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Krimi mit Happy End

Löwen Frankfurt: Zwei späte Tore bringen den Sieg über Bietigheim

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Die Löwen hatten Einiges gut zu machen. Drei ihrer letzten vier Spiele gingen verloren. Trotz dieses Negativtrends traten die Löwen gegen die nur um einen Punkt schlechteren Bietigheim Steelers aber immer noch als Tabellenführer an.

Frankfurt - Den Platz an der Sonne konnten sie durch den 5:4 (2:1, 1:2, 1:1/1:0)-Sieg nach Verlängerung knapp verteidigen. Zweite sind nun die punktgleichen Lausitzer Füchse aus Weißwasser, Ravensburg und Bietigheim folgen mit jeweils zwei Punkten Rückstand. Wer Hauptrunden-Primus wird, bleibt also nach wie vor offen. Da wird die Entscheidung zwischen den ersten vier wahrscheinlich erst am letzten Spieltag am kommenden Sonntag fallen. Der Kampf um Platz eins lockte an den Ratsweg 5457 Zuschauer.

Das erste Drittel vermittelte aber lange Zeit nicht den Eindruck, dass dies ein Spitzenspiel ist, in dem es um Platz eins geht. Vor allem die ohne Mathieu Tousignant (überzähliger Kontingentspieler) und Ed Lewandowski (verletzt) angetretenen Löwen leisteten sich zu viele Ungenauigkeit in ihrem Passspiel, was den Gästen zahlreiche Chancen eröffnete. Zum Glück war Torwart Bastian Kucis gut drauf. Er rettete in Unterzahl gegen Steelers-Topscorer Matt McKnight, dann gegen denselben Stürmer in Unterzahl, ebenso wie gegen Benjamin Zientek und Willie Corrin. Dann wachten das zuvor unruhig wirkende Löwen-Rudel auf. Ein Konter führte zum Führungstreffer. Adam Mitchell passte mit Übersicht zu Carter Proft, der mit einem Direktschuss unter die Latte traf (17.). Nur 26 Sekunden später stand es schon 2:0. Brett Breitkreuz passte in die Mitte, wo David Skokan zur Stelle war. Doch Bietigheim ließ sich nicht hängen, verkraftete den Doppelschlag schnell. In der 19. Minute nutzte McKnight eine dumme und unnötige Strafzeit von Lukas Koziol zu seinem 25. Saisontreffer. Für den US-Amerikaner war es der 76. Scorerpunkt. Das erste Drittel brachte mehr Spielanteile für die Löwen, die klarere Chancen für die Steelers.

Nach dem ersten Seitenwechsel tat sich vor den Toren zunächst wenig. Bis zur 24. Minute, in der Dan Spang den nach einer Nachlässigkeit vom Frankfurter Defensivmann Max Faber angespielten Norman Hauner ungehindert um ihn herum fahren ließ und dann nur noch dem in den Winkel fallenden Puck nachschaute. Die Gäste waren in dieser Phase klar die bessere Mannschaft. Doch im Eishockey dreht sich das Geschehen sehr schnell. In diesem Fall zu Gunsten der Löwen. Für die Entlastung sorgte die vierte Reihe. Martinovic konnte gegen Mike Fischer gerade noch retten. Das anschließende Bully gewann Dominik Meisinger, der Puck kam zu Max Faber, der ihn in die Maschen beförderte (30.). Der Treffer beflügelte die Frankfurter, die nun wiederum am Drücker waren. Das nächste Tor erzielten jedoch die auf Konter lauernden Bietigheimer. Der erste Schuss ging ans Aluminium, den Puck ins Netz beförderte aus der Luft Shawn Weller (35.). Wenige Sekunden vor der Sirene spielte Mitchell geschickt Dan Spang frei, doch der US-Verteidiger ist am gut reagierenden Martinovic gescheitert.

Im Schlussdrittel blieb die Begegnung schnell, kampfbetont, ausgeglichen und spannend. Die Löwen legten einen Zahn zu. Sie wirkten nun in allen Belangen verbessert, auch viel konzentrierter als zuvor. Der Führungstreffer lag förmlich in der Luft. Eine kleine Nachlässigkeit reichte jedoch aus, um alles auf den Kopf zu stellen. Es war überhaupt keine Chance der Steelers. Norman Hauner brachte die Scheibe aus extrem spitzem Winkel in Richtung Tor und der bis dahin so starke Kucis machte sich die Scheibe mit seinen Schonern selbst rein (52.). Doch die nunmehr auch spielerisch starken Löwen kämpften bis zum Ende. Und wurden dafür belohnt. 109 Sekunden vor der Sirene brachte Matt Pistilli mit dem 4:4 die Löwen wieder in den Kampf um die Tabellenführung zurück. In der Schlussminute haben die Löwen sogar noch drei Chancen zum Siegtreffer gehabt. Es ging jedoch in die Verlängerung. Diese dauerte dann nicht lange. Nur 18 Sekunden! Dann traf Adam Mitchell nach einer feinen Einzelleistung.

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