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12.03.2018, xnrx, Eishockey DEL 2 Playoffs Viertelfinale Spiel 1, Loewen Frankfurt - Kassel Huskies, emspor, v.l. Goal scored, Tor zum 1:2 Anschluss. Torschuetze Adriano Carciola (Kassel Huskies), Antti Karjalainen (Löwen Frankfurt), Jens Meilleur (Kassel Huskies)

Löwen Frankfurt

Trotz 4:2-Führung: Löwen unterliegen Kassel zum Play-Off-Start

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„Frankfurt war zunächst besser, hat sich durch eigene Strafminuten aber aus dem Spiel gebracht. Chancen waren da. Für mich haben sich die Löwen selbst geschlagen“, sagte Andrej Jaufmann, einstiger Spieler der Löwen, der als Trainer mit seinen U25-Spielern in der Drittelpause für den Aufstieg in die Eishockey-Regionalliga West gefeiert wurde.

„Frankfurt war zunächst besser, hat sich durch eigene Strafminuten aber aus dem Spiel gebracht. Chancen waren da. Für mich haben sich die Löwen selbst geschlagen“, sagte Andrej Jaufmann, einstiger Spieler der Löwen, der als Trainer mit seinen U25-Spielern in der Drittelpause für den Aufstieg in die Eishockey-Regionalliga West gefeiert wurde.

Am Freitag (19.30 Uhr) steigt in Kassel das zweite Match der Serie, am Sonntag ab 17 Uhr stehen sich die Kontrahenten auf dem Eis am Ratsweg wieder gegenüber. Zum Weiterkommen werden vier Siege benötigt.

Obwohl in der Halle „nur“ 5069 Zuschauer waren – Kassel schöpfte sein Karten-Kontingent nicht aus und aus Sicherheitsgründen durften in den für sie reservierten Block keine Frankfurter - herrschte am Ratsweg eine echte Playoff-Stimmung. Dazu trug sicherlich auch bei, dass beide Teams unten auf dem Eis einen echten Playoff-Thriller produzierten. Spannend, kampfbetont, intensiv, ausgeglichen, torreich. Da kann man sich trotz der Niederlage auf eine enge Serie gefasst machen.

Das Löwen-Rudel musste neben den Dauerverletzten ohne Wade MacLeod (überzähliger Ausländer), Martin Schymainski (verletzt) und Dominik Tiffels (spielt für Köln in der DEL) auskommen.

Das konnte den Angriffselan jedoch nicht stoppen. Vom ersten Bully an machten die Frankfurter Dampf. Nach einem Schuss von Nils Liesegang war Gäste-Torwart schon geschlagen. Doch der Puck ging vom Innenpfosten raus. Dann durfte Frankfurt erstmals im Powerplay spielen: Verteidiger Tim Schüle nutzte den Vorteil mit einem mächtigen Schuss zum Führungstreffer (8.) aus. Trainer Paul Gardner schickte daraufhin zur Entlastung die vierte Reihe aufs Eis. Die griff energisch an und Eric Valentin ließ nur 45 Sekunden nach dem 1:0 Keller zum zweiten Mal hinter sich greifen.

Kassel wirkte nervös. Erst gegen Ende des ersten Drittels, begünstigt durch zwei Hinausstellungen der Frankfurter, kamen die Gäste paarmal gefährlich vors Löwen-Tor, doch die Fanghand von Antti Karjalainen war stets blitzschnell oben.

Dass die Löwen zu oft die Strafbank „buchen“, erwies sich einmal mehr als großer Nachteil. Die Huskies spielten ihr Powerplay einfach, ließen die Scheibe schnell laufen und hatten im dritten Anlauf auch Erfolg. Der Torschütze hieß Adriano Carciola (23.).

Die aktivere Mannschaft waren aber nach wie vor die Löwen, die dank Liesegang erneut den alten Abstand herstellen konnten (27.). Clarke Breitkreuz hatte die Vorentscheidung auf dem Schläger, doch Keller konnte sein Solo entschärfen. Auf der anderen Seite machte Liesegang einen Fehlpass mit der Rückhand und den daraus resultierenden Sololauf vollendete Goldhelm Braden Pimm (36.). Da aber auch die Nordhessen viel zu oft auf die Strafbank mussten, brachte das nächste Powerplay Frankfurt das 4:2 durch Pat Jarrett (38.). Da die nach vorwärts drängenden Löwen aber zum wiederholten Male die Defensivarbeit vernachlässigten, ließ die Antwort der Schlittenhunde durch Patrick Klöpper erneut nicht lange auf sich warten (40.).

Und die Huskies, die fast jedes Bully gewannen, wollten mehr. Ihre Konter waren stets gefährlich. Einen nach vorne abgewehrten Puck spielte Mike Little quer zu dem im Januar von den Löwen nach Kassel abgegeben Tyler Gron, der mit einem Direktschuss traf (45.). Die Gäste wirkten nun stocktechnisch und individuell besser. Was sich auch zahlenmäßig bestätigte. Stefan Della Rovere blieb es vorbehalten, den Siegtreffer für die Gäste zu erzielen. Das 4:6, das Matthew Neal 39 Sekunden vor der Sirene ins verwaiste Tor erzielte, als Frankfurt ohne Torwart und mit sechs Feldspielern versuchte, den Ausgleich zu erzielen, war nur noch eine Zugabe.

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