1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport

Achterbahnfahrt mit Happy End?

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Leon Alisch

Kommentare

KS_20220320_wz_009_13052_4c
Manchmal überragend, oft gestrauchelt. So lief die Saison bislang für Murat Kuzpinar und seinen Türkischen SV Bad Nauheim, der die Usinger TSG am Sonntag als Gast begrüßt. © Jürgen Keßler

(lab). Die Schlussgerade der Fußball-Gruppenliga Frankfurt-West ist erreicht, und einige Vereine können schon die Ziellinie erreichen. Besonders der SC Dortelweil ist seinem Traum vom Verbandsliga-Aufstieg ganz nah. Bleibt man in den kommenden Wochen ohne größere Fehler, kann einem nicht mehr viel in die Quere kommen. Ein Sieg gegen den 1. FC-TSG Königstein am Sonntag wäre ein nächster Schritt.

Schon heute Abend gastiert der SKV Beienheim bei der Spvgg. 03 Fechenheim und hat für die letzten Wochen vorwiegend ein Ziel: Platz drei halten. Dahinter blickt der FC Karben auf eine richtig starke Saison und kann ohne Druck in das Duell gegen den SV Gronau gehen. Der Türkische SV Bad Nauheim muss unterdessen noch ein paar letzte Hürden überwinden, bevor er sich über den Klassenerhalt freuen kann.

Spvgg. 03 Fechenheim - SKV Beienheim (Freitag, 20 Uhr): Es geht nicht mehr um Aufstieg oder Titel für den SKV Beienheim. Maximal Platz drei ist noch drin - was bereits sehr erfolgreich ist. Damit würden die Beienheimer, auch im Falle eines vierten Ranges, ihre beste Gruppenliga-Platzierung aller Zeiten holen. Allemal ein Grund zu feiern. Doch bis es so weit ist, muss man noch einige Male abliefern. Auch weil mit Neu-Anspach, Dortelweil und heute der Spvgg. Fechenheim einige harte Gegner auf den SKV warten. Da kommt es ungelegen, dass es in Sachen Aufgebot nicht gerade rosig aussieht. Owen Hare, Bogdan Muntean, Taulant Belaj und Darius Rienmüller sind allesamt fraglich für heute Abend. Dennoch lief es in den vergangenen Wochen. Siege gegen Vatanspor Bad Nomburg und den Türkischen SV Bad Nauheim stehen auf dem Papier. Gegner Fechenheim hat ebenfalls einen imposanten, noch recht frischen 7:1-Erfolg gegen Königstein vorzuweisen. Es könnte eng werden für Beienheim.

FC Karben - SV Gronau (Sonntag, 15.30 Uhr): Es ist immer wieder gleich: Der SV Gronau kann noch so viele Tore schießen, ein Sieg will kaum gelingen. Da helfen auch keine neun Treffer in den vergangenen zwei Spielen, wenn man gleichzeitig neun Tore kassiert. Und so liegt auch der Gedanke nahe, dass es mit dieser Mannschaft, mit diesen Spielen, einfach nicht reicht für den Klassenerhalt. Man bemüht sich bereits, das Team auch im Falle eines Abstiegs zusammenzuhalten und führt Gespräche. Schließlich hatte man im Winter einiges mobilisiert, um mit allen Mitteln den Abstieg zu verhindern. Gegner Karben versucht auf der anderen Seite, an seiner Topplatzierung festzuhalten und den ausgedünnten Sturm zu besetzen. Mit Tim Brunotte Martinez, der zuletzt doppelt traf, hat man hier einen konstanten Ersatz gefunden. Auch Ersatztorwart Markus Christ musste im Duell gegen den FSV Friedrichsdorf kein einziges Mal hinter sich greifen. Und so geht der FCK mit einer Serie von fünf ungeschlagenen Spielen in das Derby am Sonntag.

Türkischer SV Bad Nauheim - Usinger TSG (Sonntag, 15.30 Uhr): Erst Topteam, dann abstiegsgefährdet. Deftige Klatschen und hohe Siege. Der Türkische SV hat von den heimischen Gruppenliga-Teams wohl die größte Achterbahnfahrt in der Saison hingelegt. Sechs Spiele vor Saisonende sieht es nun zumindest gut aus in Sachen Ligaverbleib. Irgendwie hat man es geschafft, doch ein wenig Stabilität in die Mannschaft zu bringen. So hat das Team immerhin elf Punkte Vorsprung vor den Abstiegsrängen. Und holt man einen oder gar drei Zähler gegen Usingen, kann man vermutlich schon sagen: »Wir bleiben drin.« Die Usinger sind keine Übermannschaft, haben sich in der Rückrunde allerdings gesteigert. Ein 8:2-Sieg gegen Vatanspor Bad Homburg unterstrich zuletzt die offensive Stärke der TSG um Stürmer Nico Gasch.

SC Dortelweil - 1. FC-TSG Königstein (Sonntag, 15.30 Uhr): Nur noch wenige Wochen, dann hat man in Dortelweil vermutlich Gewissheit über den Aufstieg. Doch mit der »Spiel-für-Spiel-Haltung« fährt der Verein bis dahin ganz gut. Denn relaxen ist nicht angesagt: Mit Beienheim und den Sportfreunden Friedrichsdorf hat man noch zwei hohe Hürden zu überwinden. Dazu kommt am Sonntag die Partie gegen Königstein. »Wir haben ein deutlich schwierigeres Restprogramm als Friedrichsdorf. Ich gehe mal nicht davon aus, dass die Sportfreunde noch mal Punkte liegen lassen, sodass wir mindestens noch vier Spiele gewinnen müssen«, rechnet Trainer Frank Ziegler vor. Klingt machbar für ein Team, das sich seit August noch keine Niederlage eingefangen hat. Für Sonntag kommt zudem Mittelfeld-Akteur Dominik Steffen nach einer Schulterverletzung zurück in die Mannschaft. Sharam Hashemi hatte ihn zuletzt ersetzt. »Sharam ist mit seinen 19 Jahren ein junger Spieler und hat das gut gemacht. Dominik bringt natürlich ein anderes Maß an Erfahrung mit und wird am Sonntag definitiv eingesetzt«, so Ziegler. Ansonsten sind beim SCD alle Mann an Bord.

Auch interessant

Kommentare