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Zwei Löwen, ein Frankfurter Original: Marius Erk (li.) und Adam Mitchell tragen zum Besuch bei Frau Rauscher das Play-off-Trikot.

Eishockey

Löwen Frankfurt: Das Trikot für die Play-offs ist in einem Wettbewerb der Fans entstanden

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Die Ausscheidungsspiele um den DEL-2-Titel beginnen am 15. März. Das Löwen-Outfit dafür hat ein Fan entworfen - und das freut auch Frau Rauscher.

Auf die ganz heiße Phase müssen die Frankfurter Löwen noch ein bisschen warten – davor steht ein freies Wochenende an und das Warten auf den Gegner. Die richtige Arbeitskleidung dafür aber haben sie schon jetzt. Gestern stellte der Eishockey-Zweitligist sein Trikot für die Play-off-Spiele vor, kein ganz gewöhnliches: Entstanden ist es in einem Wettbewerb der Fans. „Ich fand es von Anfang an schön. Aber je länger man es trägt, umso besser fühlt es sich an“, sagte Löwen-Verteidiger Marius Erk, der dazu am Dienstag erstmals die Gelegenheit hatte – bei einem Apfelweinlokal-Termin bei „Frau Rauscher“ in der Klappergass’ in Alt-Sachsenhausen, ein passend zum Anlass ausgewählter Ort.

Arm in Arm mit einem echten Frankfurter Original trugen Erk und Kapitän Adam Mitchell den Sieger-Entwurf zur Schau. Und Frau Rauscher? Die hat nicht nur längst ihr eigenes Lied, sondern nun auch ein Eishockey-Trikot: Auf dem überwiegend in verschiedenen Grautönen gehaltenen Löwen-Leibchen ist links ihr Schattenriss verewigt, rechts ein Apfelweinglas in typisch gerippter Form. Und dazwischen der bekannte Löwen-Kopf.

Lukas Meige hat’s designt

„Frau Rauscher und der Apfelwein stehen für Frankfurt und damit auch für die Löwen“, erklärte Gewinner Lukas Meige seine Design-Idee – das hörte auch Marianne Boss gerne, als Verkörperung der legendären Figur. Der 25 Jahre alte Löwen-Fan Meige konnte indes nur eine Videobotschaft in die Klappergass’ übermitteln: Er arbeitet in Ravensburg, ausgerechnet – der Heimat eines der größten Konkurrenten im Titelkampf der DEL 2. Und konnte sich für den Besuch bei „Frau Rauscher“ nicht von dort loseisen. Unter rund 80 eingereichten Vorschlägen hatte seiner das Rennen gemacht, in einem Verfahren auf mehreren Ebenen.

Am Ende stimmten die Anhänger im Internet darüber ab. Zuvor hatten Fanvertreter eine erste Auswahl getroffen, und eine Jury ebenso, der auch Kapitän Mitchel angehörte. „Manche Vorschläge waren mir ein bisschen zu wild. Aber das ist ein sehr gutes Trikot für die Play-offs“, war er zufrieden. So wie Marius Erk: „Wir haben das in der Mannschaft schon verfolgt, damit nichts schiefgeht“, berichtete der einzige gebürtige Frankfurter im aktuellen Löwen-Jahrgang, mit einem Augenzwinkern. Die Puckjäger beteiligten sich fleißig an der Wahl, Erk stimmte selbst für das Sieger-Outfit.

Das richtige „Stöffche“ gibt es bei Frau Rauscher sonst in Apfelweinform, die Löwen haben dort ihren Stoff für die Verwirklichung von Meister-Träumen gefunden. Am 15. März beginnt die Viertelfinalserie mit einem Heimspiel am Ratsweg. Der Gegner kommt aus den Duellen in den Pre-Play-offs. In Frage kommen Crimmitschau, Heilbronn und Dresden. So oder so: Adam Mitchell ist schon voller Vorfreude. „Eishockey in den Play-offs ist der beste Sport in der ganzen Welt“, schwärmte der Kapitän, mit dem Frau-Rauscher-Trikot schon auf dem Leib.

(mka)

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