Wieder zu viele Fehlpässe

Löwen verlieren in Kassel 4:7

Die Luft wird langsam dünn für die Frankfurter Löwen. Auch das zweite Playoff-Halbfinale gegen die Kassel Huskies ging verloren. Dabei leisteten sich die Löwen vor allem zu viele Abspielfehler.

Die Frankfurt stehen bereits unter Siegzwang. Um das Halbfinale in den Play-offs zu erreichen, müssen sie sich nicht nur gewaltig steigern, sondern vor allem auch endlich siegen. Die 4:7 (1:2, 3:3, 0:2)-Niederlage bei den Kassel Huskies bedeutet, dass sie in die Sonntags-Partie am Ratsweg (17 Uhr) mit der Belastung eines 0:2-Rückstandes gehen.

Das Match in Kassel erinnerte irgendwie an Wildwest-Duelle: Es wurde geschossen aus allen Rohren, an Deckung dachte aber niemand. Mit der Taktik, die Löwen-Trainer Paul Gardner momentan anschlägt, immer wieder blind vorwärts, kann man sicher Spiele gewinnen. Ob auch eine ganze Serie, wird langsam fraglich. Zu viele Abspielfehler leisten sich die anstürmenden Frankfurter, zu oft kommt der Gegner zu gefährlichen Kontern. So haben sie in Kassel das 0:1 und 1:3 durch den US-Amerikaner Sam Povorozniouk sowie das 2:4 durch Tyler Gron kassiert. Tore in Unterzahl gehören bei den Löwen auch zum festen Programm (Mike Little, Jens Meilleur), ab und an kommen noch unlückliche Gegentore hinzu (Braden Pimm, Matthew Neal). Schon ist das Unglück komplett. Da helfen weder das gute Powerplay (Tore CJ Stretch, Matt Pistilli), noch die Tore bei Fünf-gegen-Fünf (Stretch, Stephan Seeger).

Mal sehen, ob sich der Coach nun entschließt, am Sonntag Brett Jaeger zwischen die Pfosten zu stellen und dafür alle vier ausländischen Stürmer aufs Eis schicken zu können. In der Schlussphase in Kassel, als Jaeger nach dem 4:7 für Antti Karjalainen kam, machte der Deutsch-Kanadier jedenfalls eine gute Figur.

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