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Niederlage im Löwen-Findungsprozess

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Von: Markus Katzenbach

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Enttäuschter Neu-Löwe: Auch Nathan Burns kann die Niederlage gegen Dresden nicht verhindern.
Enttäuschter Neu-Löwe: Auch Nathan Burns kann die Niederlage gegen Dresden nicht verhindern. © Nadine Roith/Jan Huebner

Das Spitzentreffen in der DEL 2 endet für Frankfurt enttäuschend: Gegen Dresden verlieren etwas neu formierte Löwen mit 1:4.

Frankfurt -Im Anschluss an ein für die Frankfurter Löwen enttäuschendes Spitzentreffen fand sich wenigstens noch die Gelegenheit für ein paar warme Worte eines heimgekehrten Hoffnungsträgers. "Es ist ein Nachhausekommen, es fühlt sich sehr gut an", sagte Brett Breitkreuz im Interview beim Onlinesender Sprade-TV, als die letzte Sirene des Dienstagsabends gerade verklungen war. Wobei das gute Gefühl ganz allgemein dem neuerlichen Engagement des einstigen Publikumslieblings am Ratsweg und weniger dem Moment. Für die kurz zuvor Gewissheit gewordene 1:4 (1:0, 0:2, 0:2)-Heimniederlage gegen die Dresdner Eislöwen fand Stürmer Breitkreuz dann auch deutliche Worte: "Dresden war einen Schritt besser", räumte er ein, "besser im Forechecking, besser in der defensiven Zone, besser in den Special Teams."

Das konnte man so stehen lassen, weshalb Andreas Brockmann auf der anderen Seite eine stolze Bilanz ziehen konnte. "Wir haben über 60 Minuten ein hervorragendes Spiel gemacht", sagte der Dresdner Trainer. Für die Gäste aus Sachsen war es ein ungewöhnlicher Abend: In Frankfurt hatten sie schon ewig nicht mehr gewonnen, und zu einem Gastspiel als Erster der - wegen der vielen Corona-Ausfälle freilich etwas verzerrten - Tabelle der zweiten Klasse des deutschen Eishockeys anzutreten, war für sie ebenfalls eine seltene Ehre.

Gleichzeitig waren die Eislöwen ein so lange nicht mehr gesehener Besuch in der Eissporthalle am Ratsweg, wo sich die meisten Gäste vor ihrem Tor verschanzen und ihr Glück in Kontern suchen. Die Dresdner aber spielten munter mit und waren über weite Strecken die bessere Mannschaft.

"Gerade im zweiten Drittel waren wir nicht gut genug. Wir müssen insgesamt einfach besser sein als wir es heute waren", erkannte auch Löwen-Headcoach Bo Subr an. Er hatte angesichts der Rückkehr von Breitkreuz und der Verpflichtung von Nathan Burns seine Reihen etwas neu gemischt. Breitkreuz stürmte mit Rylan Schwartz und Dylan Wruck, Burns mit Ryon Moser und Alexej Dmitriev.

"Das ist ein Findungsprozess, wie wir die neuen Spieler am besten einbauen können, wer am besten zusammenpasst", erklärte Sportdirektor Franz-David Fritzmeier. "Da wird sich aber sicher noch etwas ändern." Alles zusammen passte tatsächlich noch nicht, eher im Gegenteil - auch wenn die Löwen nicht schlecht in die Partie fanden und nach dem ersten Drittel eines da noch recht ausgeglichenen und gutklassigen Spitzenspiels 1:0 vorne lagen. "Wir müssen sehen, dass wir so weiter spielen", mahnte Torschütze Kevin Maginot und erinnerte an das 2:1 nach Verlängerung am Sonntag gegen den EC Bad Nauheim: "Da war das zweite Drittel auch nicht unser bestes."

Was sich indes wiederholen sollte, und diesmal kamen die Löwen nicht mehr zurück. Maximilian Kolb (24.), Tomas Andres (37.), Johan Porsberger (43.) und Timo Walther (60.) drehten die Partie für die Dresdner, die zunehmend stabiler und strukturierter, bissiger und zielstrebiger und insgesamt damit vielleicht der bislang beste Gast der bisherigen Saison in Frankfurt waren. Während es den heimischen Löwen genau an diesen Qualitäten diesmal mangelte. "Morgen ist frei, dann bereiten wir uns auf das nächste Spiel vor", blickte Brett Breitkreuz gleich voraus: Am Freitagabend (19.30 Uhr) kommt der EC Bad Tölz. "Dann", wusste Breitkreuz, "müssen wir wieder einen Weg zum Gewinnen finden."

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