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Mit Dank an den Schlussmann

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Von: Markus Katzenbach

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Ein anerkennendes Klopfen auf den Helm: Löwen-Verteidiger Kevin Maginot mit Torwart Jake Hildebrand.
Ein anerkennendes Klopfen auf den Helm: Löwen-Verteidiger Kevin Maginot mit Torwart Jake Hildebrand. © Nadine Roith/Jan Huebner

Die Löwen gewinnen auch das dritte Spiel der DEL-2-Halbfinalserie gegen Heilbronn. Nicht zuletzt dank Goalie Hildebrand.

Frankfurt -Sie wussten, bei wem sie sich zu bedanken hatten. Ein Frankfurter Löwe nach dem anderen schlitterte bei dem noch an seinem Gehäuse verweilenden Jake Hildebrand vorbei, drückte seinen Helm an den des Schlussmannes, umarmte ihn oder klopfte ihm zumindest anerkennend auf die Schultern. Das ist gute Gewohnheit nach der letzten Sirene, hatte diesmal aber noch ein paar mehr Gründe als sonst - 38, um genau zu sein. So viele Schüsse nämlich parierte der Schlussmann der Frankfurter am Montagabend und hatte so großen Anteil daran, dass sie auch das dritte Spiel gegen die Heilbronner Falken gewannen, diesmal mit 5:2 (1:0, 1:0, 3:1), vor 4286 Zuschauern in der Eissporthalle am Ratsweg, die erstmals nach über zwei Corona-Jahren wieder ohne Einschränkungen Einlass fanden.

In dieser Halbfinalserie der zweiten Klasse des deutschen Eishockeys führen die Löwen so mit 3:0 Siegen und haben nun vier Gelegenheiten, den fürs Weiterziehen ins Finale nötigen vierten einzufahren - die erste am Mittwoch (20 Uhr) zu Gast in der Eishalle am Heilbronner Europaplatz. "Es war nicht unser bestes Spiel heute, aber wir haben einen Weg gefunden, es zu gewinnen", urteilte Headcoach Bo Subr und blickte voraus: "Es tut gut, mit dem Sieg im Rücken nach Heilbronn zu fahren."

Die makellose Play-off-Bilanz von inzwischen sieben Siegen aus sieben Spielen - vier davon in der glatt gewonnenen Viertelfinalserie gegen den EHC Freiburg - baute der Meisterschafts- und Aufstiegsanwärter vom Main so weiter aus. Von den sieben bisherigen Begegnungen in den Alles-oder-Nichts-Spielen war es aber diejenige, in denen die Löwen am wenigstens dominierten, am wenigsten kontrollierten. Und daher auch diejenige, in denen ihr Torwart Hildebrand am meisten gefordert war. "Es war klar, dass Heilbronn mit Aggressivität kommen wird und seine Heil darin suchen wird", sagte Löwen-Sportdirektor Franz-David Fritzmeier in der ersten Drittelpause beim Onlinesender Sprade-TV über das starke Dagegenhalten der Gäste, die nach zwei Niederlagen erbittert um eine Trendwende kämpften, und war nicht ganz zufrieden, mit dem, was die Seinen bis dahin boten: "Wir müssen schneller und besser spielen., eine Schippe drauflegen", forderter.

Was dann auch gelang, obwohl die Löwen noch einen Rückschlag verkraften mussten: Nach einem Check des Heilbronners Judd Blackwater konnte ihr Center Nathan Burns nicht mehr weiterspielen. "Es sollte bis Mittwoch wieder gehen, aber heute ging es nicht mehr", erklärte Subr, und haderte damit, dass die Aktion ungestraft blieb: "Die Schiedsrichter hätten den Videobeweis nutzen sollen, um sich den Check noch einmal anzusehen."

Auf Erfolgskurs blieben die Löwen so oder so. Pierre Preto 9. Minute), traf im ersten Drittel, Brett Breitkreuz (28.) im zweiten - und hinten hielt Hildebrand alles, was auf ihn zu kaum. "Er war schon der, der heute den Unterschied gemacht hat", lobte Falken-Trainer Jason Morgan den gegnerischen Goalie, sein Topscorer Julian Lautenschlager wusste aus eigener leidvoller Erfahrung: "Der ist schon extrem gut."

Spannend wurde es trotzdem noch einmal, da half auch Kevin Maginots 3:0 (43.) nicht. Als sie ihren eigenen und auch sehr starken Torwart Arno Tiefensee für einen sechsten Feldspieler auf die Bank setzten, trafen plötzlich auch die Falken, gleich zweimal in der 57. Minute, durch Jeremy Williams und Kenney Morrisson. Doch zu den Löwen-Stärken zählt derzeit auch, Tore zur richtigen Zeit zu schießen. Dylan Wruck konterte prompt zum 4:2 (58.), Rylan Schwartz traf noch ins leere Tor, das war es für den Montag.

"Wir sind ab Spiel eins im Viertelfinale zu 100 Prozent fokussiert, wir haben die Fans im Rücken und wir marschieren mit vier Reihen", fasste Stürmer Yannick Wenzel das bisherige Geschehen zusammen. Und einen zuverlässigen Schlussmann, den hat man ohnehin.

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