Löwen-Jubel: Dylan Wruck (Mitte) feiert sein wichtiges Tor zum 3:2, Vorbereiter Kyle Sonnenburg (links) kommt zur Gratulation.
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Löwen-Jubel: Dylan Wruck (Mitte) feiert sein wichtiges Tor zum 3:2, Vorbereiter Kyle Sonnenburg (links) kommt zur Gratulation.

Eishockey

Maskenparty bei den Löwen nach dem Hessenduell

  • Markus Katzenbach
    VonMarkus Katzenbach
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Frankfurt gewinnt in der DEL 2 ein packendes Spiel gegen die alten Rivalen aus Kassel.

Frankfurt -Auf den Rängen wurde eine Maskenparty gefeiert, auf dem Eis getanzt. Erst schwang die ganze Mannschaft die Schlittschuhe, dann folgte Jake Hildebrand der Tradition in der Eissporthalle am Ratsweg, wonach der Goalie bei siegreichen Heimspielen ein Tänzchen für die Fans zum Besten gibt - nachdem er seinen Teil beigetragen hatte, dass es auch einen Grund für solche Festakte gab. Unter anderem dank seiner Glanzparaden gewannen die Löwen Frankfurt am Freitagabend ein packendes Hessenduell gegen die Kassel Huskies mit 4:2 (0:0, 2:1, 2:1) und behaupteten damit die Spitze in der zweiten Klasse des deutschen Eishockeys.

"Kassel hat hart und richtig gut gespielt, aber wir haben mit der gleichen Intensität gespielt und am Ende verdient gewonnen", urteilte Löwen-Kapitän Max Faber und freute sich auch über die Derby-Atmosphäre vor offiziell 5187 Zuschauern: "Das entscheidende Tor, das 3:2, da war die Halle so laut, das war unglaublich." Die Stimmung litt offenbar auch nicht allzu sehr darunter, dass vom Frankfurter Gesundheitsamt angesichts steigender Corona-Zahlen kurzfristig verfügt wurde, dass die Masken auf den Rängen anbehalten werden mussten, zusätzlich zur 2G-Regel.

Denen, die gekommen waren, bot das Duell der beiden dicksten Brocken der DEL 2, ersten Meisterschaftsanwärter und alten Hessenrivalen von Anfang an viel Unterhaltung, nur lange keine Tore. Kein Vergleich zum furiosen Frankfurter 6:1 in Kassel, in den katastrophalen Anfangswochen der Huskies: Diesmal war es ein Derby auf Augenhöhe, ein Spitzenspiel mit zwei starken Teams - und viel Abwechslung.

"Es geht vielleicht sogar ein bisschen zu sehr hoch und runter", bemängelte Löwen-Stürmer Alexej Dmitriev in der ersten Drittelpause im Interview beim Onlinesender Sprade-TV und gab die Losung aus: "Wir müssen die Chancen einfach nur reinmachen und Chancen der Kasseler verhindern." Im ersten Abschnitt war beides bei mehreren guten Gelegenheiten auf beiden Seiten nicht gelungen , und auch im zweiten Drittel sollte es noch dauern mit der Chancenverwertung. Was nicht zuletzt an Hildebrand und Jonas Neffin, seinem Kollegen im Kasseler Tor, lag. "Jonas hat ein sensationelles Spiel gemacht", lobte Huskies-Coach Tim Kehler hinterher.

Schließlich aber war auch der Goalie in Blau-Weiß geschlagen: Carson MacMillan (33.) und Dylan Wruck (35.) nach einer gelungenen Co-Produktion mit Rylan Schwartz und Ryon Moser brachten spielfreudige Frankfurter in Führung, gegen stark dagegenhaltende Huskies, die ihrerseits immer wieder gefährlich konterten. Das ging in Ordnung, weil Wruck und Co. flüssiger kombinierten, mehr die Scheibe, vom Spiel und auch mehr von den vielen Möglichkeiten hatten. Sie waren nun richtig am Drücker, doch statt nachzulegen, machten sich die Löwen das Leben selbst schwer. Jake Weidner (36.) und Denis Shevyrin (41.) nutzten Scheibenverluste von Faber und Rylan Schwartz zum Ausgleich, der insgesamt sehr zufriedene Bo Subr tadelte: "Wir haben zwei Tore zu einfach weggegeben, daran müssen wir arbeiten."

Trotzdem konnte auch der Frankfurter Headcoach schließlich einen "verdienten Sieg" bilanzieren. Dafür sorgte noch einmal Wruck (56.) mit der erneuten Führung nach einem geschickten Querpass des sich nach vorne wühlenden Verteidigers Kyle Sonnenburg, Schwartz traf noch ins leere Huskies-Tor (60.) - und die Maskenparty konnte beginnen.

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