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Eishockey

Lukas Schweizer: Ein gefragter Mann

Die Löwen Frankfurt greifen auch in der Saison 2019/2020 wieder in der DEL2 an. Dabei ermöglichen sie exklusiv für FNP.de einen Blick hinter die Kulissen. Jede Woche erzählt ein anderer Löwe von dem, was auf dem Eis, in der Kabine oder ganz privat los ist - diesmal Physio Lukas Schweizer.

Liebe Leserinnen und Leser der FNP,

nachdem sich in diesem Blog bisher nur Spieler der Löwen zu Wort melden durften, bin ich heute mal an der Reihe. Ich bin Lukas Schweizer, der Physiotherapeut des Teams, und bin bei R2comSport angestellt. Als Physiotherapeut eines Profisportteams hat man eigentlich einen 24-Stunden-Job.

Meine Woche beginnt montags immer äußerst früh. Ich bin meistens einer der ersten in der Eissporthalle. Ich bereite meinen Arbeitsbereich gründlich vor. Denn vor mir liegt nicht nur ein langer Tag – sondern eine lange Woche.

Ich kümmere mich schon vor dem Training um viele Spieler. Sei es Verletzte, die gewissen behandelt werden müssen oder kleinere Blessuren eines Spielers, der gleich aufs Eis gehen wird. Ich lockere die Muskeln der Spieler oder helfe beim Tapen von Knöcheln.

Während des Trainings habe ich immer ein Auge auf das Geschehen auf dem Eis. Dabei geht’s mir weniger um das Spiel und die Übungen. Aber ich muss bereit sein, wenn doch einmal eine Verletzung auftreten sollte. Dann ist es mein Job, mich um den Spieler zu kümmern.

Nach dem Training bin ich erneut ein gefragter Mann. Ich versorge die Blessuren und Wehwehchen der Jungs. Ich bereite sie auf den nächsten Tag vor. Denn meine Arbeit hilft der Regeneration. Wenn die Jungs dann bei mir sind, bekomme ich jede Menge witzige Geschichten zu hören. Die bleiben aber ein Betriebsgeheimnis…

Mein Tag ist dann aber noch immer nicht vorbei. Ich kümmere mich unter anderem auch um eine Vielzahl von Arztterminen für die Spieler. Egal ob ein Termin beim Zahnarzt oder bei der Reha. Fast alle Termine laufen über meinen Schreibtisch. Wer wann wo behandelt wird: Ich habe den Überblick.

Dienstags habe ich meistens frei. Die Spieler ebenso. Der Mittwoch ist ein wenig anders als der Montag. Es ist Wochenmitte. Ich muss also meine Bestände prüfen und gegebenenfalls Medikamente oder Utensilien nachbestellen, damit alles, was wir brauchen, für das Spieltagswochenende vorrätig ist.

Da wir aktuell freitags auswärts spielen, ist der Donnerstag der Tag der Spieltagsvorbereitung. Ich packe also meine sieben Sachen. Ansonsten bin ich natürlich wie gewohnt für alle Spieler zur Stelle.

Am Freitag heißt es nach einem kurzen Training Bus packen und Abfahrt. Am Zielort angekommen, bereite ich meinen mobilen Arbeitsplatz vor und bin wie an den Trainingstagen auch für die Spieler da. Zu meiner Arbeit an Spieltagen gehört auch die Meldung und Erstversorgung von verletzten Spielern. Leider hatte ich hier zuletzt mehr zu tun, als mir lieb ist. Sieben Spieler fehlen uns derzeit.

So viele Ausfälle bedeutet auch Mehrarbeit für mich an Samstagen. Denn am Tag zwischen zwei Spielen gibt es ein leichtes Training und jede Menge Arbeit für mich. Die Jungs, die spielen, müssen fit sein für den Sonntag.

Heimspieltage haben den Vorteil, dass man nicht so früh in die Halle muss. Dennoch bin ich drei Stunden vor Spielbeginn dort. Der Ablauf ist dann ähnlich wie bei Trainings oder Auswärtsspielen. Mit dem Unterschied, dass man dank der grandiosen Kulisse in der Halle mit Gänsehaut arbeitet…

Ich hoffe, viele von euch sind auch kommenden Sonntag wieder vor Ort und unterstützen die Löwen.

Wir freuen uns auf euch!

Euer Lukas Schweizer

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