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Lange konnte sich Dominik Meisinger nur hinter der Bande auf dem Hometrainer fit halten, jetzt darf er endlich wieder aufs Eis.

Eishockey

Dominik Meisinger: Endlich wieder voll dabei

Die Löwen Frankfurt greifen auch in der Saison 2019/2020 wieder in der DEL2 an. Dabei ermöglichen sie exklusiv für FNP.de einen Blick hinter die Kulissen. Jede Woche erzählt ein anderer Löwe von dem, was auf dem Eis, in der Kabine oder ganz privat los ist - diesmal Dominik Meisinger.

Liebe FNP-Leser, liebe Löwen-Fans,

dieser Freitag wird ein besonderer Tag. Ja, wir spielen gegen Bietigheim. Und Spiele gegen die Steelers sind immer sehr spannend und intensiv. Aber für mich persönlich gibt es einen völlig anderen Grund, warum es ein besonderer Tag sein wird. Denn endlich (!) darf ich wieder mitspielen.

Wer es nicht mitbekommen haben sollte, mich hat das Verletzungspech eingeholt – mal wieder. Denn erneut musste ich den Saisonstart aussetzen. Bei einem der letzten Testspiele habe ich mich am Knie verletzt gehabt. Das war ein herber Schlag in den Nacken. Denn wie schon erwähnt, fehlte ich nicht zum ersten Mal zum Saisonbeginn.

Auch wenn ich in dem Thema schon ein „alter Hase“ bin, nimmt einen so eine Sache mit. Da ist man auf jeden Fall ein paar Tage down und fragt sich, warum es einen schon wieder erwischt hat. Aber den Kopf in den Sand stecken und in Selbstmitleid ertrinken? Nicht mit mir!

Zwar ist der Weg zurück aufs Eis auch dieses Mal kein Zuckerschlecken gewesen, aber es bringt rein gar nichts, sich hängen zu lassen. Man muss sich da wieder rausboxen. Und zum Glück habe ich viele großartige Menschen um mich herum – im Team und im Privatleben – die voll hinter mir stehen und mich aufgebaut haben.

Ich habe also hart an meinem Comeback gearbeitet. Ich war beinahe täglich bei der Reha. Aber auch im Fitnessraum der Löwen war ich mehrmals die Woche. Denn nur, weil ich nicht richtig laufen konnte, hieß das noch lange nicht, dass ich nicht andere Körperteile trainieren konnte. Ich habe also viel am Oberkörper gearbeitet und mich wirklich tagtäglich voll reingehangen.

Der letzte Teil des Genesungsprozesses war dann die Rückkehr ins Training. Zu Beginn musste ich mehr oder weniger allein trainieren. Die Beine mussten erst wieder „warm“ werden. Dann ging es mit ins Mannschaftstraining, aber jegliche Zweikämpfe waren untersagt. Damit sich auch die anderen dranhalten, hatte ich ein farbiges Trikot an. So war für alle klar: Hände weg vom Meisinger!

Jetzt bin ich aber endlich wieder voll dabei. Und ich freue mich, am Freitag erstmals in dieser Saison wieder für die Löwen spielen zu dürfen. Beim Gedanken an die Fans, die Stimmung, den ersten Shift auf dem Eis – da bekomme ich gleich Gänsehaut.

Also, ich hoffe wir sehen uns!

Euer Dominik

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