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Eishockey

Löwen Frankfurt triumphieren mit 5:1 über die Lausitzer Füchse

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Mit einem klaren Endergebnis haben sich am Freitag die Frankfurter Löwen vom Eis verabschiedet und die Lausitzer Füchse mit 5:1 nach Hause geschickt.

Frankfurt - Für die Löwen Frankfurt ist dieses Wochenende das Weekend der Wahrheit. Beide Begegnungen, sowohl das Heimspiel gegen die Lausitzer Füchse aus Weißwasser als auch das Sonntagsmatch beim Nachbarn Bad Nauheim sind Schlager, die über den Hauptrunden-Primus entscheiden könnten.

Den Platz an der Sonne verteidigten die Löwen Frankfurt, die sich in einem spannenden Match gegen den Tabellendritten aus Sachsen mit 5:1 (0:1, 2:0, 3:0) behaupten konnten. Das Spitzenspiel lockte 5228 Zuschauer in die Halle. Unter ihnen als Ehrengast der von den Besuchern frenetisch gefeierte legendäre Pat Lebeau, bester Spieler und Torjäger der Meistermannschaft von 2004. Die Fans brauchten ihr Kommen nicht zu bedauern. So auch der Frankfurter Rekordspieler Michael Bresagk, DDR-Meister mit Weißwasser und Deutscher Meister mit den Löwen. „Ich bin neutral, will einfach gutes Eishockey sehen. Die Füchse sind sehr unangenehm zu spielen. Sie gehen energisch auf den Mann, lassen überhaupt keine Freiräume zu. Vorne rotieren sie sehr gut zu viert, wenn der Gegner da nicht mitläuft und aufpasst, ist jemand sofort frei.“

Das gute Eishockey bekam der langjährige Verteidiger zu sehen. Die Löwen begannen schwungvoll, ohne sich zwingende Chancen auszuarbeiten. Auf die erste hofften sie bei der Hinausstellung von Fabian Dietz. Doch Löwen Kapitän Adam Mitchell leistete sich im Angriffsdrittel erst einen Fehlpass, dann ein unnötiges Beinstellen, womit auf dem Eis wieder ein Gleichklang hergestellt wurde. So kam die erste Chance bei Vier gegen Vier. Matt Pistilli erkämpfte die Scheibe, passte zu Brett Breitkreuz, dessen Schuss von Maximilian Franzreb jedoch gehalten wurde. In der 12. Minute gingen die Füchse mit der ersten gefährlichen Aktion in Führung. Die Defensive schaute tatenlos zu, wie Jordan George ungehindert durch die Löwenabwehr spazierte, drei Spieler umkurvte und auch den machtlosen Ilja Andryukhov überwand. Der sonst so ruhige Eduard Lewandowski war deswegen ziemlich sauer, haute mit dem Schläger gegen das Eis und ließ die Mitspieler seine Meinung über das dürftige Abwehrverhalten deutlich wissen. Den Ausgleich hätte beinahe Neuzugang David Skokan erzielt, der schneller als alle andere reagierte und im Fallen mit der Rückhand beinahe Franzreb überraschte. Zwei Minuten vor der ersten Sirene bekamen die Löwen eine zweite Möglichkeit, in Überzahl zu spielen. Lewandowski, Max Faber und Mitchell, Tim Schüle und Breitkreuz scheiterten mit ihren Schüssen, so dass die Akteure in die Kabinen mit dem 0:1 gingen.

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Nach dem Wiederbeginn ein ähnliches Bild. Die Frankfurter übten mächtig viel Druck aus, die Defensive der Sachsen vor dem starken Franzreb stand aber sicher. Gleich zwei Chancen hatte der junge Mike Fischer, doch auch er konnte den Keeper nicht überwinden. Eine wunderschöne Aktion, der Puck lief von Schüle zu Mitchell, der die Scheibe sofort quer für Skokan weiter leitete. Doch wieder blieb Franzreb siegreich. Die Gäste nutzten jedoch jede Chance zum Kontern gnadenlos aus. Dreimal musste Andryukhov artistisch retten. Auf der anderen Seite hatte eine gute Einschussmöglichkeit der Finne Antti Kerälä, etwas später Brett Breitkreuz. Das Tempo war hoch, das Spiel auf Messers Schneide. Der Ausgleich hing in der Luft. Und er fiel. In der 30. Minute täuschte Dalton Yorke einen Schuss an, passte stattdessen vors Tor, Mick Köhler rauschte heran und erzielte das 1:1. Nur wenige Sekunden später verfehlte Dan Spang mit einem mächtigen Schuss knapp. Dann musste der starke Skokan für zwei Minuten wegen eines hohen Stocks raus. Weißwasser machte viel Wirbel, den Schuss des freistehenden Jordan George hielt der russische Bär im Kasten der Löwen aber bravourös. Als nur noch eine Minute auf der Uhr stand, traf Tim Schüle zur mittlerweile klar verdienten Führung der Löwen. Wenige Sekunden vor der zweiten Sirene wurde Spang wegen eines hohen Stocks mit Verletzung für zehn Minuten in die Kühlbox geschickt, wovon die Löwen zwei Minuten mit einem Mann weniger absolvieren mussten. Das Penaltykilling war bärenstark, die Füchse kamen zu keinem einzigen Schuss. Die Frankfurter kontrollierten nun das Spiel, zwingende Chancen gab es auf beiden Seiten kaum. Bis zur Hinausstellung von Steve Saviano. Mit einem Mann mehr suchten die Löwen die vorzeitige Entscheidung. Faber und Skokan scheiterten im Slot stehend am Franzreb, dann fand der Slowake aber Schüle, der das beruhigende 3:1 markierte (49.). In der Folgezeit stand die stark spielende vierte Reihe im Mittelpunkt. Erst traf der schnelle Maximilian Eisenmenger zum 4:1 (50.), dann lieferte sich Sekunden später sein Passgeber Dominik Meisinger einen heißen Box- und Ringkampf mit Maximilian Adam. Der Frankfurter blieb Sieger, kassierte auch noch zwei Strafminuten weniger als sein Kontrahent, der noch für das Foul zusätzlich bestraft wurde. Das bescherte den Löwen ein Powerplay und das schönste Tor des Tages. Die Scheibe lief ohne anzuhalten. Von Schüle zu Skokan, von Skokan zu Pistilli und von diesem ins Netz (51.). Nun hatte Franzreb genug, er verließ das Tor und machte Platz für Konstantin Kessler, der aber auch sofort unter Dauerbeschuss stand. Max Eisenmenger traf diesmal zu genau. Sein platzierter Schuss prallte vom Pfosten zurück.

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