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Eishockey

Noch ein Erfolg für die gute Löwen-Laune

  • Markus Katzenbach
    vonMarkus Katzenbach
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Mit dem dritten Sieg in Serie lässt sich der traditionelle Terminstress rund um Weihnachten und Silvester in der DEL 2 in Frankfurt gelassener angehen.

Frankfurt.Nach dem letzten Bully begrüßte Mike Mieszkowski noch den einen oder anderen alten Bekannten, ehe er einer Tradition in der Eissporthalle am Ratsweg nachkam: Von den Fans zum "Spieler des Spiels" erkoren, schlitterte der neue Sturm-Hüne am vierten Advents-Sonntagabend mit der großen Heimsieg-Fahne übers Eisoval - und dass ihm zwischendrin das Stück Stoff von der Stange ging, war auch nur Anlass für Erheiterung: Bei den Frankfurter Löwen ist die gute Laune zurück, rechtzeitig zu den Festtagen und dem traditionellen Terminstress rund um Weihnachten und Silvester: Mit dem verdienten 5:2 (1:0, 1:2, 3:0) vor 4648 Zuschauern gegen den ESV Kaufbeuren in der zweiten von sieben in 17 Tagen angesetzten DEL-2-Partien lässt sich das weitere volle Programm gelassener angehen. "Das war das dritte solide Spiel in Folge", bilanzierte Headcoach Matti Tiilikainen, "das ist sehr wichtig für uns".

Die jüngsten Erfolgserlebnisse hatten die zuvor gedrückte Stimmung bereits aufgehellt: Die Talsohle, die rund um den Eishockey-Zweitligisten Sorgen ausgelöst hatte, war vergessen, weiter bestehende Personalmängel auch. Die Fans feuerten ihre Frankfurter noch leidenschaftlicher an, und die trumpften auf, als hätten sie nie Zweifel gehabt und als fehlten ihnen nicht immer noch acht verletzte oder zur U-20-WM abgesandte Spieler.

Gegen diese wieder erstarkten Löwen stand Vorjahreshalbfinalist Kaufbeuren fast ständig unter Druck. Kein Zufall, dass Roope Ranta wieder eine Hauptrolle spielte, wie beim Offenbacher Freiluft-Spektakel gegen den EC Bad Nauheim mitsamt Zaubertricktor und dem ebenfalls im Penaltyschießen gewonnenen Gastspiel bei Meister Ravensburg. Dass er auch am Sonntag traf (9.), war so fast schon gute Gewohnheit, dass Mike Mieszkowski (36.) dies auch tat, eine Geschichte für sich: Eine Woche vorher war er aus Kaufbeuren erst nach Frankfurt gewechselt und erzielte gegen seinen alten Arbeitgeber im ersten Heimspiel sein erstes Tor für seinen neuen Club. "Er bringt eine Körperlichkeit ins Spiel, die uns vorher gefehlt hat" lobte Tiilikainen.

Dass die Löwen trotzdem lange zitterten, lag an etlichen ausgelassenen Chancen - und zwei wenigen Nachlässigkeiten, die Alexander Thiel (29.) und Tobias Wörle (38.) für die Gäste nutzten. Martin Buchwieser (45.), Max Eisenmenger (58.) und Stephen MacAulay (58.) machten aber alles klar, Da ESV-Neuzugang Calvin Pokorny nach seiner dritten großen Strafe der Saison eigentlich die Spielberechtigung fehlte, könnte aus dem 5:2 gar noch ein 5:0 werden, Protest wird wohl eingelegt.

Für mehr als Rang acht reichten die drei Punkte so oder so vorerst nicht, der Weg nach oben aber ist nicht weit: Mit einem weiteren Sieg am zweiten Weihnachtsfeiertag (18.30 Uhr) daheim gegen Aufsteiger EV Landshut könnten die Löwen ein gutes Stück aufwärts klettern. Eine gute Personalnachricht gibt es dafür schon jetzt: Verteidiger Alex Roach hat seine Knieverletzung so weit auskuriert, dass er dann wieder mit aufs Eis darf.

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