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Chef-Trainer Tim Kehler und Co-Trainer Chris Stanley an der Bande.

Löwen Frankfurt

Löwen wollen Meister werden

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In die Deutsche Eishockey (DEL) kann man erst 2018 aufsteigen. Aber dennoch wird eine Klasse tiefer um die Meisterschaft gespielt. Und die Konkurrenz traut den Löwen Frankfurt viel zu.

Die morgen mit dem Hessenderby zwischen den Kassel Huskies und Löwen Frankfurt beginnende Deutsche Eishockey Liga (DEL) 2 verspricht Spannung pur. Für die sechs Plätze, die zur direkten Teilnahme an den Play offs berechtigen, kommen neun bis zehn Teams in Frage, darunter die beiden Nachbarn Löwen Frankfurt und Rote Teufel Bad Nauheim. Selbst in der engeren Wahl werden als Favoriten vier bis fünf Mannschaften genannt. Am höchsten gehandelt werden jedoch Titelverteidiger Bietigheim und Frankfurt. Da die erste DEL 2-Saison durch das Vordringen bis ins Play-off-Halbfinale finanziell erfolgreich war, ließ sich Löwen-Geschäftsführer Stefan Krämer nicht lumpen. Laut Budget-Angaben der 14 Clubs sind die Löwen der Verein mit dem höchsten Etat (rund drei Millionen Euro) und mit der höchsten Zuschauer-Resonanz. Der Zuschauerschnitt aus der Vorsaison (4500) sollten eher überschritten werden. Zum einen, weil den Löwen diesmal der wahnsinnige Spielplan mit 13 Heimspielen innerhalb von drei Wochen erspart bleibt, zum anderen, weil das Frankfurter Publikum den Erfolg schon immer honorierte.

Dieser ist zwar nicht programmierbar, die Voraussetzungen sprechen aber dafür. In Frankfurt wird offen von der Meisterschaft gesprochen. Abgegeben wurden – mit Ausnahme der beiden starken Nürnberger Förderlizenspieler Marco Pfleger und David Elsner, die nun über 23 sind – nur Akteure, die man nicht mehr haben wollte. Geholt wurden dafür namhafte Cracks. Den Offensiv-Part in der Abwehr übernimmt der US-Amerikaner Matt Tomassoni, Stabilität und Tempo sollen der aus Crimmitschau gekommene Mike Card sowie der Ex-Garmischer Felix Thomas verleihen, die alle stärker als ihre Vorgänger einzuschätzen sind.

Für den Sturm wurden einige namhafte Spieler geholt. Kris Sparre mischte in der Hinrunde 2014/15 die DEL 2 mächtig auf, hat dann in Düsseldorf ebenso DEL gespielt wie Brett Breitkreuz (Augsburg). Last-Minute-Einkauf David Brine muss sich erst in der Mannschaft einleben, da der Kanadier aber in Italien spielte, dürfte er mit den europäischen Eisflächen keine Schwierigkeiten haben. Der 21-jährige Lukas Laub hat drei Jahre lang Erfahrungen in den US-amerikanischen Junioren-Ligen gesammelt. Hinzu kommt, dass die Torfabrik (Richie Mueller, Nick Mazzolini, Clarke Breitkreuz, Norman Martens, Nils Liesegang) vollständig geblieben ist. „Wir haben viel Geschwindigkeit und mehr Durchschlagskraft hinzu bekommen“, sagt Trainer Tim Kehler. Doch zunächst einmal gilt es, nicht am Boden zu verlieren. Denn in den ersten Wochen, also auch in Kassel und am Sonntag (18.30 Uhr) gegen Riessersee, müssen die Löwen mit Sparre, Brett Breitkreuz, Thomas, David Cespiva und Kapitän Patrik Vogl auf fünf verletzte Leistungsträger verzichten.

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