Löwen Frankfurt

Löwen in der Krise: 1:6-Blamage gegen Kaufbeuren

Die einzigen Frankfurter, die in der mit 4527 Zuschauern gut gefüllten Eissporthalle am Ratsweg ein Lob verdienten, waren die Fans. Auf dem Eis präsentierte sich eine verunsicherte Löwen-Mannschaft, in der man den richtigen Funken, die zündenden Ideen und die nötige Moral vermisste. Und die nach dem 1:6 (0:2, 1:3,0:1) gegen den ESV Kaufbeuren zum vierten Mal in Folge ohne Punktegewinn blieb. Mit einer solchen Leistung  wird es der DEL2-Dritte schwer haben, am Sonntag bei den Wölfen Freiburg, bei denen die Frankfurter Puckjäger fünf Siege in Folge feierten, in die Erfolgsspur zurück zu kehren.

Die einzigen Frankfurter, die in der mit 4527 Zuschauern gut gefüllten Eissporthalle am Ratsweg ein Lob verdienten, waren die Fans. Auf dem Eis präsentierte sich eine verunsicherte Löwen-Mannschaft, in der man den richtigen Funken, die zündenden Ideen und die nötige Moral vermisste. Und die nach dem 1:6 (0:2, 1:3,0:1) gegen den ESV Kaufbeuren zum vierten Mal in Folge ohne Punktegewinn blieb. Mit einer solchen Leistung  wird es der DEL2-Dritte schwer haben, am Sonntag bei den Wölfen Freiburg, bei denen die Frankfurter Puckjäger fünf Siege in Folge feierten, in die Erfolgsspur zurück zu kehren.

Bis auf die verletzten Torhüter Hannibal Weitzmann und Florian Proske sowie Stürmer Vladislav Filin waren die Löwen komplett, so dass Trainer Paul Gardner mit vier Reihen spielen konnte. Beide Teams beschnupperten sich zunächst, bis zur ersten Chance hat es viereinhalb Minuten gedauert. Die Schüsse der Verteidiger Tim Schüle und Maximilian Gläßl bereiteten dem starken ESV-Keeper Stefan Vajs aber keine Probleme. Der erste Fehler der Löwen hatte eine Strafzeit von Pawel Dronia zur Folge, Kaufbeuren kam aber in den zwei Minuten lediglich zu einer guten Aktion, doch auch der Schuss von Joona Karevaara war nicht besonders gefährlich. Praktisch aus dem Nichts fiel das 0:1. Max .Schmidle ließ Mike Card wie einen Schüler aussteigen, zwei weitere Löwen griffen nicht an und der ESV-Kapitän traf über der Stockhand von Brett Jaeger ins Netz (11.). Dann leistete sich Schüle in der Angriffszone ein unnötiges Foul (Haken). Das Powerplay der Allgäuer war diesmal noch schlechter als vorher. Als zur Abwechslung der Ex-Frankfurter Christopher Kasten raus musste, war auch das Überzahlspiel der Löwen katastrophal. Als sich dazu Clarke Breitkreuz einen Fehler leistete, die anderen nicht zurück kamen, durfte Kaufbeuren in Unterzahl einen Zwei-gegen-Eins-Break fahren. Den Pass von Joseph Lewis fälschte der einzige hinten gebliebene Löwe Schüle mit dem Schlittschuh vier Sekunden vor der Sirene ins eigene Tor zum 0:2 ab. Die zwei Konter, die zu Treffern geführt hatten, waren die einzigen Chancen in einem sonst langweiligen ersten Spielabschnitt. Kaufbeuren stand hinten sehr sicher, die Gastgeber fanden nicht den Hauch einer Idee, wie sie zum Erfolg kommen könnten.

Als Sami Blomqvist nach nur 78 Sekunden des zweiten Drittels das dritte Tor der Gäste markierte, schien sich ein Debakel anzubahnen. Beim nächsten Angriff der Allgäuer traf der Ex-Nauheimer Daniel Oppolzer den Pfosten, der direkte Gegenangriff brachte nicht nur die erste gute Chance der Löwen, sondern auch das 1:3 durch Brett Breitkreuz. Nun kamen die Frankfurter energischer vors gegnerische Tor. Der Anschlusstreffer lag in der Luft, aber Matt Pistilli brachte das Kunststück fertig, aus einem Meter statt des leeres Gehäuses nur den Pfosten zu treffen. Das Spiel war nun allgemein offener. Die Löwen stürmten, gaben den Gästen aber auch immer wieder Chancen zu gefährlichen Kontern. Nachdem Danton Yorke Schmidle im Slot walten ließ, stand es 1:4. Und beim 1:5 sah die gesamte Abwehr schlecht aus.

Es war beschämend, was die Löwen auf dem Eis zeigten. Im Abwehrverhalten fehlerhaft, vorne harmlos. Das war keine Mannschaft, das waren Individualisten, die auf dem Eis standen. Und die nicht nur spielerisch, sondern vor allem kämpferisch versagt haben. Nur einmal zeigte ein Löwe so etwas wie Kampfgeist. Bei einer Prügelei zeigte Clarke Breitkreuz seinem Kampfgegner Florin Ketterer, was Härte ist. Leider in einer falschen Sportart. Übrigens leistete Clarke auf der Strafbank nach kurzer Zeit sein Bruder Brett Gesellschaft. Schließlich wollte auch er beweisen, dass er sich auf Rauferei versteht. Eishockeymäßig hatte das Schlussdrittel außer dem sechsten ESV-Tor durch Tim Wohlgemuth übrigens nichts mehr anzubieten.

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