Eishockey DEL2, Loewen Frankfurt - EC Bad Nauheim
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Starker Auftritt gegen Crimmitschau: Luis Schinko.

Eishockey

Die Löwen sind bereit

Dem 5:2 gegen Crimmitschau folgt an diesem Montag das nächste Hessenderby gegen Bad Nauheim.

Frankfurt – Seit der Amtsübernahme von Franz Fritzmeier als Trainer sind die Löwen Frankfurt das punktbeste Team der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) 2. Da sie aber schwer in die Saison gekommen waren und weniger Spiele als die Konkurrenz bestritten haben, liegen sie nach dem 5:2 (1:0, 2:1, 2:1) über die Eispiraten Crimmitschau auf Rang fünf. Wenn die Löwen so konzentriert wie gegen die Westsachsen spielen, hat man nie das Gefühl, als könnten sie verlieren. „Für mich war es ein unaufgeregter Abend. Wichtig war, dass die Jungs nach dem 7:1-Triumph in Kaufbeuren sofort wieder bereit waren“, so Franz Fritzmeier. Die Grundlage zum Erfolg wurde mit einer disziplinierten Defensive gelegt. Zum wiederholten Mal kam es beim Spiel Fünf gegen Fünf nicht einmal dazu, dass der Gegner in der Frankfurter Abwehrzone mehr Spieler als die Löwen hätte. „Die Frankfurter haben ein gutes System, das sie spielen und das sie auch über 60 Minuten lang durchziehen. Sie lassen kaum Chancen zu“, lobte der gegnerische Coach Mario Richer die Löwen. Es dauerte allerdings ein wenig, bis die Frankfurter sich gegen die defensiv sehr gut stehenden Crimmitschauer klare Chancen erspielen konnten. Das 1:0 durch den zum besten Spieler gewählten Luis Schinko (7.) war eine schöne Einzelaktion. Den durch die einzige Unaufmerksamkeit bedingten Ausgleich (29./Evanyk) beantworteten die Löwen mit dem 2:1 durch Stephen MacAulay (39.), und zwei Sekunden vor der zweiten Sirene nach dem Geschenk der Gäste mit dem 3:1 durch Christian Kretschmann. „Im Schlussdrittel hatten wir dann mehr Energie“, erklärte Fritzmeier die Treffer Nummer vier und fünf durch Carter Proft (43.) und Mike Fischer (54.). Das 2:5 durch Demmler (60.) hatte nur noch statistischen Wert. Im Löwen-Powerplay spürte man die Abwesenheit der Schlüsselspieler Sebastian Collberg, Martin Buchwieser, Kyle Wood, David Suvanto oder Max Faber schon deutlich, ansonsten fiel die Abwesenheit der Torjäger kaum ins Gewicht. Die jungen Akteure, die sonst im dritten oder vierten Block nicht so im Fokus stehen, springen in die Bresche. Fritzmeier: „Dazu haben wir sie, dass sie das Extra sind, das den Ausschlag gibt. Dass sie unter Olli Salo nicht funktioniert hatten, war einer der Gründe für den Trainerwechsel. Ich habe mit ihnen viel gearbeitet, auf dem Eis wie am Video.“ An diesem Montag spielen die Löwen in Bad Nauheim (19.30 Uhr). „Ein Derby. Für die Roten Teufel sind die Matches gegen uns die Spiele des Jahres. Da spielen weder die Tabelle, noch die letzten Vergleiche eine Rolle“, warnt Fritzmeier sein Team.

Michael Löffler

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