+
Wie gegen die Ravensburg Towertars konnten die Löwen Frankfurt auch am Freitag gegen Crimmitschau jubeln. 

Eishockey

Gelungener Play-off-Start: Löwen Frankfurt gewinnen 3:1 gegen Crimmitschau

  • schließen

Die Löwen Frankfurt sind am Freitag in die Play-offs gestartet. In der heimische Eishalle konnten die Fans einen 3:1-Sieg ihrer Mannschaft gegen Crimmitschau feiern.

Die Löwen Frankfurt sind in die Play-offs 2019 sensationell stark eingestiegen. Im ersten Viertelfinalspiel der DEL2 bezwangen der Hauptrunden-Primus nach einer konzentrierten Leistung die Eispiraten Crimmitschau 3:1 (2:0, 0:0, 1:1). Um das Halbfinale zu erreichen, werden vier Siege benötigt. Das zweite Match der Serie steigt am Sonntag in Crimmitschau. 

Als überzähliger Ausländer blieb wie schon in den letzten Spielen der Hauptrunde der Finne Antti Kerälä auf der Tribüne. Für ihn spielte in der ersten Reihe zwischen Mathieu Tousigant und Adam Mitchell diesmal Carter Proft. Die anderen Reihe spielten wie gewohnt. „Gefällt mir, was die Jungs zeigen“, sagte Sportdirektor Franz Fritzmeier. In der Tat: Auf dem Eis war der Klassenunterschied deutlich sichtbar. Frankfurt war in allen Belangen überlegen. Die 5031 Zuschauer, die für eine stimmungsvolle Kulisse sorgten, waren begeistert. „Im ersten Drittel hat man die Klasse gesehen, die Frankfurt zum Hauptrundenseiger machte. Danach spielten die Löwen zurückhaltender, waren aber stets sattelfest“, kommentierte das Match der anwesende DEL2-Geschäftsführer René Rudorisch. 

Löwen Frankfurt gehen im ersten Play-off-Spiel gegen Crimmitschau nach fünf Minuten in Führung

Nach einer kurzen Zeit des Beschnupperns gingen die Löwen nach fünfeinhalb Minuten in Führung. Der vor der Partie von René Rudorisch als bester Verteidiger der Liga ausgezeichnete Max Faber schlich sich vors Tor und überwand im Nachschuss Torhüter Brett Kilar. Crimmitschau kam im ersten Spielabschnitt überhaupt nicht zur Geltung, was auch die 14:3-Schüsse aufs Tor untermauerten. 

Selbst als David Skokan für zwei Minuten raus musste (hoher Stock), brauchte Torwart Ilja Andryukhov nicht einmal einzugreifen. Kaum wieder auf dem Eis, zeigte der Slowake ein technisches Kabinettstückchen, doch Kilar verhinderte das mögliche 2:0. Dann wurde Proft hinausgestellt. Das Frankfurter Penaltykilling funktionierte erneut perfekt, mehr als ein harmloser Schuss kam nicht auf das Löwen-Tor. Die Hessen waren körperlich sehr präsent. Faber stoppte Goldhelm mit einem harten Check, der eroberte Puck wanderte zu Mitchell, der sofort weiter zu Carter Proft passte, der sicher verwandelte (18.). 

Auch in den zweiten 20 Minuten waren die Löwen die deutlich bessere Mannschaft. Die Leichtigkeit aus dem ersten Drittel war aber dahin. Faber fungierte als perfekter Vorbereiter, der Matthew Pistilli einen Alleingang aufs Tor ermöglichte, doch Kilar „killte“ hervorragend die Chance.

Löwen Frankfurt: 20 Sekunden vor Schluss  erzielt Crimmitschau das 3:1

Die nächste gute Torgelegenheit bereitete Faber mit einem weiteren klugen Pass im Powerplay, doch die Chance blieb ebenso ungenutzt wie weitere während der insgesamt vierminütigen Überzahl. Das Schussverhältnis von 15:6 bestätigte aber, dass die Frankfurter auch im zweiten Drittel überlegen waren. Ähnlich lief es im Schlussdrittel. Wieder durften die Löwen vier Minuten lang in Überzahl agieren, wiederum erfolgslos. Weil zu statisch, zu einfallslos. An der Überlegenheit änderte es allerdings nichts. Gefahr, das Match zu verlieren, bestand trotz der verlorenen spielerischen Linie nie! 

Drei Minuten vor der Sirene verließ Kilar sein Tor. Die sechs Eispiraten verloren die Scheibe, Ed Lewandowski bestrafte dies mit dem 3:0. 20 Sekunden vor Schluss erzielte für die immer noch mit sechs Feldspielern ohne Torwart operierenden Westsachsen Vincent Schlenkner den Ehrentreffer zum 3:1-Endstand.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare