In Freiburg schon gut dabei, zu Hause in Frankfurt dann Torschütze und zum Spieler des Spiels erkoren: Löwen-Rückkehrer Kevin Maginot.
+
In Freiburg schon gut dabei, zu Hause in Frankfurt dann Torschütze und zum Spieler des Spiels erkoren: Löwen-Rückkehrer Kevin Maginot.

Eishockey

Viel besser kann der nächste Löwen-Anlauf nicht anfangen

  • Markus Katzenbach
    VonMarkus Katzenbach
    schließen

Die Frankfurter Aufstiegsanwärter starten mit einem Sechs-Punkte-Wochenende in die neue DEL-2-Saison.

Frankfurt -Genau 12,8 Sekunden standen noch auf der Anzeigetafel, als Matt Carey alle - eben noch durchaus berechtigten - Zweifel beseitigte. Der Stürmer der Frankfurter Löwen schob den Puck in das verwaiste Tor des ESV Kaufbeuren, das dessen Goalie Maximilian Meier wie üblich in letzten, verzweifelten Ausgleichsbemühungen zugunsten eines sechsten Feldspielers geräumt hatte. Und die Party in der Eissporthalle am Ratsweg konnte beginnen: Erstmals seit über eineinhalb Corona-Jahren ohne Publikum durften dort wieder Zuschauer begrüßt werden, genau 3019 sollten es offiziell sein. Und zur Feier des Tages konnte am Sonntagabend mit dem 5:3 (0:1, 3:1, 2:1) gegen Kaufbeuren dann auch ein voller Löwen-Erfolg gefeiert werden, und ein rundum gelungenes erstes Wochenende der DEL-2-Saison.

"Wir sind insgesamt glücklich mit dem Wochenende, auch wenn wir noch viele Dinge haben, in denen wir uns verbessern müssen", urteilte Headcoach Bo Subr und bilanzierte knapp: "Sechs Punkte, gute Mannschaftsleistungen." Viel besser konnte der nächste Anlauf in die erste Klasse des deutschen Eishockeys für den Aufstiegsanwärter nicht beginnen. Ganz so überzeugend wie beim 3:0 zum Auftakt am Freitag beim EHC Freiburg allerdings zeigten sich die Löwen zumindest anfangs nicht. Die Gäste machten es ihnen mit ihren Störversuchen auch schwer, ins Spiel zu finden, und versetzten ihnen mit einem frühen 0:1 in der fünften Minute durch Joseph Lewis obendrein einen echten Dämpfer.

"Die Fans sind toll", freute sich der junge neue Löwen-Stürmer Pierre Preto in der ersten Drittelpause am Mikrofon von Onlinesender Sprade-TV über die Rückkehr der Zuschauer, wusste aber vor allem: "Jetzt müssen wir mal anfangen, Eishockey zu spielen."

Tatsächlich kamen die Frankfurter ganz anders aus der Kabine. "Wir haben ein paar Dinge umgestellt, kamen mit viel Energie und haben das Spiel an uns gerissen". erklärte Subr. Das machte sich bezahlt: Rylan Schwartz (28.) und Maximilian Faber (35.) drehten in einfacher und doppelter Überzahl die Partie. Doch machten sich die Löwen, bei denen Manuel Strodel angeschlagen fehlte und der mit einer Förderlizenz versehene Krefelder Verteidiger Tom-Eric Bappert in den Kader rückte, das Leben auch selbst schwer. Noch in Frankfurter Überzahl nutzte Kaufbeuerens John Lammers einen Scheibenverlust prompt zum 2:2 (36.)

"Das müssen wir abstellen. Da waren wir nicht bereit", tadelte Subr. Auch Kevin Maginots Powerplaytor (39.) glichen die Gäste durch Markus Lillich noch einmal aus (43.). Ehe Bobby Raymond (54.) entscheidend für die Löwen traf und Carey schließlich die Frankfurter Nerven beruhigte.

"Der Matchplan war so, dass wir das ganze Spiel so spielen wie die letzten beiden Drittel", berichtete hinterher der starke Maginot, einer von drei treffsicheren Frankfurter Verteidigern an diesem Tag. So oder so: "Wir können zufrieden sein."

Es geht schließlich auch anders: Am nächsten Freitag (19.30 Uhr) steht das stets brisante Hessenduell bei den Kassel Huskies an, die ihrerseits nach der Heimpleite gegen Bad Tölz überraschend auch mit 3:4 bei den Aufsteiger von den Selber Wölfen verloren. Die Huskies haben sich schon selbst unter Zugzwang gebracht - ganz im Gegensatz zu ihren alten Frankfurter Hessenrivalen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare