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Treffsicher auch als Abwehr-Aushilfe: Löwen-Kapitän Adam Mitchell entscheidet das Spiel in Ravensburg von der blauen Linie.

Eishockey

Der nächste Löwen-Coup in flotter Folge

  • Markus Katzenbach
    vonMarkus Katzenbach
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Nach dem Sieg gegen Kassel gewinnt Frankfurt auch das nächste Spitzenspiel in Ravensburg. Dafür gibt es ein Lob vom früheren Löwen-Meistermacher hinter der anderen Bande.

Frankfurt – Manuel Strodel warf sich noch einmal in einen in Richtung Tor fliegenden Puck und sank schmerzverzerrt aufs Eis, das war es dann aber auch. Zwei Tage nach dem hart erkämpften Coup gegen die Hessenrivalen von den Kassel Huskies haben die Frankfurter Löwen nachgelegt: Dem Sieg gegen den Spitzenreiter der zweiten Klasse des deutschen Eishockeys folgte beim bisherigen Tabellenzweiten der nächste Coup gleich hinterher. Bei den Ravensburg Towerstars verdienten sich die Löwen am Dienstagabend ebenfalls mit einem 2:1 (0:1, 1:0, 1:0) weitere drei Punkte – und machen so in der durch ihre Corona-Zwangspause ziemlich verzerrte Rangliste der DEL 2 Boden gut.

„Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft“, bekundete Franz-David Fritzmeier, der Frankfurter Trainer und Sportdirektor, „dass wir nach dem Spitzenspiel mit vielen Emotionen schon wieder ein Spitzenspiel gewonnen haben“. Wieder mit nur einem Gegentreffer – obwohl die Abwehr durch die Ausfälle von Kyle Wood und David Suvanto und das langfristige Fehlen von Max Faber so ausgedünnt ist, dass Adam Mitchell erneut in der Abwehr aushelfen musste.

Der routinierte Kapitän zeigte sich auch in dieser Rolle treffsicher, nur aus einer ungewohnten Position: Von der blauen Linie gelang ihm in der 52. Minute mit einem gezielten Schlagschuss das entscheidende Tor. Zuvor hatte Martin Buchwieser (39.), sein Ersatz in der ersten Sturmreihe, die Ravensburger Führung durch Alexander Dosch (17.) ausgeglichen.

„Ab dem zweiten Drittel haben wir das Spiel nach und nach übernommen, den Druck auf Ravensburg erhöht und nicht mehr viel zugelassen“, befand Fritzmeier, „und dann haben wir im richtigen Moment zugeschlagen“.

Erstaunlich war, dass die Löwen im siebten Spiel innerhalb von 15 Tagen im dritten Drittel sogar noch einmal zulegen konnten. Die dreieinhalbwöchige Unterbrechung im Spielbetrieben durch gleich zwei aufeinanderfolgende Quarantäne-Verordnungen scheint ihnen bislang kräftemäßig nicht all zu viel anzuhaben, und die Ergebnisse stimmen nach den ärgerlichen Niederlagen der vorigen Woche in Landshut und gegen Bad Tölz auch wieder.

„Alle vier Reihen haben ihren Job gemacht, so konnten wir Kräfte sparen“, nannte Fritzmeier ein Erfolgsgeheimnis, sein Gegenüber wies auf noch einen Faktor hin: „Frankfurt war die bessere Mannschaft. Sie haben hart gearbeitet und wollten den Sieg mehr als wir“, erkannte Rich Chernomaz an – ein Lob von berufener Stelle, vom früheren Löwen-Meistermacher hinter der Ravensburger Bande.

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