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Eishockey

Löwen trotzen Personalnot und anderen Sorgen

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Frankfurt gibt die richtige Antwort auf die Derby-Niederlage in der DEL 2, Abwehrtalent Hüttl erhält eine Denkpause.

Frankfurt.Die Voraussetzungen, mit denen sich die Frankfurter Löwen am Sonntagmorgen auf die gut 550 Kilometer lange Fahrt nach Weißwasser begeben hatten, waren gewiss nicht die allerbesten gewesen. Nur vier gelernte Verteidiger waren in den Bus gestiegen, dafür hatte man ein bisschen Knatsch hinter den Kulissen und die schmerzhafte Derby-Niederlage vom Freitagabend im Gepäck. Dass der Frankfurter Eishockey-Zweitligist diesen Problemen dann trotzte und sich mit einem hart erkämpften 3:1 (2:1, 0:0, 1:0) auf die zähe Tour zurück aus Sachsen machte, freute Matti Tiilikainen umso mehr. "Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft, die in einer schwierigen personellen Situation großen Teamgeist bewiesen hat und wie eine Einheit aufgetreten ist", bekannte der Headcoach.

Neben den drei verletzten Abwehrkräften Steven Delisle, Alex Roach und Thomas Gauch bereitete den Löwen ihr Supertalent Leon Hüttl Sorgen anderer Art. "Er erhält eine Denkpause aufgrund seines Verhaltens abseits des Eises", erklärte Sportdirektor Franz-David Fritzmeier den Verzicht auf Hüttl ungeachtet der Personalnot. So mussten Kapitän Adam Mitchell und sein Stellvertreter Dominik Meisinger hinten aushelfen.

Von Trainer Tiilikainen gab es dafür ein Sonderlob. "Sie haben einen sehr guten Job gemacht. So etwas gibt auch zusätzliche Energie für das gesamte Team", sagte er, "trotzdem sehe ich sie natürlich lieber auf ihren angestammten Positionen". Ein Tor steuerte Mitchell selbst in ungewohnter Abwehrrolle bei, in einem frühen Powerplay nach nur 38 Sekunden. Zudem trafen Max Faber zum 2:1 (15.) und schließlich Stephen MacAulay fünf Sekunden vor Schluss ins leere Lausitzer Tor, und zwischendrin packte Goalie Patrick Klein gekonnt zu. "Kleini hat uns mehrfach gerettet", bedankte sich Tiilikainen.

Hochklassig war das Spiel bei den vorher gleichauf mit den Löwen und ebenfalls 27 Punkten geführten Sachsen selten, das konnte es angesichts der Umstände kaum sein. Gerade in Einstellungsfragen war es aber nebenbei auch die richtige Antwort auf das 2:5 gegen den EC Bad Nauheim zwei Tage zuvor, die erste Heimniederlage.

Die Nachbarn aus der Wetterau legten gestern ein 7:3 (1:1, 3:1, 3:1) gegen Schlusslicht Crimmitschau nach und blieben vor den Löwen auf dem dritten Tabellenplatz. Beide haben nun eine Auszeit: Wegen des Deutschland-Cups geht der Liga-Betrieb erst in zwei Wochen weiter - dann wohl auch wieder mit volleren Löwen-Reihen. 

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