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Aus dem letzten Loch

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Von: Sascha Kungl

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Maximilian Koppe (am Ball) und die SG Wohnbach/Berstadt treffen in der Kreisoberliga im Kerb-Spiel auf den SC Dortelweil II. Rechts: Yannik Schichtel vom SV Staden. © Nicole Merz

(kun). An der Tabellenspitze der Fußball-Kreisoberliga Friedberg zieht Ligaprimus FC Olympia Fauerbach einsam seine Kreise. Bereits sieben Punkte Vorsprung hat die Elf von Spielertrainer Andreas Baufeldt vor dem 13. Spieltag auf den ersten Verfolger aus Burg-Gräfenrode.

Bei seinem Gastspiel gegen den VfB Friedberg ist der Gruppenliga-Absteiger am Sonntag ab 15 Uhr erneut klarer Favorit. Der Tabellenzweite aus Roggau muss zeitgleich in Nieder-Wöllstadt ran, während der Rangdritte SV Gronau ins Rosendorf zum SV Steinfurth reist. In den Partien zwischen dem SV Bruchenbrücken und dem TSV Dorn-Assenheim sowie dem FC Kaichen und Türk Gücü Friedberg II wird sich zeigen, wer den Anschluss an die Spitzengruppe halten kann und wer abreißen lassen muss. Um wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt geht es im Duell zwischen der Spvgg. 08 Bad Nauheim und dem SV Nieder-Weisel.

Eröffnet wird der 13. Spieltag im Oberhaus des Friedberger Fußballkreises heute Abend ab 20.30 Uhr mit dem Kerb-Heimspiel der SG Wohnbach/Berstadt gegen Schlusslicht SC Dortelweil II. »Trotz der Tabellenkonstellation haben wir vor den Gästen aus Dortelweil den allergrößten Respekt«, erklärt SG-Coach Christopher Melius. Die Hausherren haben aktuell mit großen Personalsorgen zu kämpfen. Neben den Langzeitverletzten Manuel Michel, Mihai-Alexandru Dan, Jimmy Lee Lachmann, Maximilian Stüber und Björn Bonarius muss Melius auch die Ausfälle von Marcel Holler, Rene Moll und Marc Schmidt kompensieren. »Personell pfeifen wir aus dem letzten Loch«, räumt der Coach der Hausherren ein. Mit zwölf Zählern aus den ersten zwölf Saisonpartien ist der Aufsteiger als Tabellenelfter im Soll. »Uns ist bewusst, was in dieser Liga Woche für Woche auf uns zukommt. Auch gegen Dortelweil werden wir erneut über 90 Minuten an unsere Grenzen gehen müssen, wenn wir erfolgreich sein wollen«, weiß Melius, dessen Elf vor Wochenfrist einen 3:1-Heimerfolg gegen den SV Nieder-Wöllstadt feierte.

Auch der Tabellenletzte aus Dortelweil verbuchte beim 1:0-Heimsieg gegen die Spvgg. 08 Bad Nauheim am vergangenen Spieltag seinen zweiten Saisonsieg. »Das Spiel gegen Bad Nauheim hat uns gutgetan. Durch die drei Punkte haben wir den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze hergestellt. Der Sieg hat uns hungrig gemacht, nun wollen wir auch gegen Wohnbach/Berstadt nachlegen«, gibt SCD-Coach Axel Bellando die Marschroute für das Flutlichtduell am heutigen Abend vor. »Auf dem tiefen Naturrasen erwartet uns ein ganz anderes Spiel als noch in der Vorwoche. Dennoch rechnen wir uns dort etwas Zählbares aus. Mit einem Auswärtssieg wollen wir die Gastgeber mit in die Abstiegsregion ziehen. Unser Ziel ist klar, wir wollen zwei der vier Spiele bis zur Winterpause gewinnen«, erklärt Bellando, der heute Abend auf Georg Agi verzichten muss.

Das Spitzenspiel der Kreisliga A Friedberg steigt an diesem Wochenende in Groß-Karben. Der gastgebende Tabellenzweite empfängt am Sonntag ab 15 Uhr den Rangdritten SV Ober-Mörlen. Wer hat im Verfolgerduell die Nase vorn und bleibt Spitzenreiter Assenheim auf den Fersen? Die Gäste aus Ober-Mörlen reisen mit dem Rückenwind von vier Siegen in Serie nach Groß-Karben und sind darüber hinaus seit sechs Spielen ungeschlagen. Die 1920er sind als einziges Team der A-Liga nach zehn Spieltagen noch ohne Saisonniederlage. Die Unterschiede im bisherigen Abschneiden beider Teams sind allerdings marginal, im Tableau trennen die beiden Klubs lediglich zwei Punkte.

»Auf dem Kunstrasenplatz in Groß-Karben haben wir uns in der Vergangenheit immer schwergetan. Auch am Sonntag erwartet uns eine hohe Auswärtshürde gegen einen körperlich robusten Gegner«, weiß Ober-Mörlens Pressesprecher Thomas Brannekämper. Personell plagen Gästecoach Nils Arne Wielpütz einige Sorgen. Neben Christian Gonzales Burruezo, der nach einem Foul seines Heilsberger Gegenspielers am vergangenen Spieltag aufgrund einer Knöchelverletzung bis zur Winterpause nicht mehr zum Einsatz kommen wird, stehen dem Tabellendritten auch Maksym Braslavskiy, Max Daschke (beide Kreuzbandriss), Niklas Ussner (Handbruch) und Torhüter Lukas Höhn (Zerrung) nicht zur Verfügung. Auch Wielpütz selbst fällt aufgrund eines Kreuzbandrisses aus. Fragezeichen stehen hinter dem Einsatz von Justin Thielmann, Sebastian Schaller und Leon Hirzmann.

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