Pierre Preto (links) feiert den vierten Löwen-Treffer.
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Pierre Preto (links) feiert den vierten Löwen-Treffer.

Eishockey

Löwen-Show gegen Landshut

  • Markus Katzenbach
    VonMarkus Katzenbach
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Ein bemerkenswertes Frankfurter Eishockey-Wochenende: Dem 6:1 in Kassel folgt ein 5:0 gegen Landshut.

Frankfurt -Im zweiten Drittel waren erst 35 Sekunden gespielt, als für Olafr Schmidt schon Feierabend war. Der Torwart des EV Landshut hatte genug, er schlitterte vom Eis und verdeutlichte damit, wie schlecht es an diesem noch frühen Sonntagabend schon um die Gäste in der Eissporthalle am Ratsweg stand - während die Fans der Frankfurter Löwen unter den offiziell 3209 Zuschauern, die endlich wieder vor Ort dabei sein durften, bereits vier Tore gefeiert hatten, zu Schmidts Leidwesen. Er sollte nicht mehr unfreiwilliger Teil der Löwen-Show sein, das ganz große Spektakel war auch vorbei. Dem einstigen Nationaltorwart Dimitri Pätzold, der für ihn zwischen die Landshuter Pfosten rückte, erging es etwas besser, aber zu retten war nichts mehr, dafür waren die Frankfurter zu stark, und einmal schlug es auch noch bei ihm ein. 5:0 (3:0, 1:0, 1:0) besiegten die Löwen schließlich die als Mitfavoriten in der zweiten Klasse des deutschen Eishockeys angereisten Niederbayern und setzten an einem bemerkenswerten zweiten Saisonwochenende das zweite fette Ausrufezeichen nach dem 6:1 im Hessenduell bei den Kassel Huskies vom Freitag.

"Wir haben uns intensiv vorbereitet, weil wir wussten, was das für eine gute Mannschaft ist. Dass wir 5:0 gegen Landshut gewonnen haben, ist der absolute Wahnsinn", war Stürmer Yannick Wenzel nach dem vierten Sieg im vierten Saisonspiel ganz aus dem Häuschen: "Unfassbar geil." Er selbst steuerte das zweite Tor bei (11.), zudem trafen Matt Carey (7.) und Ryon Moser (12.) in einem prächtigen ersten Löwen-Drittel und Pierre Preto (21.) früh im zweiten. Danach war für den frustrierten EV-Goalie Schmidt Schluss und das Spiel schon praktisch entschieden.

Maximilian Faber (45.) schoss später noch ein Powerplay-Tor für die DEL-2-Spitzenreiter, die diese Partie furios begannen und danach souverän kontrollierten - gegen eine Mannschaft, die mit aufsehenerregenden Verpflichtungen wie Marco Pfleger oder Andrée Hult selbst in die Riege der größten Meisterschaftsanwärter aufgestiegen ist. Wozu Kassel ohnehin zählt. Wie die Löwen, die in drei Tagen nun beide Konkurrenten krass deklassierten, mit vier recht ausgeglichenen Reihen, Spielwitz und Torgefahr und Balance zwischen Abwehr und Angriff. Und deren Torwart Bastian Kucis, erstmals anstelle des bislang sehr überzeugenden Jake Hildebrand im Einsatz, gleich ein Zu-Null-Spiel glückte.

"Das war eine sehr gute Leistung, gegen eine von der Aufstellung her absolute Spitzenmannschaft", lobte Sportdirektor Franz-David Fritzmeier die Sonntagsvorstellung, insgesamt fand er: "Das war ein sehr gutes Wochenende, aber die Saison ist lang. Das gibt uns die Zeit, in Ruhe weiterzuarbeiten."

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