Löwen Frankfurt

Löwen triumphieren in Kassel und ziehen ins Play-off-Halbfinale ein

Das tat gut: Ausgerechnet in der Höhle des Löwen, beim Erzrivalen Kassel Huskies, sicherten sich die den Einzug ins DEL2-Halbfinale. Mit dem 3:1 (0:1, 2:0, 1:0) in Nordhessen erreichten die Frankfurter den in der ersten Play-off-Runde benötigten vierten Sieg und warten nun auf den Gegner, der erst am Dienstag fest stehen wird. Entweder werden die Löwen am Gründonnerstag nach Bietigheim fahren, oder, falls Crimmitschau beim SC Riessersee gewinnt, in Frankfurt den ESV Kaufbeuren empfangen.

Das tat gut: Ausgerechnet in der Höhle des Löwen, beim Erzrivalen Kassel Huskies, sicherten sich die den Einzug ins DEL2-Halbfinale. Mit dem 3:1 (0:1, 2:0, 1:0) in Nordhessen erreichten die Frankfurter den in der ersten Play-off-Runde benötigten vierten Sieg und warten nun auf den Gegner, der erst am Dienstag fest stehen wird. Entweder werden die Löwen am Gründonnerstag nach Bietigheim fahren, oder, falls Crimmitschau beim SC Riessersee gewinnt, in Frankfurt den ESV Kaufbeuren empfangen.

Dass die Löwen nach zwei Auftakt-Niederlagen viermal in Folge gewinnen konnten, war die Folge der veränderten Taktik – statt des blinden Anrennens vertrauten die Frankfurter einer konzentrierten Defensive – und, besonders wichtig, der plötzlich entdeckten Disziplin. Fast 18 Strafminuten im Schnitt kassierten die Löwen in der Hauptrunde, zwölf in den beiden Viertelfinalspielen unter Paul Gardner. Seitdem Franz Fritzmeier an der Bande das Sagen hat, kamen die Frankfurter mit durchschnittlich 5,5 Strafminuten aus.  „Wir haben einen klaren Spielplan gemacht, haben den Jungs die taktische Struktur mit auf den Weg gegeben. Sie haben es dann hervorragend umgesetzt“, erklärt der Coach die Gründe für den Umschwung.

Fritzmeier brachte diesmal wieder seinen Kapitän Pat Jarrett, dafür musste als überzähliger Ausländer Wade MacLeod auf die Tribüne. Ansonsten spielten beide Teams in der gleichen Aufstellung wie am Freitag in Frankfurt.

Das Eröffnungsdrittel gehörte klar den Huskies, die deutlich machten, dass sie sich noch nicht in den Sommerurlaub verabschieden wollen. Antti Karjalainen rettete zweimal in höchster Not. Das Schussverhältnis von 21:4 nach 20 Minuten untermauerte, dass das der Kasseler Führungstreffer durch den Ex-Löwen Tyler Gron (17.) mehr als verdient war. „Das war das beste Drittel, das sie gegen uns gespielt haben. Es war wichtig, dass der Gegner nicht davonziehen konnte. Wir haben unseren Plan nicht verlassen, ihn aber nur zu 80 Prozent umgesetzt. Nach der Pausenanalyse habe ich den Spielern gezeigt, dass sie nicht nah genug am Gegner waren. Danach haben alle hundertprozentig ihre Aufgaben erfüllt“, so Fritzmeier.

Der Lohn war der Ausgleich durch Lucas Dumont (27.). Die rund 800 Frankfurter Fans unter den 5768 Zuschauern besangen schon die Löwen, die Legende sind, das Spiel wurde intensiver, ein echtes Derby eben. Gegen Ende des Drittels legte Kassel wieder einen Zahn zu. Bis zur Hinausstellung von Adriano Carciola. In Überzahl fand Spielmacher Nils Liesegang wie so oft im Slot Brett Breitkreuz, der die Frankfurter dem Halbfinale ganz nahe brachte (39.).

Glück in der 44.Minute, als Andre Reiß mit einem Schlenzer Karjalainen überraschen konnte, der Puck jedoch am Pfosten landete. Kassel musste alles riskieren. 109 Sekunden vor Schluss ging der Keeper vom Eis, doch das Sextett der Schlittenhunde auf dem Eis konnte die Scheibe nicht behaupten und Nils Liesegang traf wie schon am Freitag daheim ins verwaiste Tor zum 3:1-Endstand.

Während sich das Kasseler Publikum von ihrer Mannschaft verabschiedete, kosteten die Löwen-Fans den Triumph aus und feierten ihre vor ihnen auf dem Eis versammelten Spieler noch minutenlang frenetisch.

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