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Hildebrand lässt die Grizzlys verzweifeln

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Von: Markus Katzenbach

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Wieder im Powerplay erfolgreich: David Elsner setzt seine Trefferserie als Ranford-Ersatz fort.
Wieder im Powerplay erfolgreich: David Elsner setzt seine Trefferserie als Ranford-Ersatz fort. © © PuckpixbySteph

Nicht zuletzt dank ihres Goalies gelingt den Löwen ein erneuter Coup beim DEL-Spitzenteam Wolfsburg - trotz weiterer Ausfälle. Das Sturm-Personal wird knapp, Verstärkung aber ist in Sicht.

Frankfurt -Jake Hildebrand lag schon platt am Boden, mit dem Bauch auf dem Eis, doch auch in dieser undankbaren Lage war der Goalie der Frankfurter Löwen nicht zu überwinden - irgendwie brachte er noch die linke Pranke nach oben, wischte den Schuss aus kurzer Distanz zur Seite. Und trieb die Stürmer der Grizzlys Wolfsburg einmal mehr an diesem Freitagabend zur Verzweiflung. Fast schon klar, dass er auch den entscheidenden Penalty hielt: Nach dem Shootout hatten die Aufsteiger in die erste Klasse des deutschen Eishockey mit 2:1 (0:0, 1:0, 0:1/1:0) in Wolfsburg gewonnen, schon zum zweiten Mal.

„Wir kämpfen im Moment ziemlich hart, einige Jungs fehlen, andere stehen viel mehr auf dem Eis. Das war ein großartiger Teamerfolg“, sagte Hildebrand, der beim Schussverhältnis von 52:81 viel zu halten bekam und seinen Anteil an der neuerlichen Überraschung in Wolfsburg doch nicht zu hoch hängen wollte.

Mit dem 5:2 vom 16. September war den Löwen dort zum DEL-Auftakt gleich ein Coup geglückt, zum Beginn erfolgreicher ersten Saisonwochen, als Neuling bei einem stabilen Top-Vier-Kandidaten. Diesmal war die Aufgabe wegen einiger Ausfälle fast noch schwieriger. Neben Brendan Ranford und Rylan Schwartz, die wohl zwei Monate fehlen, konnte auch Ryon Moser erkrankt nur zuschauen - für ihn rückte Abwehrspieler Simon Sezemsky aushilfshalber in den Angriff. Zudem mischte Brett Breitkreuz gegen Ende der Partie nicht mehr mit, offenbar ebenfalls angeschlagen. Das Sturm-Personal wird knapp, Verstärkung aber ist in Sicht: Dem Vernehmen nach stehen die Löwen vor der Verpflichtung des US-Amerikaners Jerry D’Amigo - mit 31 NHL-Einsätzen, zwei DEL-Jahren beim ERC Ingolstadt und zuletzt einer Saison in Düsseldorf im Lebenslauf.

Vorerst schoss David Elsner als Ranford-Ersatz im dritten Spiel in der Paradereihe sein drittes Tor, wie beim 5:4 am Dienstag gegen Bietigheim im Powerplay (37.). Einmal war Hildebrand doch geschlagen, von Nolan Zajac (44.), zum Wolfsburger 1:1. Bokk, Rowney und Sezemsky aber verwandelten später Penaltys und sicherten Frankfurt einen zweiten Zähler für den Abend - der 29. aus 17 Spielen, als Tabellenfünfter weiter knapp vor Wolfsburg. Am Sonntag (19 Uhr) kommt Jerry D’Amigos ehemaliger Verein aus Ingolstadt noch einmal am Ratsweg zu Besuch, als aktueller Tabellenzweiter. Und dann beginnt eine Deutschland-Cup-Pause, die wohlverdient zur rechten Löwen-Zeit kommt.

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