Löwen-Freude: Darren Mieszkowski (Mitte) und Rylan Schwartz zählen zu den Torschützen gegen Dresden.
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Löwen-Freude: Darren Mieszkowski (Mitte) und Rylan Schwartz zählen zu den Torschützen gegen Dresden.

Eishockey

Löwen-Zauber garantiert

Die Frankfurter Löwen eilen in der DEL 2 von Sieg zu Sieg und begeistern ihre Fans. Diese dürfen sich nun noch über eine spezielle Show freuen.

Frankfurt -An diesem Mittwoch bieten die Frankfurter Löwen ihren Fans eine spezielle Show als Trainingseinheit, da sind einige Tricks und spezielle Kunststücke zu erwartet. Eine Menge Zauber gab es in dieser Saison aber auch schon bei den bisherigen Pflichtspielauftritten des Meisterschafts- und Aufstiegsanwärters zu bestaunen - und beeindruckende Ergebnisse dazu: sechs Spiele, 18 Punkte. Ein solcher Saisonstart ist seit der Gründung der Deutschen Eishockey Liga 2 im Jahre 2007 erst drei Mannschaften gelungen: Dem EHC München (2009/10), den Bietigheim Steelers (2016/17) und den Ravensburg Towerstars (2018/19).

Auch beim 5:2 (2:1, 1:0, 2:1)-Sieg am Sonntag bei Aufsteiger Selber Wölfe waren die Löwen die tonangebende Mannschaft. Sie schossen zweimal so oft auf das Tor wie der Neuling, haben den defensiv eingestellten Gegner bis auf zehn Minuten im Mitteldrittel, als sie sich zu viele Puckverluste erlaubten, klar beherrscht. "Es war dennoch kein einfaches Spiel. Wir sind gut gestartet und haben auch später bis auf die kleine Unaufmerksamkeiten im zweiten Abschnitt das Spiel jederzeit kontrolliert. Diese kurzzeitig aufgetretenen Fehler haben wir in der Pause vor dem Schlussdrittel angesprochen und entsprechend korrigiert", sagte Trainer Bo Subr, der mit der aggressiven und offensiven Spielweise seiner Mannschaft sehr zufrieden ist. Aktuell stimmt einfach alles: Die Löwen haben bisher die meisten Treffer erzielt und die wenigsten kassiert, sie spielen ebenso erfolgreich Powerplay wie in Unterzahl.

Die Frankfurter Treffer in Selb erzielten Manuel Strodel (3.), zweimal Rylan Schwartz (15./30.), der mit zwölf Punkten bester Scorer der Liga ist, Dylan Wruck (44.) und schließlich nach einer schönen Einzelaktion Tomas Sykora (54.). Für die Wölfe traf zweimal Brett Thompson (16./48.).

Bereits am Freitagabend hatte der Spitzenreiter die keineswegs schwachen Dresdner Eislöwen vor 2867 Zuschauern am Ratsweg mit 5:1 (2:1, 3:0, 0:0) besiegt. "Das war spielerisch stark und sehr effektiv. Die Mannschaft ist gut in Schwung, Man sieht die harte Arbeit während der Trainingswoche ", lobte Sportdirektor Franz-David Fritzmeier.

Die Sachsen fanden wie schon die Widersacher zuvor keine Mittel gegen das forsche, aggressive und körperbetonte Forechecking der Frankfurter, die immer wieder Pucks in der gegnerischen Zone eroberten und die daraus resultierenden Chancen auch eiskalt zu nutzen wussten. So wie bei dem Doppelschlag in der 6. Minute, als Darren Mieszkowski und Dylan Wruck binnen 22 Sekunden das 2:0 für die Löwen vom Main vorlegten.

Wenn es etwas zu bemängeln gab, dann die zwischenzeitliche Sorglosigkeit beim Passspiel, die es Dresden in Unterzahl ermöglichte, wieder heranzukommen (12./Nicklas Mannes). Doch dem 3:1 von Rylan Schwartz folgte gleich nach Wiederbeginn der nächste Doppelschlag. Zwischen dem toll herausgespielten Tor von Ryon Moser und dem 5:1 von Yannick Wenzel vergingen nur 26 Sekunden. Im Schlussdrittel begnügten sich die Frankfurter Eislöwen damit, den Sieg sicher nach Hause zu bringen.

Das nächste Heimspiel gegen die Lausitzer Füchse am Freitag (22. Oktober, 19.30 Uhr) wird für die Frankfurter Eislöwen und ihre Fans nun zu einem ganz besonderen: Erstmals seit dem Frühjahr 2019 und dem Beginn der Corona-Pandemie gibt es für die Auslastung der Eissporthalle keine Beschränkung mehr - vorausgesetzt, die Zuschauer sind nachweislich geimpft oder genesen. Nachdem es anders als in anderen Bundesländern in Hessen keine weiteren Lockerungen bei der Umsetzung des 3G-Konzepts gibt, haben sich die Löwen Frankfurt dazu entschlossen, künftig auf das 2G-Modell zu setzen.

"Wir wissen, dass wir es in der aktuellen Situation nicht jedem recht machen können, aber nachdem wir in den ersten drei Liga-Heimspielen Erfahrungen gesammelt, viele Gespräche geführt und die Pros und Kontras abgewogen haben, ist dieser Schritt nun eindeutig alternativlos", sagen die Löwen-Gesellschafter Stefan Krämer und Andreas Stracke. Mit der Umstellung auf die 2G-Regelung entfällt auch die Abstands- und Maskenpflicht in der Eissporthalle sowie die Kontaktnachverfolgung.

Bei dem öffentlichen Showtraining am Mittwoch gelten dagegen die 3G-Regeln, Maskenpflicht besteht nur bis zum Erreichen des Platzes. Das um 17.30 in der Eissporthalle beginnende ein- bis eineinhalbstündige Event moderiert Stadionsprecher Rüdiger Storch. Head-Coach Subr und sein Assistent Jan Barta wählen jeweils Teams, die in verschiedenen Show-Wettkämpfen auf dem Eis um den Sieg wetteifern werden. Das Entertainment kommt auch nicht zu kurz. Der Eintritt ist frei, eine Voranmeldung ist nicht notwendig - und weiterer Löwen-Zauber garantiert. löf/red

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