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46ers mit Befreiungsschlag

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Groß ist die Erleichterung bei Kendale McCullum (vorne, l.), Bjarne Kraushaar und den 46ers nach dem 100:73-Sieg gegen Hamburg. © Red

(kus). Endlich! Die Gießen 46ers beenden ihre Niederlagenserie, feiern gegen die von Corona gebeutelten Hambuger einen furiosen 100:73 (45:35)-Sieg und verlassen die Abstiegsplätze. Kendale McCullum ragt aus einem guten Team heraus, Martins Laksa gibt sein Debüt.

Als Pete Strobl, der Trainer der Gießen 46ers, 80 Sekunden vor dem Ende der Partie Kendale McCullum vom Feld holte, sprangen auch die letzten der 170 zugelassenen Fans in der Osthalle von ihren Sitzen auf und applaudierten dem neuen Kapitän, der seine Mannschaft zum ersehnten Befreiungsschlag geführt hat. Der 100:73 (45:35)-Erfolg war ebenso verdient wie souverän, er war ein dickes Ausrufezeichen der 46ers im Kampf gegen den Abstieg nach zuvor acht Niederlagen. Und er war vor allem immens wichtig für die Psyche der Gießener Bundesliga-Basketballer, wie die Spieler nach dem Duell gegen die ambitionierten Hamburg Towers betonten.

Zur Wahrheit gehört auch: Die Norddeutschen hatten unruhige Tage hinter sich, ein Corona-Ausbruch erschwerte ihre Vorbereitung, und in Seth Hinrichs, Ray McCallum und Lukas Meisner fehlten den Towers drei infizierte Profis, die sonst im Schnitt zwischen 25 und 13 Minuten auf dem Parkett stehen. Zudem steckte den Towers noch die Europa-Cup-Reise nach Belgrad, wo sie am Dienstag eine Packung kassiert hatten, in den Knochen. »Das alles wollen wir nicht als Ausrede nehmen für unsere Leistung heute«, sagte aber Robin Christen, der Licher in Diensten der Towers.

Und es soll auch nicht die Leistung der 46ers schmälern, die am Samstag in vielen Bereichen deutliche Fortschritte zeigten und bei denen der Lette Martins Laksa sein Debüt gab. Sie verteidigten aggressiv und holten 13 Ballgewinne, sie hatten eine ordentliche Wurfquote, sie dominierten den Rebound und sie boten phasenweise Tempo-Basketball mit spektakulären Abschlüssen.

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