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So machen die Löwen auch sich selbst Spaß

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Von: Markus Katzenbach

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Löwen-Jubel über den fünften Treffer: Torschütze Manuel Strodel (links) mit Vorbereiter Carson McMillan.
Löwen-Jubel über den fünften Treffer: Torschütze Manuel Strodel (links) mit Vorbereiter Carson McMillan. © Patrick Scheiber/Jan Huebner

Beim 8:2 gegen Bayreuth belohnen sich Mitchell und Co. für harte Arbeit und eine starke Leistung aller Reihen.

Frankfurt -Gegen Ende eines rundherum gelungenen Dienstagabends wurde Adam Mitchell noch ans Mikrofon gebeten, das war unter diesen Umständen eine sehr angenehme Pflicht. "Wir haben super gespielt", durfte der unlängst erst wieder aufs Eis zurückgekehrte Ex-Kapitän der Frankfurter Löwen dann auch mit Fug und Recht urteilen, im Interview beim Onlinesender Sprade-TV: "Das hat Spaß gemacht." Die letzte Sirene in der Eissporthalle am Ratsweg war da gerade verklungen und ein 8:2 (4:2, 2:0, 2:0) gegen die Bayreuth Tigers verbucht - der dritte Löwen-Sieg innerhalb von fünf Tagen, der dritte im dritten Spiel seit Mitchells Comeback. Womit auch der dritte Platz in der DEL-Tabelle weiter gefestigt war.

"Unsere Tiefe" nannte Mitchell als Erfolgsgeheimnis: "Wenn wir so durchspielen, mit zwölf Stürmern und sieben Verteidigern, wird der Frust auf der anderen Seite groß." Das merkte man den Bayreuthern gegen Ende an, dabei hatte der Abend eigentlich gut für sie begonnen.

Flott hin und her ging es anfangs noch in beide Richtungen - und die Löwen, die sich seit längerem schon mit einem Mangel an Konstanz über 60 Minuten beschäftigen, nahmen sich ihre Aussetzer diesmal gleich am Anfang. Der ehemalige Bad Nauheimer Cason Hohmann (2. und 9. Minute) nutzte es aus, dass die Frankfurter zwar ein eifriges Forechecking betrieben, andere Verteidigungsaufgaben aber erst einmal etwas vernachlässigten.

"Wir haben auf der Bank keine Panik bekommen, weil wir wussten, dass wir unser Eishockey spielen müssen und noch genug Zeit ist", berichtete Mitchell. Tatsächlich war das Ergebnis in beiden Fällen ja auch prompt korrigiert. Zum 1:1 brauchte Kevin Maginot nach dem ersten Rückstand nur 36 Sekunden, einen Schlenker und einen Schlenzer genau in den linken Torwinkel, zum 2:2 nach dem zweiten Rückstand Dylan Wruck dann 40 Sekunden und eine feine Vorarbeit von Rylan Schwartz und Mitchell.

Damit nicht genug in einem intensiven ersten Drittel: Schwartz (16.) mit einem Schuss aus der Drehung und Brett Breitkreuz, der in Überzahl einen Schuss von Bobby Raymond abfälschte (19.), steuerten zwei weitere Frankfurter Tore bei - und diesmal ließen die Löwen nicht nach, wie zuletzt öfter mal, gerade im zweiten Abschnitt.

"Es braucht auch Zeit, bis die Spieler reinfinden, bis sich die Reihen finden. Das harmoniert gerade gut. Das Wichtigste ist aber, dass alle mitarbeiten. Wenn man hart arbeitet, wird man dafür auch belohnt", nannte Sportdirektor Franz-David Fritzmeier in der zweiten Drittelpause Gründe dafür, dass es diesmal anders und besser lief. Manuel Strodel hatte da schon nach einem klugen Pass von Carson McMillan im Powerplay auf 5:2 erhöht (29.), der mit insgesamt sechs Scorerpunkten brillierende Wruck mit einer Einzelaktion das 6:2 (38.) nachgelegt. Die Löwen kombinierten immer wieder flüssig und präzise, und sie vergessen auch weder die Vollstreckung bei ihren eigenen Chancen noch die Verteidigungsarbeit auf der anderen Seite. Gewiss auch dank der Verpflichtungen von Mitchell sowie von Breitkreuz und Nathan Burns, beide nun zum siebten Mal im Einsatz - das macht sich schon jetzt positiv bemerkbar.

Gut für die Statistik war der Abend obendrein: Max Faber nutzte das dritte von bis dahin vier Powerplays, Raymond in der Schlussminute noch eine doppelte Überzahl. "Die Special Teams waren sehr gut heute", lobte Headcoach Bo Subr seine Über- und Unterzahlkommandos ganz besonders. Dass neben dem wohl zeitnah wieder einsatzbereiten Alexej Dmitriev auch Tomas Sykora fehlte und laut Subr für eine Rückkehr wohl noch "ein paar Tage bis eine Woche" brauchen wird, ließ sich da verschmerzen. "Zum Glück haben wir jetzt genug Spieler", meinte der Coach.

"Die größte Herausforderung", so nannte es Adam Mitchell, ist jetzt: "Am Donnerstag so weiterzuspielen." Dann geht es gegen den zuletzt schwer aufkommenden EV Landshut, am Dienstag 6:1-Sieger bei den Kassel Huskies, die wiederum im raschen Termin-Takt am Samstag und Montag Löwen-Gegner sind. Bo Subr formulierte sogar noch eine anspruchsvollere Aufgabe. "Wir müssen sehen", schloss der Trainer, "dass wir von hier aus besser und besser werden".

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