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Siegerjubel nach 5:2 Sieg, Ewiger Topscorer Nils Liesegang (Frankfurt, 98).

Löwen Frankfurt

Nils Liesegang löst Legende Trevor Erhardt als Topscorer ab

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Aller guten Dinge sind drei. Zum dritten Mal lagen die Löwen in der laufenden DEL2-Saison gegen die Dresdner Eislöwen deutlich zurück, zum dritten Mal konnten die Frankfurter Eishockeyspieler den Rückstand noch in einen Sieg umwandeln.

Der beim gestrigen 5:2 (0:2, 2:0, 3:0) von den 5144 Zuschauern am Ratsweg am meisten gefeierte Mann war Nils Liesegang, nun neuer Rekordhalter der Löwen. Mit seinem Pass zu CJ Stretch, der das 2:2 markierte, kam er auf seinen 359. Scorerpunkt, womit er den legendären Trevor Erhardt an der Spitze der ewigen Liste der Löwen Frankfurt ablöste. Und um seine starke Leistung zu krönen, setzte er später mit einem sehenswerten Treffer zum 3:2 noch den 360. Punkt drauf.

Die körperbetont spielenden Sachsen erwiesen sich als der erwartet starke und zähe Widersacher. Im ersten Drittel waren sie die tonangebende Mannschaft, die durch den Letten Artur Kruminsch und Eric Valentin, der einen Schuss von Kruminsch abfälschte, verdient mit 2:0 in Führung lagen.

Im mittleren Spielabschnitt übernahmen die Löwen dann die Regie. Verkürzen konnten sie durch ein Powerplay-Tor. Kapitän Pat Jarrett fälschte einen Schuss von Mike Card ab, es war das erste Frankfurter Überzahltor nach vielen vergeblichen Versuchen in den sechs Spielen zuvor. Den Ausgleich erzielte wie schon erwähnt mit einem schönen Schuss Stretch nach Vorarbeit von Liesegang. Die Löwen waren nun dem 3:2 näher, konnten sich aber auch bei ihrem starken Keeper Brett Jaeger bedanken, dass es nicht 2:3 stand. Denn die Gäste profitierten von den üblichen Puckverlusten der Frankfurter Offensive, mit denen sie gefährliche Konter starteten, die jedoch alle von Jaeger entschärft wurden. „Brett hat uns im Spiel gehalten. Es war sein bestes Spiel im Löwen-Trikot“, lobte Trainer Paul Gardner.

Wie schon in den vorherigen Duellen mit Dresden musste und wollte es der Tabellenzweite im Schlussdrittel richten. Das 3:2 auf der Kelle hatte Stretch, doch das Tor der Dresdner war vorher verschoben worden. Gästetorwart Hannibal Weitzmann stand nun im Mittelpunkt. Der aufgeregt wirkende Dresdner Coach Bill Stewart nahm schon früh eine Auszeit – es half nichts. Die Löwen blieben im Vorwärtsgang, erarbeiteten sich Chance um Chance und wurden durch das tolle Solo von Liesegang zum 3:2 auch belohnt. Das 4:2 von Richie Mueller sicherte den Sieg, das 5:2 erzielte Clarke Breitkreuz ins verwaiste Tor – Dresden hatte drei Minuten vor Schluss den Torwart vom Eis genommen. „Wir sind schlecht ins Spiel gestartet, haben ab dem zweiten Drittel sehr hart gearbeitet und alles für den Sieg gegeben. Wir haben auch die richtigen Entscheidungen getroffen“, fasste Gardner zusammen.

(löf )

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