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Das Maskottchen der Löwen steht auf dem Eis

Löwen Frankfurt

Überlegene Löwen müssen beim 4:3-Sieg gegen Bad Tölz zittern

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Die Löwen Frankfurt haben ihre Tabellenführung verteidigt. Aber es war knapp.

Frankfurt - Den Löwen Frankfurt gelang mit einem trotz drückender Überlegenheit nur knappen 4:3 (2:1, 2:1, 0:1)-Heimsieg gegen die Namensvetter aus Bad Tölz nach einem klaren Triumph im Oktober sowie zwei Niederlagen in der Geburtsstadt des Frankfurter Sportdirektors Franz Fritzmeier und Verteidigers Leon Hüttl der Ausgleich in der Bilanz gegeneinander. Mit diesen drei Punkten haben die Löwen Frankfurt ihre Tabellenführung verteidigt.

Sonntag müssen die Löwen gegen Ravensburg ran

Diese gilt es nun am fünftletzten Spieltag der DEL2 beim Verfolger Ravensburg Towerstars (Sonntag: 18.30 Uhr) mit dem Löwen-Meistertrainer Rich Chernomaz an der Bande zu verteidigen. Das finnische Trainerteam entschied sich gegen den Namensvetter aus Bayern für eine offensive Variante. Als überzähliger Kontingentspieler blieb draußen der US-amerikanische Verteidiger Dan Spang, während im Sturm das Ausländer-Quartett Adam Mitchell, Antti Kerälä, David Skokan und Matthew Pistilli für Druck aufs gegnerische Tor sorgte. Zwischen den Pfosten durfte nach einer langen Pause der junge Torwart Bastian Kucis ran. Viel Arbeit bekam er nicht, Gegentore schon. Weil die Hessen ab und an sehr nachlässig agierten, Kontertore zugelassen haben. Das war eine der Ursachen, dass es nach der Hälfte der Begegnung nur 2:2 stand.

Mit Torchancen zu großzügig umgegangen

Den erstmaligen Ausgleich für die Gäste markierte Routinier Libor Dibelka, der einen weit am Tor vorbei laufenden Schuss geschickt abfälschte. Zum 2:2 traf Stephen MacAulay, der bei einem Zwei-gegen-Eins-Break von Andreas Pauli bedient wurde. Die andere Ursache, dass der Spitzenreiter zu diesem Zeitpunkt nicht klar in Führung lag, war die mangelnde Chancenauswertung. Torgelegenheiten gab es en Masse, doch die Frankfurter sind mit ihnen sehr großzügig umgegangen.

Kapital schlagen konnten die Favoriten in den ersten 30 Minuten daraus nur zweimal. Erst Mathieu Tousignant, der von Adam Mitchell glänzend freigespielt wurde, dann Matthew Pistilli. Torwart Mechel wehrte einen Schuss von Tousignant mit seinen Schonern nach vorne und der frei stehende Kanadier bedankte sich mit dem 2:1. Für die erneute Führung benötigten die Frankfurter ein Powerplay. Über Tim Schüle und einem feinen Querpass von David Skokan kam der Puck zu dem am linken Bullykreis lauernden Matt Pistilli, der mit einem Direktschuss Mechel keine Chance ließ.

Das Aufregendste war die Schlussminuten in diesem Drittel, die den 4578 Zuschauern besondere Freude bereitete: Erst traf Schüle mit einem Schlagschuss den Pfosten, dann trafen sich Pauli und Skokan mit den Fäusten. Und schließlich traf auch noch 25 Sekunden vor dem Drittelende Brett Breitkreuz nach einem gewonnenen Bully ins Tor.

Wer dachte, nun sei die Partie gelaufen, sah sich getäuscht. Denn nach nicht einmal zwei Spielminuten im Schlussabschnitt gab es durch Dibelka den dritten Kontergegentreffer. In der 49. Minute sah alles nach einer Entscheidung aus. Tousignant erzielte im Powerplay das vermeintliche 5:3.

Eine Szene zwölf Mal im Videobeweis angesehen

Die Schiedsrichter waren sich uneinig, schauten sich die Szene insgesamt zwölfmal auf dem Video an. Dann entschieden sie, dass der Treffer durch einen aktiven Kick mit dem Schlittschuh erzielt wurde und daher nicht gelten kann. Zur Hilfe kam den Frankfurtern dann ein Wechselfehler der Gäste, die auf einmal mit sieben Spielern auf dem Eis waren. Trotz der Hinausstellung nahmen sie zwar den Torwart vom Eis, doch es blieb beim Zittersieg des Spitzenreiters.

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