir nun eine sehr herausfordernde Situation haben, möchten wir mit diesem Impuls alles versuchen, um die Serie umzubiegen.“

Die Fans in der mit 6700 Besuchern ausverkauften Halle bereiteten ihrer Mannschaft einen begeisterten Empfang. Das Vertrauen war ungebrochen. Und wie dankte es die Mannschaft? Mit einer kämpferisch starken Leistung auf dem Eis. Personell hat Fritzmeier angesichts nur eines Tages für die Vorbereitung mit dem Team nichts verändert. Nur taktisch. Die Frankfurter checkten mit zwei Mann vor. Es wurde weniger aus unmöglichen Winkeln geballert, man versuchte mit langen, einfachen Pässen schnell nach vorne zu kommen. Die Defensive funktionierte. Wichtig war: Im Gegensatz zu vorher gab es auch eine Absicherung nach hinten. Und weniger Strafzeiten.

Das frühe 1:0 hatte damit jedoch nichts zu tun. Die Huskies haben zu umständlich gewechselt, Eric Stephan spielte einen langen Steilpass zum Kölner Förderlizenzspieler Dani Bindels. Der U20-Nationalspieler vollendete seinen Sololauf eiskalt (4.). Das mögliche 2:0 vergab der soeben von der Strafbank gekommene Clarke Breitkreuz, der mit seinem Schuss  Markus Keller nicht überwinden konnte (9.).

Kassel hatte im ersten Derittel mit Ausnahme eines Pfostenschusses im Powerplay (Jens Meilleur) kaum etwas zu bieten. Das 1:1 war ein typischer Karjalainen-Fehler. Der finnische Keeper ließ den Puck nach vorne abprallen. Kevin Maginot bedankte sich mit dem geschenkten Ausgleichstreffer (16).

24 Sekunden vor der Sirene gingen die Löwen allerdings wieder in Führung. Nach einer wunderschönen Kombination im Powerplay. Nils Liesegang fand am kurzen Pfosten Brett Breitkreuz, der spielte quer zu Matt Pistilli, der direkt einnetzte.

Im zweiten Drittel musste Lukas Koziol verletzt raus. Frankfurt spielte nur noch mit drei Reihen, eine davon aus Förderlizenzspielern zusammengestellt. Die Nordhessen drehten auf, übernahmen mit schnellen Angriffen die Initiative. Fritzmeier reagierte, nahm taktisch eine Auszeit (30). Danach stand sein Team hinten besser, nach vorne ging in dem mittleren Spielabschnitt aber selbst in Überzahl nichts.

Die Kräfte schwanden. Die Löwen kämpften um jeden Meter. Es schien nur eine Frage der Zeit sein, bis der Ausgleich fallen würde. Doch dann wurden die letzten Kraftreserven mobilisiert. Nicht zuletzt dank des nun starken Karjalainen hielt man dem Druck stand. Als dreieinhalb Minuten vor Schluss der Kasseler Sam Povorozniouk fünf Minuten plus Spieldauerdisziplinarstrafe bekam, war die Partie gelaufen. „Es war ein sehr intensives, gutes Spiel, in dem sich die Mannschaft ihren Mut für den Rest der Serie holte“, sagte Fritzmeier. „Jeder war bereit, alles dafür zu geben, damit wir gewinnen. Die Spieler haben es geschafft, dass der Funke auf die Fans übersprang. Diese haben für eine unglaubliche Atmosphäre gesorgt.“

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