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Nur kein Löwen-Druck

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Von: Markus Katzenbach

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Der erste Besuch in Bietigheim Ende Dezember war für Carter Rowney (rechts) und die Löwen sehr erfolgreich. So soll es am Freitag wieder sein.
Der erste Besuch in Bietigheim Ende Dezember war für Carter Rowney (rechts) und die Löwen sehr erfolgreich. So soll es am Freitag wieder sein. © © PuckpixbySteph

Die Play-offs locken, das Rennen um die letzten freien Plätze könnte enger kaum sein. Aber noch sind auch einige Spiele zu spielen. Und mit neuen Zielen stressen müssen sich die Frankfurter Aufsteiger, die bemerkenswerterweise nie wirklich in Abstiegsgefahr geraten sind, nun auch nicht.

Frankfurt -Alles kann, nichts muss, den wichtigsten Teil ihrer Zielvorgabe haben die Frankfurter Löwen schließlich schon fast erfüllt. Gekommen, um zu bleiben? Der Klassenerhalt in der ersten Liga des deutschen Eishockeys dürfte für den Aufsteiger kaum noch in Gefahr geraten, bei 22 und mehr Punkten Vorsprung auf die beiden möglichen Abstiegsplätze mit den Augsburger Panthern und den Bietigheim Steelers. Dass das clevere Löwen-Motto auch Luft nach oben lässt, haben die Verantwortlichen stets durchblicken lassen, bloß plötzlich mit neuen Zielen die Mannschaft und sich selbst stressen wollen sie gewiss nicht. „Wir haben nur positiven Druck“, meint Sportdirektor Franz-David Fritzmeier. „Wenn wir weiter punkten, haben wir gute Möglichkeiten, unter die Top Ten zu kommen, ohne das unbedingt zu müssen.“

Schließlich stehen die Frankfurter Neulinge, für viele Experten vor der Saison ein sicherer Absteigertipp, auch nach der Durststrecke in den ersten Wochen des neuen Jahres besser da, als man erwarten durfte, und sie können noch mehr erreichen: Die Play-offs locken, natürlich auch die Spieler, und es wäre nach den vielen begeisternden Auftritten und erfreulichen Ergebnissen trotz des Erreichen des Klassenziels schon schade, sollte die Saison mit dem Ende der Hauptrunde Anfang März plötzlich vorbei sein. „Wenn wir unseren Platz verteidigen sind wir dabei“, betont Fritzmeier. Als aktueller Neunter, nach dem wichtigen Sieg vom Sonntag bei der Konkurrenz von den Schwenninger Wild Wings wieder zurückgerutscht in die für die Ausscheidungsspiele um die Meisterschaft berechtigende Top-Ten-Zone, in der man sich erstaunlicherweise ja fast die ganze bisherige Saison über befunden hat, abgesehen vom vergangenen Wochenende. Nun, da der Spielplan mit Augsburg heute (19.30 Uhr) daheim in der Eissporthalle am Ratsweg und am Freitag (19.30 Uhr) in Bietigheim die beiden abgeschlagenen Abstiegskandidaten als nächste Gegner vorsieht.

„Wir können jetzt nachlegen“, sagt Fritzmeier und weiß: Anders als seine Löwen, die dank ihrer vielen Punkte aus dem ersten Hauptrundendrittel nie wirkliche Abstiegsängste hegen mussten, stehen die nächsten beiden Gegner voll unter Druck. „Für beide ist es ein Endspiel, sie müssen unbedingt gewinnen“, meint der Manager. Während die Löwen sich vorsichtig weiter oben umschauen können: Auch der Neunte und Zehnte der DEL dürfen noch in die sogenannten Pre-Play-offs, enger könnte das Rennen kaum sein. 14 Spiele vor dem Ende trennen Frankfurt (59), die Iserlohn Roosters (59), die Nürnberg Ice Tigers (58) und Schwenningen (57) gerade zwei Punkte. Und dahinter kommt der gestrauchelte Titelverteidiger Eisbären Berlin (54) doch noch schwer in Fahrt.

„Berlin wird unter den ersten Zehn sein“, ist sich Fritzmeier sicher. Und die Löwen? „Wir tun gut daran, von Spiel zu Spiel zu schauen, so gut zu spielen und so viele Punkte zu holen wie möglich“, sagt er. Gegen Augsburg wohl auch wieder mit Top-Scorer Dominik Bokk, der seine Grippe auskuriert haben dürfte. Und bestenfalls mit besserer Balance zwischen Offensive und Defensive, insgesamt einem besseren Defensivverhalten der ganzen Mannschaft, daran hat man im Lernprozess rund um die vielen Niederlagen zuletzt besonders gearbeitet. Die Konkurrenz sieht Franz-David Fritzmeier so oder so unter größerem Zugzwang. „Ich denke, dass Schwenningen oder Iserlohn nicht zufrieden damit sind, hinter uns als Aufsteiger zu stehen, weil sie höhere Ziele haben“, meint er und schließt: „Wir sind die Mannschaft, die am positivsten in die letzten Spiele geht.“ Was ja schon einmal nicht schaden kann.

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