Einer von einem halben Dutzend: Pierre Preto (Mitte) feiert seinen Beitrag zu sechs Löwen-Treffern mit Manuel Strodel (rechts).
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Einer von einem halben Dutzend: Pierre Preto (Mitte) feiert seinen Beitrag zu sechs Löwen-Treffern mit Manuel Strodel (rechts).

Eishockey

Löwen legen die Ladehemmung ab

  • Markus Katzenbach
    VonMarkus Katzenbach
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Sechs Frankfurter Tore beim Sieg gegen Heilbronn: Die Löwen treffen wieder. Die Verteidigung allerdings bleibt bisweilen nachlässig, und die Reihen etwas gelichtet.

Frankfurt -Zur ersten Drittelpause gab es ein Geburtstagsständchen. "Happy Birthday" schallte es aus den Lautsprechern, zur Feier des Tages: Genau vor 40 Jahren schließlich war die Eissporthalle am Ratsweg eröffnet worden, und später am Freitagabend gab es dann noch eine Ehrenrunde aus aktuellem Anlass. Mit einem 6:3 (3:2, 1:0, 2:1) gegen die Heilbronner Falken gelang den Hausherren von den Frankfurter Löwen eine Trendwende nach zwei überraschenden Niederlagen gegen Crimmitschau und in Landshut - und die Behauptung des zweiten Tabellenplatzes in der DEL 2.

"Wir sind natürlich glücklich über den Sieg und die Mannschaftsleistung", sagte Headcoach Bo Subr nach dem letzten Heimspiel vor Weihnachten, vor 1880 Zuschauern, mehr waren wegen neuer Corona-Regeln nicht mehr zugelassen. "Heute machen wir endlich mal unsere Chancen rein", hatte Verteidiger Marius Erk schon während der Pause nach einem turbulenten ersten Drittel im Interview beim Onlinesender Sprade-TV festgehalten und auch einen Grund dafür genannt: "Wir suchen auch mal schneller den Abschluss."

Das war tatsächlich das Erfolgsrezept gewesen beim zwischenzeitlichen 3:1, das Darren Mieszkowski nach einem Pass von Pierre Preto erzielte (12. Minute), und es sollte es auch direkt nach dem Wiederbeginn eines bleiben, als Preto selbst nach einer Vorlage Manuel Strodels direkt zum 4:2 abzog. Andere Beispiele dieser Art für konsequentere Frankfurter Vollstreckungsversuche waren die Schlagschüsse von Kevin Maginot und Bobby Raymond, die wiederum Strodel (3.) und Carson McMillan (6.) zu einer frühen 2:0-Führung abfälschten.

Die Ladehemmung, die sie zuletzt beschäftigt hatte, legten die Löwen so ab, sie sollten am Ende auch erstmals nach mehr als gut einem Monat wieder mehr als vier Tore erzielen. Die andere Ursache aber für die beiden so nicht eingeplanten Niederlagen zuletzt hatten sie nicht behoben: Noch immer verteidigten sie in bestimmten Situationen zu nachlässig - was die starke Heilbronner Offensive durch Stefan Della Rovere in Überzahl (11.), ihr Topscorer Jeremy Williams (15.) und später Karl Fabricius (47.) bestrafte und die Angelegenheit noch einmal gefährlich werden ließ.

Hinten ließen sie bisweilen Lücken, vorne aber schlugen die Löwen diesmal zu: Kyle Sonnenburg (50.) traf bald wieder etwas beruhigend zum 5:3, McMillan (59.) im Powerplay noch zum 6:3, das war es. "Wir wissen welche Qualität und welchen Charakter wir in der Mannschaft haben. Es tat gut, dass wir das auch wieder gezeigt haben", sagte Strodel, wieder einsatzbereit. Die angeschlagenen Verteidiger Daniel Wirt und Markus Frais hingegen fehlten weiter, Matt Carey ganz eigenen Gründen ebenfalls: Auf seiner Facebook-Seite erklärte der Club, der Stürmer habe Anfang der Woche "eigeninitiativ entschieden, nicht mehr am Trainings- und Spielbetrieb teilzunehmen" und sei ohne Löwen-Zustimmung in seine kanadische Heimat geflogen. So oder so: Die Löwen-Reihen bleiben etwas gelichtet - was sich vermutlich auch beim nächsten Termin am Sonntag (17 Uhr) beim ESV Kaufbeuren nicht größer ändern dürfte. Die Ladehemmung aber ist fürs Erste behoben.

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