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Eishockey

Löwen-Dämpfer bei den Namensvettern

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Auf den Frankfurter Sieg im Spitzenspiel der DEL 2 gegen Kassel folgt ein 3:4 in Dresden. Am Dienstag geht es schon wieder weiter - diesmal mit einem Besuch bei den Huskies.

Frankfurt-Bevor es zurück auf die lange Heimfahrt zurück aus Sachsen ging, haderte Dominik Meisinger noch etwas mit dem Ergebnis dieser Dienstreise. "Hier wäre mehr drin gewesen", urteilte der Stürmer der Frankfurter Löwen über das 3:4 (0:2, 2:1, 1:1) bei den Dresdner Eislöwen. Mit einem durchaus möglichen Sieg hätte sich der Meisterschaftsanwärter in der zweiten Klasse des deutschen Eishockeys im immer dichteren Tabellengedrängel weiter in Richtung Spitze geschoben. So aber mussten die Frankfurter Gäste gestern einen Dämpfer in ihrem Aufwärtstrend hinnehmen.

"Wir sind nach einem schwachen ersten Drittel gut zurück gekommen und haben verdient ausgeglichen. Nach dem erneuten Rückstand ist uns das dann trotz zahlreicher Chancen nicht mehr gelungen", fasste Meisinger das Geschehen zusammen.

Tatsächlich hatten die Löwen, die am Freitagabend noch einen knappen 4:3-Sieg im anspruchsvollen und umkämpften DEL-2-Spitzenspiel gegen die Hessenrivalen von den Kassel Huskies gefeiert hatten, wohl erst noch die gut 450 Kilometer lange Bus-Anreise in den Beinen. Durch Thomas Piehlmeier (2.) und Jordan Knackstedt (10.) führte Dresden früh 2:0, auch Jimmy Hertel sah da nicht gut aus: Der Torwart wollte Knackstedts harmlosen Schuss mit der Kelle zur Seite fegen, schlug jedoch am Puck vorbei und ließ diesen zwischen den Schlittschuhen durchgleiten.

Im zweiten Abschnitt indes zogen die hessischen Löwen mit ihren sächsischen Namensvettern gleich, dank Mike Mieskowski (25.) und Eduard Lewandowski (35.), und waren drauf und dran, selbst vorzulegen. Stattdessen aber traf dann Dale Mitchell fünf Sekunden vor der zweiten Pause für den um die erneute Teilnahme an den Play-offs kämpfenden Halbfinalgegner der vorigen Saison, wie aus dem Nichts, und Petr Pohl zwei Minuten danach auch. Der späte Frankfurter Anschlusstreffer durch Max Faber (56.) war so zu wenig.

Der EC Bad Nauheim wiederum verpasste es, das auszunutzen und nach Punkten mit den viertplatzierten Nachbarn gleichzuziehen: Die Roten Teufel unterlagen den Tölzer Löwen 1:2 (1:0, 0:1, 0:0/0:1) nach Penaltyschießen. Für sie geht es bereits am Dienstag (19.30 Uhr) gegen Bietigheim weiter, die Löwen haben ein rasches Wiedersehen mit den Huskies - diesmal beim Spitzenreiter in Kassel.

Ob Steven Delisle dann wieder mitmischen kann, ist fraglich. Headcoach Matti Tiilikainen hatte nach dem ersten Huskies-Duell gehofft, dass die am Freitag erlittene Verletzung des Verteidigers nicht so schlimm sein würde, eine Untersuchung soll das heute klären. Die frustrierende Dresden-Fahrt indes verpasste Delisle schon einmal, notgedrungen.

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