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Die Abwehrbereitschaft seiner Löwen konnte Sportdirektor und Headcoach Franz-David Fritzmeier auch beim Wiedersehen mit Bietigheim nicht gefallen.  

Eishockey

Löwen-Niederlage nach Antrag auf Erstliga-Lizenz

  • Markus Katzenbach
    VonMarkus Katzenbach
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Die Revanche gegen Bietigheim misslingt. Dafür erledigen die Löwen eine Formalität für einen möglichen Aufstieg. 

Frankfurt – Ehe sich am Abend die Terminhatz fortsetzte, galt es am Dienstagvormittag noch eine Formalität zu klären. Dass die Frankfurter Löwen die Lizenzprüfung für die erste Klasse des deutschen Eishockeys beantragt haben, war keine Überraschung: Schließlich hatten sie vor dieser DEL-2-Saison schon wie ihre Mitbewerber von den Kassel Huskies und den Bietigheimer Steelers den Willen zum endlich wieder möglichen Aufstieg mit der nötigen Bürgschaft über 816 000 Euro hinterlegt. Beim abendlichen Treffen unter Aufstiegsanwärtern hatten dann die Bietigheimer Gäste am Ratsweg das bessere Ende für sich: Die Löwen verloren beim raschen Wiedersehen erneut, diesmal mit 5:7 (1:3, 3:3, 1:2) – da blieb eine Rechnung offen.

„Mit sieben Gegentoren zu Hause kann man kein Spiel gewinnen“, haderte Stürmer Alexej Dmitriev hinterher. Am Freitag erst waren die Frankfurter beim 0:5 in Bietigheim eiskalt erwischt worden, an einem der wenigen gebrauchten Tage unter vielen guten seit ihrer Corona-Zwangspause im Januar. Am Sonntag hatten sie mit dem 7:1 gegen die Ravensburg Towerstars schon eine starke Antwort darauf gefunden - was im Nachgang für den früheren Frankfurter Meistermacher Rich Chernomaz das Aus in Ravensburg bedeutete: Am Montag wurde er entlassen, ebenso wie am Dinestag dann übrigens mit Hannu Järvenpää beim EC Bad Nauheim noch ein DEL-2-Trainer.

Die Löwen wiederum wollten nun auch die prompte Revanche gegen im Aufwind befindliche Steelers, doch diese schlugen wieder zielstrebig zu, trafen unter anderem drei Mal dank des früheren Frankfurter Publikumslieblings Brett Breitkreuz und am Ende ins in Ausgleichsbemühungen verwaiste Löwen-Tor. Frankfurt hatte immer wieder Anschluss gefunden oder ausgeglichen durch Tore von Dmitriev (26./29.), Christian Kretschmann (7.), Adam Mitchell (40.) und Stephen MacAulay (51.). Erneut ohne sechs fehlende Stammkräfte, aber vor allem mit viel zu vielen Fehlpässen war das indes zu wenig. „So gut wir das am Sonntag gemacht haben, so schwach waren wir heute. So funktioniert es nicht“, urteilte Franz-David Fritzmeier, Sportdirektor und Headcoach, und erklärte: „Daran werden wir morgen im Training arbeiten, und dann geht es ja gleich weiter.“ Am Donnerstag (19.30 Uhr), beim ESV Kaufbeuren.

Für die Einreichung der Unterlagen zur Lizenz erster Klasse ist noch mehr Zeit, bis zum 24. Mai. „Wir werden natürlich versuchen, uns in dieser stark besetzten Liga durchzusetzen und diesen Schritt zu gehen“, erklärte der geschäftsführende Löwen-Gesellschafter Stefan Krämer den Aufstiegswunsch. Wie schwer das werden kann, war dann abends wieder einmal zu sehen.

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