1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport

Angebot des SV Fun-Ball Dortelweil erfreut sich wachsender Beliebtheit

Erstellt:

Kommentare

IMG_4321_100222_4c
Gegenseitiges Vertrauen und die richtige Sicherung sind in der Kletterhalle des SV Fun-Ball Dortelweil unabdingbar. © pv

Seit 2021 ist Sportklettern olympisch. Dadurch gewann die Sportart an Popularität. Beim SV Fun-Ball Dortelweil galt Klettern schon vor Olympia als Magnet für zahlreiche Familien und Bewegunghungrige.

Mit Alexander Megos und Jan Hojer nahmen zwei deutsche Weltklasse-Kletterer an den Olympischen Spielen in Tokio im letzten Jahr teil - erstmalig. Denn Klettern feierte in Japan eine Premiere. Auch wenn es das Duo nicht in die Medaillenränge geschafft hat, gewann die Sportart durch die Aufnahme ins Olympia-Programm - auch hierzulande - an Popularität.

Generell lassen sich drei Kletterarten unterscheiden, die als Wettkampf ausgetragen werden, wie Vincent Oeinck, Abteilungsleiter und Trainer beim SV Fun-Ball Dortelweil, berichtet: »Es gibt Bouldern, Speedklettern und Lead (siehe Kasten). Speed gibt es bei uns im Verein nicht, aber in Tokio waren alle drei Disziplinen in Kombination dabei.«

Grundsätzlich ist Klettern eine Sportart für jedes Alter. Da es immer verschiedene Kletterrouten gibt (vor allem beim Bouldern) und somit jeder Sportler individuell entscheiden kann, welche Route für ihn angemessen ist, kann sowohl in jungen Jahren als auch noch im höheren Alter mit diesem Sport begonnen werden. »Bei uns sind rund 80 aktive Kletterer dabei. Die Altersspanne reicht von zehn bis 60 Jahren«, erklärt Oeinck.

Sportklettern fordert nicht nur den gesamten Körper, sondern vor allem auch den Geist. Neben der Beanspruchung von Arm-, Bein- und Bauchmuskulatur, ist eine hohe Konzentration bei jeder Kletterart unabdingbar.

In Dortelweil steht jedoch vor allem der Spaß und weniger der Wettkampf im Vordergrund. Auch wenn Oeinck bereits drei Jahre in der ersten und zweiten Boulder-Bundesliga kletterte, weiß er, warum die Leute hauptsächlich zum SV Fun-Ball kommen: »Es gibt zwar einige, die sagen, dass sie wesentlich besser werden möchten und eventuell mal auf Wettkämpfe gehen würden, aber der Großteil der Leute, die zu uns kommen, macht das just for fun.« Dabei kommen vor allem am Wochenende auch immer wieder ganze Familien. Der Ansturm ist groß, die Wartelisten für die Kurse sind lang. Dies sei jedoch auch schon vor Tokio so gewesen. »Olympia hat das ganze zwar populärer gemacht, aber die Leute standen bei uns vorher schon Schlange«, freut sich der 24-Jährige über die Nachfrage.

Generell komme es beim Klettern am Felsen oder der Wand mit Sicherung durch einen Partner auf Vertrauen an, wie Oeinck weiter ausführt. »Außerdem muss man das Sicherungsgerät gut beherrschen. Vor dem Start ist der Partnercheck durchzuführen. Dabei wird geprüft, ob Knoten und Gurt richtig sitzen.«

Schnuppern für Neueinsteiger oder Rückkehrer ist beim SV Fun-Ball nach Absprache im freien Klettern möglich. Bis zu dreimal dürfen Interessierte das Ganze ausprobieren. Wer dabei auf den Geschmack kommt und weiterklettern möchte, kann danach einen Kletterschein erwerben. An zwei Tagen mit jeweils drei Übungsstunden wird den Neulingen alles Wichtige beigebracht. »Hierbei legen wir weniger Wert auf die Klettertechnik, sondern in erster Linie auf das Sichern«, so Oeinck. Denn das ist bei dieser Sportart - neben dem Spaß an der Sache - mit das Wichtigste.

_20210214_153822_100222_4c
Abteilungsleiter und Trainer beim SV Fun-Ball Dortelweil: Vincent Oeinck. © pv

Auch interessant

Kommentare