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Anna Dietz rettet Griedel einen Punkt

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Von: Marieke Naß

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(mna). In der Handball-Landesliga Mitte der Frauen (Gruppe 1) hat der TSV Griedel als erstes Team der HSG Kleenheim-Langgöns II einen Punkt in deren Halle abgeknöpft. Die Mannschaft von Trainer Martin Schmitt schaffte in letzter Sekunde ein 30:30 (14:18), wobei mit Blick auf den gesamten Spielverlauf sicherlich mehr drin gewesen wäre.

Der TSV war von Beginn an hellwach, erspielte sich schnell eine 4:0-Führung und zwang Heimtrainer Christian Maderla so schon nach vier Minuten zur ersten Auszeit. Diese fruchtete nur bedingt. Die Gäste blieben weiter das spielbestimmende Team und ließen sich auch nicht aus der Ruhe bringen, als der Vorsprung zwischenzeitlich schmolz (7:5, 10.). So ging es über das 16:11 (24.) mit einer komfortablen 18:14-Führung in die Pause, nach der die Griedelerinnen dort weitermachten, wo sie aufgehört hatten.

Als Nicole Gadek in der 46. Minute zum 27:21 traf, deutete alles darauf hin, dass die Schmitt-Sieben als erstes Team die zu Hause ungeschlagenen Kleenheimerinnen in deren Halle besiegen würde, doch kurz danach endete der TSV-Höhenflug abrupt.

Trainer Schmitt handelte sich eine Zeitstrafe wegen Meckerns ein, und auch Spielerin Juliane Wagner musste kurz danach für zwei Minuten das Feld verlassen. Die Gastgeberinnen nutzten die - kurzzeitig sogar doppelte - Überzahl für einen 5:0-Lauf zwischen der 48. und 52. Spielminute und glichen zu allem Überfluss drei Minuten vor Schluss zum 28:28 aus. Auch eine letzte Auszeit von Martin Schmitt konnte nicht verhindern, dass Kleenheim-Langgöns II 20 Sekunden vor dem Ende sogar die erste Führung des Spiels erzielte, die Anna Dietz vom Kreis fast mit der Schlusssirene wieder egalisieren konnte. »Natürlich sind wir zwiegespalten. Am Ende ist es fast noch ein glücklicher Punkt, aber wenn man das gesamte Spiel betrachtet, müssen wir hier eigentlich gewinnen. Ich nehme das größtenteils auf meine Kappe, ohne die berechtigte Zeitstrafe gegen mich kommen die Mädels nicht aus dem Takt und bringen den Vorsprung ins Ziel. So haben wir jedoch in der Schlussphase völlig den Kopf verloren«, resümierte Schmitt selbstkritisch.

Griedel: Heller, Scheffer; Lobgesang, Scheibel (1), Gros (1), Erletz (1), Brück, Gadek (4), Hartmann (4), Wawrzinek (2), Dietz (12/5), Fina, Wagner (5).

Stenogramm / Schiedsrichter: Schön/Vogler. - Zeitstrafen: 2:6 Minuten. - Siebenmeter: 6/8:5/6.

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