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Harte Arbeit vor dem Bad Nauheimer Tor mit Ex-Löwe Felix Bick: Stephen MacAulay (rechts) und Co. versuchen, die Scheibe über die Linie zu drücken. 

Eishockey

Glücklichere Löwen im Penaltyschießen

Frankfurt entscheidet das DEL2-Derby in Bad Nauheim mit 3:2 für sich.

Bad Nauheim – Für die Frankfurter Löwen war es ein bislang eher selten erlebtes Erfolgserlebnis in der Nachbarschaft, für den EC Bad Nauheim immerhin der erste Punktgewinn im dritten Spiel für das neue Trainerduo Harry Lange/Patrick Strauch. Auch wenn die 2:3-Derbyniederlage der Wetterauer gegen die Löwen am Montagabend dennoch weh getan haben dürfte – schließlich verpassten die „Roten Teufel“ das glücklichere Ende, in einem Spiel der Deutschen Eishockey-Liga 2, das keinen Sieger verdient gehabt hatte.

Freddy Cabana und Luis Üffing mit seinem ersten Profi-Tor hatten die Gastgeber zweimal in Führung gebracht, Alexej Dmitriev und Marius Erk zweimal ausgeglichen, ehe Kapitän Adam Mitchell den entscheidenden Penalty versenkte.

„Das war ein hartes Stück Arbeit heute, aber ich muss meiner Mannschaft gratulieren. Wir hatten elf Spiele in 22 Tagen und haben davon neun gewonnen“, sagte Löwen-Trainer Franz-David Fritzmeier. „Ich hätte mir gewünscht, dass ein paar Fans mit uns hier gewesen wären, um den Derbysieg zu feiern – schließlich haben wir schon lange nicht mehr in Bad Nauheim gewonnen.“

Während die Hausherren auf Marvin Ratmann, der bei Kooperationspartner Kölner Haie weilte, sowie Langzeitausfall Marc El-Sayed verzichten mussten, hatten die Frankfurter unter anderem erneut den Ausfall von gleich drei (!) Kontingentspielern sowie den jüngst infolge einer Corona-Infektion erkrankten Martin Buchwieser zu verkraften.

Im Gegensatz zu den ersten beiden Begegnungen der laufenden Spielzeit, in der die Nauheimer und die Frankfurter je einen klaren Heimsieg gefeiert hatten, entwickelte sich eine über 65 Minuten gutklassige und spannende Partie.

Nachdem Kelsey Tessier (6.) sowie Jamie Arniel (8., 11.) gute Chancen ausgelassen hatten, traf Cabana, der sich clever in der neutralen Zone abgesetzt hatte und vor Löwen-Keeper Bastian Kucis cool blieb, zum 1:0 (15.). Auch das 1:1 deutete sich an: Die Löwen machten infolge des Rückstands mehr Druck, hatten einige Abschlüsse, unter anderem mussten die „Teufel“ mit Mann und Maus ihr Tor für den bereits am Boden liegenden Keeper Felix Bick gegen Eduard Lewandowski verteidigen (22.), ehe Alexej Dmitriev nach Pass von Manuel Strodel einschob (25.). Nachdem je eine Konterchance – Stefan Reiter für Bad Nauheim sowie Lewandowski und Luis Schinko für Frankfurt – vergeben waren, traf Üffing nach tollem Forecheck von Förderlizenzkollege Mick Köhler zum 2:1 (38.).

Köhler hätte im Schlussabschnitt seine gute Leistung mit dem 3:1 veredeln können, doch nach einer Puckeroberung blieb Kucis diesmal Sieger (47.).

Anders auf der Gegenseite: Die Löwen kombinierten sehenswert aus der eigenen Zone auf Erk, der in der Mitte nur noch einschieben musste (52.).

Eine Minute vor Schluss verpassten Andreas Pauli und Arniel auf der Gegenseite das 3:2 nur knapp (59.) und auch in der Verlängerung, als Hohmann und Arniel den Bad Nauheimer Sieg auf dem Schläger hatten, war bei Kucis erneut Endstation (61.) – ebenso wie auf der Gegenseite, als Bick gegen Ex-Teamkollegen Manuel Strodel cool blieb (63.).

Im Penaltyschießen trafen dann Cabana und Lewandowski, während Arniel und Pauli sowie Dmitriev vergaben, so dass Löwen-Kapitän Mitchell, der mangels Alternativen erneut in der Verteidigung aufgelaufen war, die Entscheidung besorgte.

phk

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