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Abstiegskampf pur: Türk. SV in Gronau

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Von: Leon Alisch

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(lab). Zwei Derbys beschließen am Sonntag die englische Woche der Fußball-Gruppenliga Frankfurt-West. Und eines hat es besonders in sich: Der SV Gronau empfängt den Türkischen SV Bad Nauheim und will seine Leistung vom Remis unter der Woche wiederholen. Deutliche Vorzeichen derweil beim Derby Nummer zwei: Ligaprimus SC Dortelweil trifft auf den FCO Fauerbach und möchte seine Führung an der Tabellenspitze ausbauen.

Harte 90 Minuten stehen zudem dem SKV Beienheim im Duell beim 1. FC-TSG Königstein bevor, während der FC Karben gegen die SG Westend seine bisher starke Woche bestätigen möchte.

SV Gronau - Türk. SV Bad Nauheim (Sonntag, 15.30 Uhr): Das »Problem-Derby« steht bevor: Beide Seiten haben im neuen Jahr ihre liebe Mühe, für beide wird es keine leichte Rückrunde. Dem Türkischen SV wurde beim 2:6 am Donnerstag in Seckbach noch mal sein derzeitiger Leistungsstand vor Augen geführt, für Gronau wird die Luft am unteren Ende immer dünner. Doch es gibt Hoffnung: Ein 1:1 gegen den SKV Beienheim zeigte auf, was die Mannschaft drauf hat. Angriffslustig, kämpferisch, motiviert bis in die 98. Minute - Attribute, die man nun jeden Sonntag benötigt. »Auf diesem Auftritt müssen wir aufbauen und vorne unsere Chancen noch etwas besser nutzen«, äußert sich Gronau-Sprecher Stephan Firla. Gegen den TSV geht es für den Vorletzten jetzt nur um drei Punkte. Denn um die 14 Zähler bis Rang 13 aufzuholen, braucht es alsbald eine schicke Serie.

1. FC-TSG Königstein - SKV Beienheim (Sonntag, 15.30 Uhr): Belastungsprobe für Beienheim in Königstein: Die Teams von Rang drei und fünf nehmen sich bisher nicht viel. Fast 70 Tore auf beiden Seiten und starke Serien, aber auch eine andere Gemeinsamkeit: jeweils ein Patzer zuletzt. Während Beienheim beim 1:1 gegen starke Gronauer leicht schwächelte, holte Königstein gegen Niederrad nur ein 1:1. Bereits am vergangenen Sonntag haderte das Taunus-Team mit seinem Auftritt in Steinfurth, wo man nach dürftiger erster Hälfte immerhin zu einem 3:0 kam. Während auf Königsteiner Seite also noch etwas Sand im Getriebe ist, scheint der Beienheimer Auftritt unter der Woche eher ein Ausrutscher gewesen zu sein. Man hat sich unerwartet souverän auf Rang drei etabliert, den Trainerwechsel gut verkraftet und am Sonntag gegen knifflige Gegner die Chance auf drei weitere Zähler.

DJK Bad Homburg - SV Steinfurth (Sonntag, 15.30 Uhr): Während andere mit ihrer Punkteausbeute hadern, kämpft man beim SV Steinfurth im Moment darum, überhaupt eine Mannschaft auf den Platz zu stellen. Nach weiteren zwei Ausfällen, die am vergangenen Sonntag dazukamen, hat sich der Kader auf ein Minimum reduziert. »Es ist ganz, ganz schwer für uns gerade, ich kann das Worst-Case-Szenario einer kampflosen Absage nicht ausschließen«, sagt Trainer Suleyman Karaduman. Für Sonntag hofft man, dass die angeschlagenen Uakeaokalaiiomaui Atay und Yannik Strauch wieder in die Mannschaft zurückkehren. Sollte es zum Spiel gegen Bad Homburg kommen, möchte man an die vergangenen Wochen anknüpfen, in denen es ganz ordentlich aussah: »Wir haben viele positive Erkenntnisse gewonnen, hatten Möglichkeiten und haben uns ordentlich verkauft«, sagt Karaduman.

FCO Fauerbach - SC Dortelweil (Sonntag, 15.30 Uhr): Zwei »brutal intensive« Spiele liegen hinter Tabellenführer Dortelweil, der zur Erkenntnis gelangte, nicht jeden Gegner mit 5:0 weghauen zu können. Der SCD wurde bei seinen zwei jüngsten Gruppenliga-Siegen mit neuen Problematiken konfrontiert, musste 75 Minuten zu zehnt spielen, musste Akteure ersetzen, hielt diesen Belastungen aber am Ende stand. Für die Partie gegen Fauerbach kommt nun Oliver Steffen von seiner Sperre zurück, bei Marvin Strenger (Knieprobleme) ist noch nicht klar, ob es für die Startelf reicht. Fest steht allerdings, dass mit Dennis Geh, Jonas Müller und Dominik Großmann drei Spieler gänzlich ausfallen. Fauerbach wartet nach einem 1:1 unter der Woche weiter auf den ersten Sieg im neuen Jahr. Die Lage am Elachfeld wird dadurch von Woche zu Woche etwas enger. Gegen Dortelweil sieht es für den Rang-16. nicht unbedingt nach drei Zählern aus.

FC Karben - SG Westend Frankfurt (Sonntag, 15.30 Uhr): Karben im Freudentaumel: Der Paukenschlag beim 4:0 gegen den Tabellenzweiten SF Friedrichsdorf hat die Liga aufhorchen lassen. Doch man weiß: Ein Sieg ist nur so gut wie das Spiel danach. Und gegen Westend steht eine 180-Grad-Drehung bevor: »Das ist eine ganz andere Situation als am Mittwoch. Westend ist im Abstiegskampf und wird um jeden Punkt fighten«, sagt Trainer Karl-Heinz Stete. Also hat man selbst den Druck und weiß: »Uns steht ein Geduldsspiel bevor, da ich Westend sehr defensiv erwarte«. Das Defensivkonzept vom Spiel gegen die Sportfreunde will man mit drei Innenverteidigern beibehalten. Damit möchte man nicht zuletzt gegen das körperlich robuste Spiel der Frankfurter um Stürmer Viktor Gonta gewappnet sein.

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