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Kampfgeist bis zur letzten Sekunde

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Von: Michael Löffler

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Den Rekord einer Löwen-Legende im Blick: Brendan Ranford.
Den Rekord einer Löwen-Legende im Blick: Brendan Ranford. © © PuckpixbySteph

Die Löwen profitieren in Düsseldorf von ihrer tollen Moral und der Unterstützung ihrer Fans

Frankfurt -Diese Busfahrt nach Düsseldorf lohnte sich für die mehr als 1000 Löwen-Fans: Dank eines starken Schlussdrittels gewann das Frankfurter Eishockey-Team bei der DEG 4:2 (0:0, 0:1, 4:1). Mit den sechs Punkten aus diesem Wochenende - am Freitag war schon Nürnberg mit 5:3 bezwungen worden - schoben sich die Löwen in der DEL-Tabelle auf Platz vier vor.

Den Grundstein zum Sieg legte Torwart Jake Hildebrand mit einer famosen Leistung im ersten Drittel, das von der DEG auch wegen der vielen Strafzeiten der Löwen dominiert wurde. Den Rest besorgten die Gäste mit ihrem Kampfgeist und der überragenden ersten Reihe. Supertechniker Carter Rowney ist der Kopf, Dominik Bokk die Rakete und der bullige Brendan Ranford der Unruheherd. Gemeinsam kommt das Trio auf 49 Scorerpunkte. „Wir greifen den Gegner schon früh an, lassen ihn nicht das Spiel aufbauen, erobern damit viele Pucks. So bekommen wir unsere Tore“, erklärt Bokk. Ranford, der zum Ausgleichtreffer von Bokk den Pass gab und das 3:1 selbst erzielte, kann im nächsten Match den DEL-Rekord der Frankfurter Legende Pat Lebeau einstellen, der in 14 Partien in Folge scorte. Branford punktete bereits in 13 Spielen, führt mit je neun Toren und Assists auch die aktuelle Scorer-Wertung an. Die beiden restlichen Treffer erzielte am Sonntag Brett Breitkreuz, jeweils nach Vorarbeit von Rylan Schwartz, wobei der zweite Treffer ein Tor ins verwaiste Gehäuse 13 Sekunden vor der Sirene war.

Der Sieg war absolut verdient. „Wir spielen einfaches Eishockey, bringen die Scheibe vors gegnerische Tor“, sagte dazu Bokk. „Unsere Fans waren eine Extra-Motivation“, betonte hingegen Sportdirektor Franz-David Fritzmeier. „Das erste Drittel war nicht gut, aber danach wurden wir immer besser, haben uns Chancen erspielt, im zweiten Abschnitt zweimal die Torstange getroffen. Im Schlussdrittel haben wir dann zugeschlagen. Die Jungs haben wieder gezeigt, wie gut sie gemeinsam kämpfen können.“

Dass die Löwen im Schlussdrittel einmal mehr ein Spiel drehen konnten, ist kein Zufall. 21:12 Tore lautet ihre Bilanz im Schlussdrittel. „Ich führe die erfolgreiche Aufholjagd auf unsere Kampfmoral zurück. Es gibt Teams, die wie die Feuerwehr loslegen, sich nach 40 oder 50 Minuten aber zufrieden zurücklehnen, einen Gang herausnehmen. So etwas gibt es bei uns nicht. Wir kämpfen vom Eröffnungsbully an bis zur letzten Sekunde“, sagte Stürmer Magnus Eisenmenger.

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