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35 Spiele ungeschlagen: SC Dortelweil feiert Titelgewinn

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Von: Uwe Born

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Die Spieler des SC Dortelweil feiern ihren Trainer Frank Ziegler. FOTO: STROHMANN © Gerhard Strohmann

35 Spiele ohne Niederlage - und das in der Fußball-Gruppenliga! Der SC Dortelweil steht als Meister und Aufsteiger in die Verbandsliga fest.

(ub). Jubel, Trubel, Heiterkeit in den Reihen des SC Dortelweil: Nach dem souveränen 5:0 (3:0)-Auswärtserfolg bei der Usinger TSG ist den Fußballern aus dem Bad Vilbeler Stadtteil bereits vor dem finalen Spieltag am kommenden Wochenende die Meisterschaft in der Gruppenliga Frankfurt-West und der damit verbundene Aufstieg in die Verbandsliga Süd nicht mehr zu nehmen. Der vorläufig letzte Gruppenliga-Auftritt am Freitag vor eigenem Publikum gegen den Dauerrivalen SF Friedrichsdorf hat für Pröckl, Strenger und Co. somit nur noch statistischen Wert.

Vor etwa 150 Zuschauern beeindruckte die auch nach dem 35. Pflichtspiel ungeschlagene Mannschaft von SCD-Coach Frank Ziegler auf dem Usinger Kunstrasenplatz einmal mehr mit guter Technik, klarer Taktik und individueller Klasse. Fähigkeiten, denen die gastgebenden Taunusstädter nichts annähernd Gleichwertiges entgegen zu setzen vermochten. Klar, dass gleich nach dem Abpfiff von Referee Leon Reuben, der sicher leitete, auf Dortelweiler Seite alle Dämme brachen. Bier- und Sektdusche, magischer Kreis, Gesangseinlagen en masse - Spieler, Betreuer und Fans des neuen Meisters ließen die Puppen so richtig tanzen.

»Die Jungs haben es sich wirklich verdient. Jetzt wird erst mal ausgiebig gefeiert«, versprach Coach Ziegler. »Wir wussten, um was es ging und sind mit voller Konzentration zur Sache gegangen«, ergänzte der spielende Co-Trainer Julian Mistetzky, während Dortelweils Sportlicher Leiter Hans Wrage »nur in der Anfangsphase« einige Probleme erkannt haben wollte, »aber nach unserem Führungstreffer lief für uns alles wie geschmiert«.

Und in der Tat: Zunächst wirkten die Dortelweiler Cracks ein wenig nervös, gestatteten den Platzherren Chancen für Alexandr Railean (8. - Yannick Rühl klärte reaktionsschnell) und Nico Gasch (13. - Kopfball daneben). Doch das war’s aus Sicht der Truppe von Usingens Spielertrainer Tim Tilger. »Danach hat man gesehen, weshalb die Dortelweiler bislang noch kein Spiel verloren haben«, meinte er. Shahram Hashemis Treffer zur Dortelweiler Führung, erzielt in der 20. Minute nach Strengers Querpass, erwies sich für den künftigen Verbandsligisten als Dosenöffner. Leon Günther, am Samstag in Top-Form, legte mit einem Doppelpack in der 25. und 41. Minute nach, wobei erneut Strenger mit präzisen Vorlagen brillierte. Angesichts eines Drei-Tore-Polsters, das angesichts weiterer guter Gelegenheiten für Strenger (28.) und »Dribbelkünstler« Oliver Steffen (33./36./45.) leicht und locker noch deutlicher hätte ausfallen können, herrschte schon zur Pause im Lager des Liga-Leaders Feierlaune.

In Halbzeit zwei verdeutlichten weitere SCD-Goals den Klassenunterschied auch zahlenmäßig: Zunächst, in der 73. Minute, ließ sich Torjäger Marvin Strenger nach Günthers schnellem Antritt über rechts nicht zweimal bitten und vollendete mit seinem 44. Saisontreffer mühelos. Für den 5:0-Endstand zeichnete Oliver Steffen in der 81. Minute verantwortlich - perfekt bedient von Günther per Doppelpass, wobei UTSG-Keeper Dominik Roos von seiner Abwehr einmal mehr sträflich im Stich gelassen worden war.

SC Dortelweil: Rühl - Kuzpinari, Eiwanger, Mistetzky, Pröckl - Stahl, Dananovic (70. Schlatter) - Oliver Steffen, Hashemi (76. Bell), Günther (81. Schleibinger) - Strenger.

Im Stenogramm/Schiedsrichter: Leon Reuben (Kelsterbach). - Zuschauer: 150. - Tore: 0:1 (20.) Hashemi, 0:2 (25.) Günther, 0:3 (41.) Günther, 0:4 (73.) Strenger, 0:5 (81.) Oliver Steffen.

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