Löwen Frankfurt

Trotz Überlegenheit 2:3 in Crimmitschau

  • vonMichael Löffler
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Die Eishockey-Löwen haben an diesem Wochenende durch die Nullnummer vom Tabellenführer Bietigheim Steelers zwei Chancen bekommen, den Olymp zu erklimmen, haben aber beide nicht genutzt. Beim Schlusslicht EispiratenCrimmitschau verloren sie 2:3 (0:2, 1:1, 1:0). In den ersten beiden Drittel versäumte es Frankfurt durch einfacheres, kompromissloseres Spiel, sich mehr bessere Chancen zu erspielen. Da waren die Löwen zu brav, haben den nötigen Biss vermissen lassen.

Die Eishockey-Löwen haben an diesem Wochenende durch die Nullnummer vom Tabellenführer Bietigheim Steelers zwei Chancen bekommen, den Olymp zu erklimmen, haben aber beide nicht genutzt. Beim Schlusslicht EispiratenCrimmitschau verloren sie 2:3 (0:2, 1:1, 1:0). In den ersten beiden Drittel versäumte es Frankfurt durch einfacheres, kompromissloseres Spiel, sich mehr bessere Chancen zu erspielen. Da waren die Löwen zu brav, haben den nötigen Biss vermissen lassen.

Trotz 35:14-Schüssen kam nichts Zählbares heraus, so dass die Frankfurter auf Rang zwei bleiben. Dass in der DEL2 jeder jeden schlagen kann, haben die Spitzenteams schon am Freitag erfahren. Die Löwen Frankfurt verloren gegen den Abstiegskandidaten Heilbronner Falken 2:3 nach Verlängerung. Und machten gegenüber den Hauptkonkurrenten im Kampf um die Spitze, Bietigheim Steelers und Kassel Huskies, einen Punkt gut.

So waren die Frankfurter vor dem Match beim Eispiraten Crimmitschau genügend gewarnt. Da mit der Verpflichtung von Christoph Gawlik nun ein Ü24-Spieler Spieler zu viel da ist, muss, vorausgesetzt alle sind gesund, einer auf die Tribüne. Am Freitag hat es Eddy Rinke-Leitans getroffen, in Crimmitschau pausierte nun Verteidiger Pawel Dronia. Gawlik spielte sowohl in der „Berlin-Reihe“ – mit Pat Jarrett und Richie Mueller spielte er einst gemeinsam bei den Eisbären  - als auch in der vierten Formation mit Rinke-Leitans und Ricco Ratajczyk.

Im halboffenen Eisstadion am Sahnpark war es ganz schön kalt. Doch die Westsachsen heizten den Löwen sofort ein. Jason Pinizzotto traf erst die Latte, doch nach acht Minuten hieß es 1:0 für die Gastgeber. CJ Stretch fälschte unglücklich einen Rückhandschuss des Slowaken Ivan Ciernik unhaltbar ab. In der 13. Minute verloren die Löwen den Puck hinter dem eigenen Tor, Crimmitschau-Topscorer Patrick Pohl fand im Slot den freien Pinizzotto, der diesmal genau Maß nahm. Die Frankfurter kamen mit der frühen Störung der vom neuen Trainer John Tripp gut eingestellten Gegner nicht zurecht. Und so kam ihnen die unfreiwillig vorverlegte Pause gerade recht. Wegen einer längeren Reparatur der Bande wurden die Spieler in der 16. Minute in die Kabinen geschickt. Im dadurch längeren mittleren Spielabschnitt machten die Hessen nun gehörig Dampf. 16:4-Schüsse lautete da das Schussverhältnis. Aber verkürzen konnten die Löwen nicht. Zwar gelang ihnen in der 34. Minute der Anschlusstreffer, denn nach abgewehrten Schüssen von Roman Pfennings und Pat Jarrett im dritten Versuch Clarke Breitkreuz ins Netz beförderte, aber drei Minuten später nutzte Pohl die Hinausstellung von Nils Liesegang zum 3:1. Und wieder war es ein Löwe, diesmal Jarrett, der dem Puck eine veränderte Richtung gab, die Torhüter Brett Jaeger ein Eingreifen unmöglich machte.

Nun hieß es auf die berühmte Schlussoffensive zu hoffen. Pausenlos stürmten sie in Richtung des von Ryan Nie gehüteten Tores, doch der Anschluss gelang ihnen durch einen Konter in Unterzahl. Matt Pistilli und CJ Stretch gingen auf und davon und Stretch schloss  mit einem trockenen Handgelenksschuss ab, den Nie nicht im Handschuh festhalten konnte. 15 Minuten verblieben noch, um Zählbares mitzunehmen. Die Angriffe rollten pausenlos in eine Richtung, Crimmitschau beschränkte sich auf einige Entlastungsangriffe, bei denen sich Jaeger mehrmals auszeichnen konnte. Doch die Zeit verging schnell, ohne dass die Eispiraten-Festung brüchig geworden wäre. 78 Sekunden vor der Sirene verließ Jaeger das Eis, die Frankfurter spielten ohne Torwart mit sechs Feldspielern. Trotz dieses Vabanque-Spiels blieb es jedoch bei der zweiten Löwen-Niederlage an diesem Wochenende. Und das gegen zwei vermeintliche Abstiegskandidaten.    

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