Früher Frankfurter Jubel nach dem 1:0 mit Adam Mitchell (Mitte, rechts) und Stephen MacAulay: Anfang und Ende stimmten für die Löwen, zwischendrin passte aber gewiss nicht alles.
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Früher Frankfurter Jubel nach dem 1:0 mit Adam Mitchell (Mitte, rechts) und Stephen MacAulay: Anfang und Ende stimmten für die Löwen, zwischendrin passte aber gewiss nicht alles.

Eishockey

Löwen-Zittern trotz Drei-Tore-Vorsprung

Gegen Dresden muss Frankfurt noch in die Verlängerung, um zu gewinnen. "Wir sind nicht konstant genug", bemängelt Franz-David Fritzmeier.

Frankfurt -Es war eine eher seltene Erfahrung, so eine Begegnung mit fast voller Besetzung. Diese Saison in der DEL 2 ist für die Frankfurter Löwen schließlich nicht nur wegen der Corona-Umstände speziell wie für alle Eishockey-Zweitligisten, sondern für sie obendrein auch wieder geprägt von vielen unvorhergesehenen Ausfällen. Beim Besuch der Dresdner Eislöwen am Ratsweg aber konnten die Meisterschafts- und Aufstiegsanwärter wieder einmal mit vier Reihen stürmen, ohne Zittern ging es trotzdem nicht. Und ohne Punktverlust auch nicht. Mit dem 4:3 (3:0, 1:0, 0:2/1:0) nach Verlängerung behielten die Frankfurter am Freitagabend aber immerhin zwei Zähler für sich und so den Anschluss an die Spitze der wegen ihrer drei noch ausstehenden Nachholspiele weiter etwas verzerrten Tabelle.

""Der Sieg war sehr wichtig für die Mannschaft", sagte Franz-David Fritzmeier, der Frankfurter Sportdirektor und Headcoach, wusste aber auch: "Wir haben zu viele Höhen und Tiefen über 60 Minuten, sind nicht konstant genug." Zuletzt waren seinen Löwen die Strapazen der Terminhatz seit ihrer Corona-Zwangspause schon anzumerken gewesen. Nun gab es wenigstens drei spielfreie Tage - bis Dresden und dem nächsten halben Dutzend Partien in elf Tagen. Richtig zulegen über drei Drittel konnten sie aber wieder nicht, eher im Gegenteil.

Dabei war den Frankfurtern nicht nur die Rückkehr von Kyle Wood und Mike Fischer zugute gekommen, sondern auch ein Auftakt nach Maß gelungen. Nach dem ersten Abschnitt führten sie 3:0. Sie hatten dank Adam Mitchell (4.) den ersten Schuss genutzt und durch Alexej Dmitriev (8.) das erste Powerplay, obendrein durch Darren Mieszkowski ein drittes Tor nachgelegt. Sie hatten aber auch Glück, dass ihr starker Goalie Patrick Klein viele Dresdner Chancen vereitelte.

Die Löwen-Verteidigung ließ zu wünschen übrig. Das sollte sich rächen, als die eigenen Gelegenheiten ausgelassen wurden, selbst bei fünf Minuten Überzahl nach einer Spieldauerdisziplinarstrafe für Roope Ranta. Pikanterie am Rand: Ranta, der frühere Frankfurter Traumtorjäger, war zu Löwen-Zeiten nicht eben als engagierter Abwehrmithelfer und kerniger Zweikämpfer bekannt und so auch nicht weiter verpflichtet worden. Beim letzten Aufeinandertreffen hatte er aber nun seinen Löwen-Nachfolger Sebastian Collberg mit einem heftigen Check verletzt, diesmal schubste er Leon Hüttl kräftig in die Bande, diesmal glücklicherweise ohne ärgere Folgen. Nur dass Ranta im Frust über den Abgang seinen Schläger am Ausgang zertrümmerte.

Dresden kam trotzdem mit drei Toren zurück ins Spiel, verdient und auch, weil Frankfurt es zuließ - ehe Stephen MacAulay und Eddie Lewandowski ihre Penalties verwandelten und Klein alle Dresdner Versuche verhinderte. "Unglücklich, dass wir nur mit zwei Punkten nach Hause gehen", haderte der Torwart und blickte voraus: "Wir müssen jetzt weiter arbeiten, uns auf Sonntag fokussieren. Und dann auf Dienstag." Erst geht es nach Heilbronn, und dann kommt Dresden schon wieder zu Besuch. mka

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