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Heiß auf den nächsten Löwen-Schritt

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Von: Markus Katzenbach

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Rasches Wiedersehen am Ratsweg: Löwen-Stürmer Dylan Wruck (links) und der Heilbronner Valentino Klos waren dort am 5. März erst aufeinandergetroffen.
Rasches Wiedersehen am Ratsweg: Löwen-Stürmer Dylan Wruck (links) und der Heilbronner Valentino Klos waren dort am 5. März erst aufeinandergetroffen. © Nadine Roith/Jan Huebner

Die nächste Etappe auf dem Weg zum großen Aufstiegs-Ziel: Im Halbfinale der DEL 2 trifft Frankfurt auf die Heilbronner Falken.

Frankfurt -Franz-David Fritzmeier hatte für seinen Sonntagsausflug die richtige Adresse gewählt. Statt sich in der Nachbarschaft mit dem brisanten Hessen-Duell zwischen dem EC Bad Nauheim und den Kassel Huskies die andere bis dahin noch offene Viertelfinalserie der DEL 2 vor Ort anzuschauen, nahm er die eineinhalb Autostunden nach Heilbronn auf sich, um in der hiesigen Eishalle am Europaplatz die heimischen Falken gegen die Dresdner Eislöwen anzuschauen - und fand dort schließlich auch den Halbfinalgegner für seine Frankfurter Löwen vor: Ab dem ersten Treffen an diesem Donnerstag (19.30 Uhr) daheim in der Eissporthalle am Ratsweg geht es für sie nun gegen die Heilbronner Falken in einer Best-of-Seven-Serie um den Einzug ins Finale der zweiten Klasse des deutschen Eishockeys.

"Heilbronn ist eine kampfstarke Mannschaft mit einigen erfahrenen Veteranen und vielen jungen Spielern. Wir dürfen sie definitiv nicht unterschätzen", weiß der Frankfurter Sportdirektor Fritzmeier nicht erst aus eigener Anschauung vom Sonntag und gleichzeitig auch um die Favoritenrolle der Seinen. Heilbronn findet sich erstmals seit 14 Jahren wieder in einem Zweitliga-Halbfinale wieder, als etwas überraschender Gast - während sich die Löwen in diesen Gefilden auskennen und nichts weniger als Meisterschaft und Aufstieg anpeilen.

Die Vorfreude auf den nächsten Schritt zu diesem Traumziel steigt. "Dafür spielt man das ganze Jahr", sagt Fritzmeier über die spezielle Play-off-Stimmung. Worauf es ankommt? "Wir müssen direkt bereit sein und ihnen von Anfang an zeigen, dass es nichts zu holen gibt", nennt der Manager als Marschroute. "Heilbronn wird viel laufen und hart spielen. Da müssen wir ruhig bleiben, dagegenhalten und unsere Klasse ausspielen. Dann sind wir die bessere Mannschaft."

So wie im Viertelfinale, als die Löwen gegen den EHC Freiburg auf schnellstem Weg weiterzogen: vier Spiele, vier Siege. "Das war schon sehr konzentriert", resümiert Fritzmeier und fordert. "Jetzt müssen wir noch eine Schippe drauflegen." Und erstmal wieder richtig hochschalten: Der rasche Erfolg verschaffte den Löwen acht spielfreie Tage. "In den Urlaubsmodus hat aber keiner geschaltet. Die Jungs sind alle heiß, dass es weitergeht", sagt Fritzmeier. Gegen einen Gegner, der nach der Hauptrunde im Dauereinsatz geblieben ist: Erst das mit 2:1 Siegen gewonnene Duell mit dem EV Landshut um einen der letzten beiden Plätze im Viertelfinale, dort dann ein Serienerfolg mit 4:2 Siegen gegen Dresden - neun Spiele in 19 Tagen. Während die Löwen nur die vier Termine gegen Freiburg in den Beinen haben. Ein Vorteil?

"Sie haben sicher Körner gelassen, es waren harte Serien", meint Fritzmeier. "Aber gleichzeitig holen die Spieler in solchen Situationen immer noch etwas aus sich heraus, und Heilbronn ist eine fitte Mannschaft. Ich glaube nicht, dass das eine Rolle spielt."

Da vertraut man dann mehr noch auf die eigene Stärke. Nicht von ungefähr, das Aufstiegsprojekt verläuft bislang nach Plan. Die Löwen waren schon Erster der Hauptrunde, als solcher bekommen sie es mit dem der Tabelle nach schlechtesten Team der Punktspiele zu tun - den siebtplatzierten Heilbronnern, nach ihrem Coup gegen Dresden.

Maßgeblich daran beteiligt: Jeremy Williams, Top-Scorer der Falken mit langjähriger DEL-Erfahrung, ein auch für die Löwen vor der Saison sehr interessanter Spieler. Er beweist seinen Wert in Heilbronn als einer von mehreren hochqualifizierten Führungskräften, die in Heilbronn die vielen jungen Spieler anleiten sollen, über die man dank der Kooperation mit dem Renommierclub Adler Mannheim verfügt.

Die Löwen wiederum können sich auf volle und gut besetzte Reihen stützen, selbst wenn noch nicht sicher ist, ob alle einsatzfähig sind. "Wir werden es weiterhin so halten, dass niemand spielt, der nicht hundertprozentig fit ist", bekennt Fritzmeier. Möglich, dass wie im Viertelfinale Bobby Raymond und Ryon Moser geschont werden und sich an der Aufstellung nicht viel ändert.

Vier Siege braucht es jetzt auch wieder. Wie gegen Freiburg, wie gegen Heilbronn in der Hauptrunde. 5:3, 6:3, 5:3, 1:0 nach Verlängerung am 5. März, im vorletzten Punktspiel. Ob es wieder so schnell weiter geht? Franz-David Fritzmeier mahnt: "Es waren alles enge Spiele." Sicher ist: Am Samstag führt ihn der Weg wieder an den Heilbronner Europaplatz, zum zweiten Treffen der Serie. Diesmal mit allen Löwen. Für den nächsten Schritt zum Traumziel.

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