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Wieder ein Löwen-Fehler zu viel

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Von: Markus Katzenbach

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Viel Arbeit, kein Lohn: Carson McMillan (vorne) und die Löwen unterliegen Ravensburg auch im zweiten Versuch.
Viel Arbeit, kein Lohn: Carson McMillan (vorne) und die Löwen unterliegen Ravensburg auch im zweiten Versuch. © © PuckpixbySteph

Frankfurt verpasst die Revanche gegen Ravensburg. Die Löwen machen lange vieles richtig, bekommen am Ende aber den Zahn gezogen.

Frankfurt -Zu gerne hätten sie Revanche genommen für die Niederlage im ersten Aufeinandertreffen, und lange sah es für dieses Vorhaben auch ziemlich gut aus. Als die letzte Sirene des Dienstagabends in der Eissporthalle am Ratsweg verklungen war, herrschte im Lager der Frankfurter Löwen aber tiefer Frust vor - zumal sie mit dem 2:3 (0:0, 2:1, 0:2) gegen die Ravensburg Towerstars auch noch einen Verfolger auf Tuchfühlung hatten kommen lassen, statt ihn auf Distanz zu halten, und obendrein die Tabellenführung in der DEL 2 an die Nachbarn vom EC Bad Nauheim abgegeben hatten, in zwei Tagen schon der nächste Gegner.

"Es waren zwei harte Spiele gegen einen starken Gegner", urteilte Löwen-Headcoach Bo Subr und wusste: "Wir müssen sehen, was wir besser machen können. Größtenteils war es gut, aber es fehlt die Konstanz über 60 Minuten."

Tatsächlich hatten die Löwen vor 2034 Zuschauern über weite Strecken der Begegnung das, was sie sich vorgenommen hatten, ziemlich gut umgesetzt, bis in die taktischen Kleinigkeiten. Vor allem schafften sie in einem insgesamt schon hochwertigen Duell zweier Meisterschaftsanwärter in der zweiten Klasse des deutschen Eishockeys lange den Balanceakt zwischen kontrollierter Offensive und nötiger defensiver Absicherung - wobei Ravensburg auch sehr stark verteidigte.

Wie die Frankfurter schließlich ihre Dominanz der ersten Spielhälfte in Tore ummünzten hatten, war beispielhaft für diese Konstellation: Ryon Moser (28.) und Rylan Schwatrz (33.) fälschten Schlagschüsse von Kyle Sonnenburg und Max Faber ab, zur verdienten 2:0-Führung. "Das ist genau das, was wir brauchen. Dem Torwart die Sicht nehmen, die Scheibe aufs Tor bringen: Dann hat man gute Chancen, das Tor zu machen", lobte Sportdirektor Franz-David Fritzmeier in der zweiten Drittelpause. Allerdings hatte sich da auch schon die erste größere Nachlässigkeit in der Abwehr eingeschlichen, die Sam Herr (34.) zum Anschlusstreffer der Gäste nutzte. "Nach einem Scheibenverlust vorne hatten wir die Situation eigentlich schon geklärt, aber dann zwei Nachschüsse zugelassen. Das darf nicht passieren", tadelte Fritzmeier.

Beim 2:3 in Ravensburg Anfang November hatte der Sportdirektor "hinten einen Fehler" zu viel als Grund für die Niederlage ausgemacht. Das wollte man diesmal eigentlich unbedingt vermeiden, und doch passierte genau das im letzten Drittel wieder: Kapitän Max Faber verlor in Überzahl die Scheibe hinter dem eigenen Tor, erneut Herr nahm das Geschenk dankend an (41.). Und schließlich spielten die Ravensburger ihre Klasse und Cleverness aus, beim Siegtor des früheren Bad Nauheimers Simon Gnyp (54.) und dem Verteidigen des Vorsprungs.

Den Löwen hatten sie den Zahn gezogen. Diese liegen so mit einem Punkt und einer Partie weniger hinter den am Dienstagabend gegen Aufsteiger Selb 4:2 (2:1, 0:1, 0:0) erfolgreichen Bad Nauheimern, bei denen sie am Freitag (19.30 Uhr) zum Derby um die Tabellenspitze antreten. "Wir müssen versuchen, uns schnell darauf vorzubereiten", mahnte Verteidiger Kevin Maginot und wusste auch: "Aber was heute passiert ist können wir nicht mehr wiedergutmachen."

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